: Aino Laos
: Der Teufelskreis
: Ashera Verlag
: 9783948592707
: 1
: CHF 2.70
:
: Erzählende Literatur
: German
: 50
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Aino Laos, Musicalstar und Vocal Coach, unterhält die Leser auf abwechslungsreiche Weise in sechs fantastischen Kurzgeschichten. In der Sammlung sind enthalten: Das Duplikat - Eine Sherlock Holmes Story Die fliegenden Füchse Das Geschenk Alphatier Der Teufelskreis Passion Killer

Sängerin und Komponistin Aino Laos widmet ihr ganzes Leben der Kunst. Kreativität und Lei-denschaft haben dazu geführt, viele Alben im Rock-, Pop- und Musicalbereich zu schreiben und zu produzieren. Dies nicht nur für sich selbst, sondern auch für eine große Zahl anderer Künstler. Ob als Autorin und Komponistin von Musical-Uraufführungen oder mit Beiträgen zu verschie-denen Anthologien: Aino kennt keinen Stillstand.

Die fliegenden Füchse


 

Laura streckte zaghaft ihren Daumen aus und ein Gefühl der Angst stieg in ihr auf. Die Worte ihres Vaters hatten es geschafft, sie mit Furcht zu erfüllen, aber auch mit Wut. Ja, trampen war gefährlich, das wusste sie, einem Teil von ihr war es jedoch egal.

Sie wollte alle Vorsicht in den Wind schlagen.

Prompt hielt ein alter, baufälliger VW-Bus am Straßenrand und ein langhaariger Surfer steckte seinen Kopf aus dem Fenster. „Hey Dudette – soll ich dich mitnehmen?“

Sie schnappte sich apathisch ihren Rucksack und kletterte lautlos neben ihm hinein. „Du fährst also auch nach Byron Bay? Hast du da irgendwelche Freunde? Ich komme jeden Winter zum Surfen und für die coolen Partys hierher!“

Laura starrte nur stoisch aus dem Fenster und strich sich ab und zu das schlaffe blonde Haar aus den Augen.

„Du redest nicht viel, stimmt’s? Aber hey, das ist cool.“

 

 

Als sie schließlich am Strand ankamen, war klar, warum Byron Bay einen so magischen Ruf besaß. Die Sonne begann unterzugehen, und das Licht spiegelte sich in Rosa- und Violett-Tönen auf dem Pazifik wider. Dies war wirklich ein besonderer Ort.

„Das ist der östlichste Teil Australiens, weißt du! Von diesem Punkt an gibt es nur noch das große Nichts. Übrigens, mein Name ist Grant!“ Er wartete vergeblich auf eine Antwort. „Na ja, vielleicht sehen wir uns ja später!“

 

 

Sie schlenderte ziellos über den Strand. Der Sand knirschte seltsam unter ihren Füßen, als wolle er das tiefe Rauschen der Brandung ausgleichen. War dies wirklich das Ende ihrer Reise? Sie hatte sich immer gewünscht, hierherzukommen – ein Paradies für Freaks, Hippies und Aussteiger – vielleicht würde sie hier endlich Frieden f