: Sabine Grassy
: Frühfarbtaucher Leonie kämpft gegen den Erledigt-Stempel
: Books on Demand
: 9783755766001
: Eddy und Mo
: 1
: CHF 2.50
:
: Literatur: Allgemeines, Nachschlagewerke
: German
: 312
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Können wir einem Teenager helfen, der mehr Zeit im Hospiz verbringt, als in Schulhefte zu gucken? Das Leben hat sie zerlegt. Ein Regenbogen, der Hände verbindet? Zu spät für eine zweite Chance? Diese Fragen brennen mir unter den Krallen, als wir Leonie kennenlernen. Trauerbegleitung als Mission bringt Eddy und mich an emotionale Grenzen. Sie ist viel zu jung, um vom Leben abgestraft zu werden. Übungen beherrschen zum Loslassen und eine Familie, die gedanklich in einem Zug an ihr vorüberfährt, ihr zuwinkt, während sie an den Gleisen zum Straucheln kommt? Wir reißen ihr den Erledigt-Stempel aus der Hand und bewegen die Welt, die für sie stillsteht. Es darf noch nicht zu spät sein ... EDDY und MO Wer sind die zwei? Eddy (West Highland White Terrier) und Mo (Shih Tzu) kommen an ihre Grenzen bei jeder Mission. Aufgeben ist keine Option, weil sie wissen, dass das ehrlichste Lächeln von Menschen ausgeht, die gelitten haben.

Nicht alles, was im Leben trägt, lässt sich in Worten verpacken. An Stellen, an denen der Autorin viele fehlen, kommen ihre Hunde ins Spiel. Menschlich enttäuscht von Schauspielern, die sich ihr beruflich in den Weg stellten, nahm sie Abschied vom vielfach idealisierten Traumjob und findet seither Erfüllung in der Auseinandersetzung mit Themen, die WIRKLICH wichtig sind. Trauer, Mobbing, zwischenmenschliche Irritationen und gesundheitliche Dekompensationen, selbst wenn es die Tragik spiegelt, jahrzehntelang für eine Psychiatrie tätig gewesen zu sein; als notwendiges Aufwachen von ihr bezeichnet.

Leer


Zu Hause bei Leonie treffen wir nicht – wie erwartet – auf ein Zimmer mit Ballerspielen oder ähnlichen Utensilien, die dem Abbau von Stress und überschüssiger Energie dienen.

Keine Ahnung, was ich in ihr gesehen habe, sie ist ein ›normales‹ Mädchen mit den üblichen Wünschen und Träumen aller Teenager in ihrem Alter.

»Macht es Euch bequem, bevor ich das Schlachtermesser hole. Ich habe Hunger auf ein saftiges Terrier-Schnitzel oder neu definiertes Shih Tzu-Sushi«, witzelt Leonie.

Der Humor, den Eddy liebt, mich hingegen abschreckt und für Verweigerung prädestiniert ist.

In der Hand hält sie nicht das angepriesene Besteck, sondern eine Schale mit Wasser und zwei Kauknochen.

Überrascht ob der Tatsache gerüstet für das Wohlergehen zweier Hunde zu sein, interessiert mich zuerst, woher sie weiß, was wir lieben und brauchen.

Fragen erübrigen sich, als sie unmittelbar erklärt, dass ein vierbeiniger ›Allesklauer‹ ihr über Jahre den Gedanken vermittelt hätte, dass er i