: Anjana Gill
: Der kleine Elefant, der den Menschen das Glück brachte Eine Erzählung über das Geheimnis wahrer Zufriedenheit
: Heyne Verlag
: 9783641290955
: 1
: CHF 8.90
:
: Sonstiges
: German
: 304
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Es ist durchaus ungewöhnlich, in unseren Breitengraden auf einen kleinen, weit gereisten Elefanten zu treffen. Vor allem, wenn dieser Elefant dann auch noch ganz genau Bescheid weiß über die Geheimnisse des Glücks. Genau das passiert der Erzählerin – und zusammen verbringen die beiden einen wundervollen Sommer. Gemeinsam beobachten sie die Menschen, führen Gespräche oder hängen einfach nur ihren Gedanken nach …
Diese ebenso unterhaltsame wie inspirierende Erzählung schenkt Glücksbotschaften, die Licht und Freude in jeden Alltag bringen. Manchmal braucht es eben einen kleinen Elefanten, der uns daran erinnert, wie schön das Leben ist, und uns zeigt, wie wir wahre Zufriedenheit finden können.

Anjana Gill ist Bestsellerautorin mit deutsch-indischen Wurzeln, Online-Coach und seit über 20 Jahren Expertin für moderne Spiritualität und Manifestation. Ihre Leidenschaft ist es zu zeigen, dass es tatsächlich eine Verbindung zwischen Himmel und Erde gibt, die das Leben auf ungeahnte Weise bereichern kann. Anjana Gills Motto: »Alles ist möglich – wenn du die Kraft deiner Gedanken richtig nutzt und mit dem Universum zusammenarbeitest.«

Zauberkraft-Gedanken


Dieser Tag war einfach nur schön. Ich wünschte, es würde immer so weitergehen. Ich kann mir keine bessere Gesellschaft vorstellen als die dieses kleinen Glückselefanten. Ich fühle mich so unendlich wohl in seiner Präsenz – so aufgehoben irgendwie. Ich glaube sogar, mit ihm verstehe ich mich besser, als ich es mit vielen Menschen getan habe.

Wir schlenderten nach einer Zeit vom Eiscafé weiter zu meinem kleinen Lieblingswäldchen. Ich liebe dieses Wäldchen und wollte es meinem neuen Freund unbedingt zeigen. Der hatte zwar schon die ganze Welt gesehen, aber ich war mir sicher, dass ihm mein Lieblingswäldchen auch sehr gut gefallen würde. Es gibt dort einen kleinen Bach. Uns war heiß und wir wollten unsere Füße im Wasser erfrischen. Die Sommerluft hatte fünfunddreißig Grad, da kann man jede Erfrischung gebrauchen.

Auf dem Weg dorthin kam ich aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Der kleine Glückselefant schien regelrecht in die Menschen hineinschauen zu können – mitten hinein. Und zwar in jede Person, die an uns vorbeiging. Und wir begegneten vielen Personen. Absolut beeindruckend, was er mir über die Menschen erzählte.

Er konnte auch sehen, welche Energie jemand aussandte. Das kann man sich so ähnlich vorstellen wie das Aurasehen, es war aber in Wahrheit noch viel mehr. Der Glückselefant konnte genau sehen, wie ein Mensch mit seiner Energie die gleiche Art von Energie wieder anzog.

»Schau mal«, sagte er zum Beispiel zu mir, »schau dir mal die Energie von der Frau mit dem Strohhut an. Siehst du die Gedanken, die sie aussendet?«

Also, ehrlich gesagt, sah ich überhaupt nichts. Ich sah die Frau und den Hut – aber wie um Himmels willen sollte ich denn sehen, welche Gedanken sie aussendet?

»Vielleicht sind die Gedanken auch aus Stroh, passend zum Hut«, sagte ich. Okay, war nicht so lustig – aber ich wollte etwas von meinem Nichtsehenkönnen ablenken.

»Mach dir keine Sorgen. Die meisten können das nicht sehen. Obwohl man auch das lernen und trainieren kann«, beruhigte er mich.

»Woher kannst du es denn? Wo hast du es gelernt?«, fragte ich beeindruckt.

Der kleine Glückselefant erzählte, dass er die Gabe, in die Menschen hineinzusehen, schon früh bemerkt hatte: »In meinem Land gibt es viele Touristen und die wollen immer auch uns Elefanten sehen. So bin ich schon in jungen Jahren vielen Menschen begegnet. Und ich konnte es einfach: Ich konnte genau sehen, welche Gedanken sie hatten. Ich dachte natürlich, alle aus meiner Herde würden das sehen. Aber irgendwann wurde mir klar, dass dem nicht so war.«

Der kleine Glückselefant jedenfalls sah, wie die Gedanken den Menschen verließen und dann loszogen. Und er sah die Anziehungskraft dieser Gedanken. Er sah, wie etwas mit genau der gleichen Energie wieder zu ihnen zurückkehrte.

Das musst du dir mal vorstellen!

»Die Menschen denken immer, dass ihre Gedanken nur in ihrem Kopf sind und auch da bleiben, solange sie sie nicht aussprechen. Tun sie aber nicht. Bei keinem einzigen Menschen auf dieser Welt. Es gibt keinen Menschen auf dieser Welt, bei dem die Gedanken im Kopf bleiben.« Jetzt redete er fast wie ein Do