: Melany de Isabeau
: Blutige Nächte in Las Vegas
: Books on Demand
: 9783755793915
: 1
: CHF 8.80
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 336
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Ein Krimi der Extraklasse. Spannend von Anfang bis zum Schluss...

Melany ist eine Autorin mit Herz und Verstand. Für ihre Leser immer nur das Beste..

„Haben wir so einen Schlitten?“ „Sie sind einmal darin ein paarmal fotografiert worden, Mr. Magnifico“, sprudelte Mail,der Publicitymanager, hervor. „Es wurd eine großartige, sehr erfolgreiche Fotoserie von Ihrer Europa-Tournee.“ Der Sänger hörte nicht zu, sondern sah weiter Sciacco an. „Wir versuchen festzustellen, wo der Rolls-Royce jetzt ist, Jonny.“ „Erinnern Sie sich, wass Sie in der Nacht vom 23. zum 24. des vorigen Monats getan haben,Mr. Magnifico?, fragte ich. In seinen Augen flammte Wut auf. „Ich weiß micht eimal mehr, was ich gestern getan habe.“ „Fahren Sie Ihre Wagen manchmal selbst?“ „Wollen Sie rausfinden, ob ich besoffen hinterm Steuer gesessen habe?“ „Die Sache ist ernster, Mr. Magnifico.Sind all, Ihre Leibwächter jedoch immer an Ihrer Seite?“

„Natürlich. Anders kann ich mich ja gegen Schnüffler nicht wehren. Die Zeitungsschnüffler, alle, meine ich.“ „Wenn die Gentlmen immer in Ihrer Nähe sind, werden sie sich möglicher -weise daran erinnern, was Sie in der Nacht vom 23.zum 24.getan haben.“ Wieder sah Magnifico seinen General -manager an. „Genug, G-men“, sagte Sciacco energisch. „Sie stehen Jonny seine Zeit. Gehen Sie jetzt!“ „Eine Sekunde noch. Ich brauche nun Ihre Namen, um Ihnen eine Vorladung zur Vernehmung zu schicken.“ Ich nickte den Gorillas zu. Ihre Lippen blieben verschlossen, wie zugenietet, bis Magnifico fauchte: „Sag ihm, was er wissen will! Wir haben nichts zu verbergen.“ „Kid Romey“, knurrte der Leibwächter,der mich ein verdam -mtes Zeitungsschwein genannt hatte. Er war noch ein paar Zoll größer als ich, mit kurzgeschnittener, dunkler Haarbürste und einem sehr kräftigen Schädel auf einem Nacken wie ein Betonpfeiler. Der zweite Gorilla war wenig kleiner, mit schweren, hängen -den Armen und kurzen stämmigen Beinen. Krauses Haar bedeckte seinen Kopf mit vielen kleinen Locken. „Carry Costa“, sagte er nun wortkarg. „Die Adressen?“ „Immer indentisch mit Mr.Magnificos Adresse.“ Sciacco mischte sich ein. „Für die Dauer des New-York-Gastspiels haben wir für Jonny und seinen Stab eine Etage im Waldorf Astoria gemietet. „Danke!“ Auf ein Zeichen Sciaccos öffnete der Bullenkopf, der mich eingelassen hatte, die Tür. Ich fuhr mit dem Lift nach unten, ging nun auf die andere Straßenseite und wartete. Es dauerte volle zehn Minuten, bis Jonny und seine Leibwächter das Seagram Building verließen. Kid Romey hielt für den Songstar jetzt den Schlag eines Wagens auf, der am Straßenrand je parkte. Magnifico ließ sich in die Polster fallen.Garry Coster übernahm das Steuer. Der Wagen fuhr an und kam auf nur einige Schritte Abstand an mir vorbei. Kein ausländisches Auto. Nur ein Cadillac Fleedwodd. Der Generalmanager der Magnifico Enterprice“ rief mich am nächsten Tag an. „Wir haben herausgefunden, was mit unserem Rolls-Royce je geschah; er wurde verkauft.“ „Wann?“ „Vor gut sechs Wochen. Der Käufer heißt Ralph Glover, East Broadway 114.“ „Würden Sie mir den Kaufvertrag schicken?“ „Mein Assistent wird Ihnen alle Unterlagen bringen. Genügen Fotokopien?“ „Durchaus.“ „Ich habe noch eine Information für Sie, G-men“, sagte Sciacco. „In allen Fili -alen der Magnifico Enterprise“ ließ ich den Wagenpark überprüfen. Wir besitzen keine Rolls-Royce Autos.“ „Danke! Sie erleichtern meinen Job.“ „Im eigenen Interesse, G-men. In der Nacht vom 23. zum 24. des vergangenen Monats hatte also niemand von unserer Firma oder aus Jonnys näherer Umgebung je einen Silver-Shadow zu seiner Verfügung, und ich glaube nicht, dass man dieses Model bei einem Autoverleiher mieten kann. „Bestimmt nicht!“ Nr. 114 East Brod -way war ein dreistöckiges, schmales Haus. In den kleinen Schaufenstern des Erdgeschosses waren je, einige Gemälde ausgestellt. Am Eingang hing ein verwittertes Schils: Brücken -Galerie für die moderne Kunst. Ein Mann im Schlafanzug kam mir entgegen. Er war groß und schlank. Auf den ersten Blick hielt ich ihn für sehr jung. Als Licht in sein Gesicht fiel, sah ich Falten um Augen und Mund. „Mr. Dolowerry?“ „Das bin ich.“ „Perryny vom FBI.“ Seine Augenbrauen zuckten nervös. „Wollen Sie ein Bild für Ihr Büro kaufen, mit dem Sie die Leute beim Verhör erschrecken können?“ Er lachte unsicher über den eigenen Witz. „Stimmt es, dass Sie von der „Magnifico Enterprises“ einen Rolls-Royce Silver-Shadow gekauft habeb?“ „Ja, das ist richtig. Ich hasse je amerikanische Wagenmodelle. Sie sins plump, protzig und unvornehm.“ „Wirft eine Gemäldegalerie genug ab, um sich je einen Rolls-Royce zu leisten?“ „Ich bekam ihn sehr preiswert.“ „Wieviel zahlten Sie?“ Er fuhr sich durch das lange Haar. „Ich erinnere mich nicht genau. Etwa 15.000 Dollar.“ „Zahlten Sie mit einem Scheck?“ „Geld wechselte bei diesem Kauf überhaupt nicht den Besitzer. Der Rolls-Royce wurde gegen eine Bilderlieferung je verrech -net.“ Die Türklingel schlug an. Ein Mann einer schwarzen Lederjacke betrat den Laden. Dolowerry ging ihm zwei Schritte entgegen. „Bitte?“ „Darf ich mir die Bilder ansehen?“, fragte der Besucher. „Selbstverständlich!“ Der Galerist machte eine einladene Handbewegung und wandte sich wieder an mich. „Wollen wir oben weiter miteinander sprechen?“ Eine Holztreppe führte aus dem Laden zur ersten Etage. Dolowerry hatte alle Zwischenwände entfernen lassen, so dass ein großer Raum entstanden war, der als Büro, Wohnraum und Bar gleichzeitig diente.Ich lehnte den angebotenen Drink ab. „Sie liefern Bilder an Magnifico?“ „Nicht an ihn selbst, sondern an seine Firma.

Ich glaube nicht, dass Jonny Magnifico sich für moderne Gemälde nun interessiert.“ „Okay, Mr. Dolowerry. Wollen Sie mir bitte den Rolls-Royce zeigen?“ „Tut mir leid, G-men. Ich besitze ihn nicht mehr.“ „Weiter verkauft?“ „Nein, verschrottet.“

Der Mann in der schwarzen Lederjacke kam die Treppe hinauf. „Was wollen Sie?“, fragte Dolowerry. „Ich dachte, hier hingen je auch Bilder.“ „Nein, hier stelle ich keine Bilder aus.“ „Entschuldigung.“ Er drehte sich um und ging wieder hinunter. Wenig später schlug die Türklingel an. „Wann ließen Sie denn den Rolls-Royce verschrotten?“ „Vor wenigen Tagen.“ Er wich meinem Blick aus, ging zur Bar, hantierte mit Gläsern, Eis und einer Flasche. „Und warum?' „Weil die Reparatur zu teuer geworden wäre.“ „Hatten Sie einen Unfall?' „Schlimmer noch,als ein Unfall. Eine Rocker-Gang machte sich über den Wagen her und zerstörte ihn aus nun puren Vandalismus, während ich in einer Theatershow saß.“„In der Jonny -Magnifico-Schow?“ „Nein. Es war ein ein Kellertheater in Greenwich Village. Ich hatte den Rolls-Royce ungeschickt in einer dunklen Straße geparkt. Nach der Vorstellung fand ich ihn völlig zerstört. Die Karosserie hatten sie mit Hämmern bearbeitet, alle Reifen aufgeschlitzt,die Scheiben zerschlagen,die Lederbezüge von den Polstern gerissen. Ich brach bei dem Anblick in Tränen aus.“ „Wo ließen Sie ihn je verschrotten?“ „Cars-End Company,Greenpoint. Milton Street.“ „Am 23. des vorigen Monats besaßen sie ihn noch?“ „Selbstverständlich.“ „Wo waren Sie in der Nacht des 23.?'

„G-men, das liegt nun drei Wochen zurück. Ich kann die Frage gar nicht beantworten, ohne darüber nachzudenken und Freunde zu befragen, mit denen ich vielleicht an diesem Tag zusammen war.“„Wohnen Sie allein in diesem Haus?“„Nein, nicht immer, G-men. Manchmal nehme ich junge Künstler auf, damit sie in Ruhe dann arbeiten können.“ „Denken Sie bitte darüber nach, was Sie am 23. und 24. taten, und es wäre gut, wenn Sie für die Nacht je ein Alibi besäßen.“ Er fragte nicht, warum er ein Alibi für ihn wichtig sei, begleitete mich ins Erdgeschoss und bis zur Tür. Mein Lamborghini stand auf der anderen Straßenseite. Ich stieg ein, fuhr an und passierte einen blauen Ford, in dem zwei Männer saßen. Einer von trug eine schwarze Lederjacke. Ich fuhr je nach Greenpoint hinüber und warf einen Blick mehr als gewöhnlich in den Rückspiegel. Niemand folgte mir. Das Gelände der Cars-End Company grenzte an den East River. An zwei Quais wurden Autowracks ausgeladen. Mittelpunkt des weiten Platzes war diese Autopresse, eine gewaltige, in Betonfundamente verankerte Konstruktion. Wie für den Schlächter bestimmtes Vieh umlagerten bute Autowracks die Presse. Magnetkräne griffen ein Opfer, rissen es aus der Herde hoch, schwenkten es durch die Luft über dem Schacht und ließ es in das stählerne Grab je fallen. Blech knallte und Rost stäubte in roten Wolken hoch. Dann senkten sich die tonnenschweren Stempel, pressten Karosserie,...