: Hannah Marie Schmitz
: Adlertochter Die goldene Feder
: Books on Demand
: 9783756250431
: 1
: CHF 5.30
:
: Fantasy
: German
: 386
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Eine junge Frau, sagenumwobene Gestaltwandler, ein mysteriöser Krieger und eine schicksals­­verändernde Schlacht. Das Leben des Waisenmädchens Evanna ändert sich schlagartig, als sie eines Morgens in einem fremden Zeltlager erwacht. Angeblich soll sie die Nachfahrin der Obersten Adler und als kleines Kind bei den Menschen versteckt worden sein. Nun aber kann auch die Stadt sie nicht mehr vor den Augen des Feindes verbergen. Die Adlerstämme sehen sich einem alten Feind gegenüber, der ihre geheime Existenz bedroht. Ausgerechnet auf Evanna ruht nun die ganze Hoffnung der Adlerstämme. Doch wie soll eine junge Frau, die sich weder verwandeln noch fliegen kann, die Zukunft der Stämme retten und einen blutigen Krieg verhindern? Wird es Evanna gelingen als Oberste Adlerin die Stämme zu vereinen und den Feind zu besiegen? Der spannende Auftakt zum Fantasy Epos"Adlertochter"< r />
Hannah Marie Schmitz wurde 1999 in Bonn geboren und lebt seit ihrer frühen Kindheit in der Vulkaneifel. Hier entdeckte die junge Frau ihre Leidenschaft für das Schreiben bereits früh. Zwischen Burgruinen, ungezähmter Natur und schlummernden Vulkankratern spinnen sich fantastische Geschichten von fremden Welten und Wesen wie von selbst. Starke Frauen, Freiheit, die Liebe zur Natur und der Glauben an das Gute in jedem von uns, sind Hannah Marie Schmitz dabei besonders wichtig. Mit »Adlertochter - Die goldene Feder« debütiert sie in der Welt der Autoren, doch Evannas Geschichte hat gerade erst begonnen.

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Es hatte letzte Nacht geregnet. Aber nicht diese Art von schönem Sommerregen, dessen Duft einem am nächsten Morgen so lieblich in der Nase kitzelte und dessen Melodie einen des Abends sanft in den Schlaf wiegte. Nein, geschüttet hatte es. Geschüttet, als wollte der Himmel allen Schmutz und Gestank der Stadt in nur einer Nacht fortwaschen. Es war ihm nicht gelungen. Der Matsch stand so hoch auf den Straßen, dass ich samt meinen Schuhen knöcheltief darin versank. Die Stadt schien mir an diesem Morgen sogar noch dreckiger als sonst. Der Regen hatte allen Morast der Wege in sich aufgelöst und das schmutzige Wasser stand nun in jedem Winkel unseres Viertels. Die Räder der ersten Kutschen an diesem Morgen hatten bereits tiefe Rillen in den Gassen hinterlassen und das schmatzende Geräusch, das die Schuhe der emsig wimmelnden Menschen beim Durchwaten des Matsches verursachten, mischte sich mit ihrem Gerede. Fauliger Gestank des in der zunehmenden Hitze verdampfenden Wassers ließ mein mageres Frühstück wieder in mir aufsteigen. Ich schluckte einmal energisch und machte mich im gewohnten Trott auf zu dem kleinen Marktplatz neben einer der Kathedralen. Drängelnd und stolpernd hastete ich durch die engen Gassen und zwischen den windschiefen und teilweise zerfallenden Häusern der Stadt. Die Sonne war seit beinahe einer Stunde vollständig aufgegangen. Es würde nicht mehr lange dauern, bis die besser betuchten und edel gekleideten Damen und Herren aus der morgendlichen Messe strömten, und bis dahin wollte ich meinen Stand aufgebaut haben. Es war die einzige Gelegenheit, zu der sie sich auf diesem Platz blicken ließen, und die beste Möglichkeit, ihnen meine Waren zu präsentieren. Dessen waren sich leider alle Händler bewusst, und ich bezweifelte, noch einen guten Platz ergattern zu können.

Meine Befürchtung bewahrheitete sich, als ich schließlich