: Klaus P. Fischer
: Hans-Jürgen Sträter
: MENSCH-GOTT-KIRCHE Ein labiles Dreieck
: Books on Demand
: 9783755794264
: 1
: CHF 5.30
:
: Christentum
: German
: 144
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die päpstliche Enzyklika Die Freude der Liebe (2016) fand zwiespältige Aufnahme: viel Zustimmung, aber auch Kritik: es fehlten klare, handliche Direktiven - die aber (fürchten andere), kämen sie, den Willen Gottes fälschen würden. Der Konflikt könnte Anlass sein, die Voraussetzungen auf den Prüfstand zu stellen, unter denen man in Kirche und Öffentlichkeit Urteile und Schlüsse auf Menschen in irregulären Lebensumständen zog und zieht. Hat Gott nicht doch einen anderen Blick für uns Menschen?

3. Die Ohnmacht des endlichen Intellekts


Einem Mathematiker und Physiker stellt sich die menschliche Erkenntnis-Situation so dar,"dass es der freie, in Symbolen schaffende Geist ist, der sich in der Physik ein objektives Gerüst baut, auf das er die Mannigfaltigkeit der Phänomene ordnend bezieht. Es bedarf dazu keiner solchen von außen gelieferten Mittel wie Raum, Zeit und Substanz-Partikel: er nimmt alles aus sich selbst".9

Diese Sicht knüpft anHeideggers Beobachtung an, dass die Physik es nie mit"bloßen Tatsachen" zu tun hat, sondern diese immer schon einbezieht in ihren"mathematischen Entwurf der Natur selbst", in dessen Licht und Muster sie die Tatsachen findet, methodisch ordnet und umgrenzt.

So stelle sich die Wissenschaft von der Natur dar als"vorgängiger Entwurf" ihrer