PROLOG
Nacht. Stille. Na ja, fast. In das leise Rascheln des Windes in den Bäumen draußen vor der Veranda und das dezente Rauschen des Meeres ein Stückchen dahinter mischt sich ganz entfernt das Surren des Stromgenerators. Noch läuft er, doch bald wird das Surren ersterben und damit das ganze Haus in Dunkelheit tauchen. Noch fällt durch die weit offene, große zweiflügelige Terrassentür ein wenig fahlweißes Licht von der Terrassenbeleuchtung in mein Zimmer. Die gleißend hellen Energiesparlampen dort wirken immer ein Bisschen surreal für mich. Aber schon sehr bald wird der Mond über dem Wasser das einzige schwache Licht sein, das von draußen hereinkommt. Ich liege nackt und wohlig ausgestreckt auf meinem Bett. Es ist sehr warm, immer noch. Ein paar Minuten ist es her, da war ich draußen am Brunnen und habe mir hintereinander mehrere Eimer wunderbar kühles Süßwasser übergeschüttet. Dann, zurück in meinem Zimmer, habe ich meine Zimmertür zugemacht – na ja, angelehnt. Denn jetzt ist esmein Zimmer. Tagsüber ist es hingegen der kürzeste Weg von der Küche durchs Haus auf die Terrasse. Ja, so lässt es sich aushalten! Ich taste nach unten und streichle langsam und wach erst über meinen Bauch, dann meine Brust, meine Arme und Beine, und sowohl meine Hand als auch das, was sie berührt genießt das. Ja, mehr davon! Ich weite meine tastenden, kreisenden Bewegungen jetzt aus, noch tiefer herunter, zwischen meine Beine …
Eine wunderbare Woge von Lust durchströmt mich. Schon springt mein Kopfkino an, ich atme tief ein und mein Schwanz reagiert sofort. Ich streichle weiter, greife und taste. Aaah! Etwas sanftere, glitschigere Berührung wäre gut. Ein Griff nach oben. Direkt hinter meinem Kopfkissen steht ein kleines Schraubgläschen mit Kokosöl … Meine tastenden Finger finden es, heben den Deckel ab und legen ihn mit der Öffnung nach unten daneben. Besser so – falls ich vergesse, ihn wieder draufzulegen, kommen die Kakerlaken nicht dran, um die Dichtung anzufressen, kommt mir ku