: Oliver Tom Köster
: Hotel of Memories Das Chaos endet nie
: Spica Verlag
: 9783985030453
: 1
: CHF 11.10
:
: Fantasy
: German
: 236
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Nervende Gäste, nervende Chefs und nervende Kollegen spiegeln den Alltag von Charlie wider und tagtäglich wird er mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Doch egal wie stressig und nervenaufreibend sein Job auch sein mag, er führt ihn mit Leib und Seele aus, bis er an seine körperlichen Grenzen kommt. Nach einem schweren Unfall kehrt Charlie zurück in die Märchenwelt und begibt sich auf eine Reise in seine Vergangenheit, um sein Selbstbewusstsein wieder zu stärken. Er erinnert sich an die vielen Erlebnisse von damals, die er in diesem Hotel mit seinen Freunden und anderen verrückten Menschen erleben durfte, und hat bald eine wichtige Entscheidung zu treffen. Welcome to the Hotel of Memories! Mach dich bereit auf die vielleicht letzte Achterbahnfahrt von Charlie und seinen Freunden.

Oliver Tom Köster, Jahrgang 1991, wurde in Schwerin geboren. Schon sehr früh begeisterte er sich für das Lesen und Schreiben. Bereits im Alter von 8 Jahren schrieb er erste Kurzgeschichten. Nach seinem Schulabschluss begann er eine Ausbildung zum Hotelfachmann, die er 2013 erfolgreich beendete. Durch die Arbeit in der Gastronomie inspiriert, begann er Anfang 2017 die Idee für sein erstes Buch umzusetzen. Bis Ende 2018 arbeitete er an seinem Debütroman Hotel of fairytales, das ursprünglich ausschließlich ein Kinderbuch werden sollte.

1. Kapitel


,,Wake up in the morning feeling like P. Diddy …“ Mein Wecker klingelte. Ich stand auf und schaute aus dem Fenster. Ich atmete einmal tief ein und machte mich dann fertig für die Arbeit. 

* * *

Es war Sommer! Mitte Juli! Es war mein fünfter Sommer in diesem Hotel.

Ein Sommer, der alles veränderte. Das Arbeiten, mein Umfeld, meine Zukunft und mich.

Teilweise fühlte es sich immer noch an wie ein böser Traum.

Niemals hätte ich damit gerechnet, dass mir jemals so etwas passieren würde.

Der Sommer war noch lange nicht vorbei und nun stand ich schon wieder auf Arbeit. Nur eben anders als je zuvor. Mit dem Gefühl, ich gehörte hier nicht mehr hin. Aber wo sollte ich hin? Meine innere Stimme war mit mir nicht mehr im Reinen. Tag für Tag kreisten tausende von Gedanken in meinem Kopf, hin und her. Bloß warum?

Es war der eine Tag, der alles veränderte.

Nach diesem schrecklichen Unfall in einer heißen Sommernacht Ende Juni war ich nicht mehr derselbe.

Innerlich war ich ein emotionales Wrack.

Nach außen versuchte ich Stärke zu zeigen. Was mir auch ganz gut gelang. Doch meinen Freunden und Kollegen konnte ich nichts vormachen. Jeder in diesem Hotel und meine Freunde wussten, was mir zugestoßen war, doch nur die wenigsten sahen mich weinen.

2 Wochen war ich krankgeschrieben. 2 Wochen, in denen ich mich kaum bewegen konnte. Doch bis auf mehrere Schürfwunden, einige Kratzer und ein geprelltes Knie kam ich noch gerade so mit einem blauen Auge davon.

Es hätte definitiv mehr passieren können, doch ich hatte ganz offensichtlich einen Schutzengel an meiner Seite gehabt. Wie immer.

Ich war dankbar. Dankbar, dass nicht mehr passiert ist. Und dass ich trotz all dem ganz gut auf war.

Das Gefühl und der Gedanke, was alles hätte passieren können, ließen mich kalt.

Nun stand ich wieder auf Arbeit. Tag für Tag. Mit dem Gefühl, etwas aus meinem Leben zu machen.

Ich wurde zum Einzelkämpfer, aber nicht zum Einzelgänger. Obwohl ich gerne alleine war. Alleinsein war für mich manchmal purer Luxus, den andere nicht verstehen konnten. Aber das Alleinsein gab mir die Kraft und die Stärke, meine Batterie wieder aufzuladen.

Meine Freunde hatte ich trotzdem stets an meiner Seite, und wenn ich sie brauchte, waren sie da. Egal ob durch persönliches Treffen, Telefonieren oder Schreiben. Auf sie konnte ich mich voll und ganz verlassen und sie sich auch auf mich.

Jeder von uns hatte schon eine schwere Zeit durchlebt und ich war, so gut ich konnte, für sie da. So wie sie mich brauchten. Doch nun war ich mal wieder an der Reihe. Aber es war nicht so, dass ich wirklich Hilfe brauchte oder nach Hilfe schrie. Nein, meine Freunde waren da, weil sie wussten, dass es mir nicht gut ging. So etwas nennt man wahre Freundschaft.

Ich war schon immer eine Frohnatur und eigentlich relativ gut darin, schlechte Sachen aus meinem Gehirn zu streichen, aber dieses Mal war es etwas ganz anderes. Anders, als je zuvor.

Freddy war zu diesem Zeitpunkt schon ungefähr seit über 2 Jahren nicht mehr bei uns im Hotel tätig. Erst arbeitete er knapp ein Jahr in einem Camp auf Rügen, wo er später auch die Restaurantleitung übernahm. Dass die auch im Winter geöffnet hatten, wusste ich bis dato nicht. Danach ging er für ein halbes Jahr runter in die Schweiz. Anschließend für ein paar Monate nach Österreich, bis es ihn wenig später in seine Heimat zurück verschlug, aber auch nur, um kurz danach für ein paar Monate nach London zu gehen. Ja, Fre