: Klaus P. Fischer
: Christus in postmoderner Zeit Mythen und Symbole im Sprachspiel des Glaubens
: Books on Demand
: 9783755725336
: 1
: CHF 5.30
:
: Christentum
: German
: 140
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Das Christentum - meinen viele - komme aus einem längst vergangenen mythischen Weltbild und könne dem Menschen einer naturwissenschaftlich-technis hen Welt nichts Gültiges mehr sagen. Allenfalls brauchbar seien Impulse seiner Ethik, aber ohne den'ideologischen Überbau'. Diese Denkart spiegelt eine äußerst verkürzte Sehweise, der die Vielschichtigkeit und Hintergründigkeit der Welt entgeht, welche aber von Dichtung, Musik, Bildender Kunst und Religion wahrgenommen und dargestellt wird. Die mythisch-symbolische Sprechweise der Bibel, des christlichen Glaubens verwahrt Erkenntnisse und Einsichten von größerer Bedeutung für die menschliche Existenz; diese wäre ohne die archaische Form quasi unaussprechlich und nicht mitteilbar. Dieses Buch möchte Suchende anleiten, sich der Tiefgründigkeit von Glaube und Welt mutig zu nähern. Herausgeber: Hans-Jürgen Sträter, Adlerstein Verlag

2.Hermeneutik als Lebensaufgabe

Die Bibel versteht sich im Wesentlichen als Botschaft oder Offenbarung Gottes. Allerdings kommt diese daher in fremdem Gewand, in mythischer oder halb-mythischer Ausstattung! Sie kann so nur Menschen ansprechen, die mythisch Klingendes nicht von vornherein ins Museum stellen.

Im 20. Jahrhundert hat sich das geisteswissenschaftliche Interesse verstärkt um dieHermeneutik, dieWissenschaft vom Verstehen bemüht. Sie, vielen unbekannt, hilft, biblische Texte, auch die sogenannten christlichen Mythen und ihren Sinngehalt zu entdecken und zu erhellen.

Gegen bekannte Vorurteile weist sie nach, dass die neuzeitliche Aufklärung (auf der Linie vonKants Schrift"Was ist Aufklärung?"), jungen Leuten heute über die Lehrpläne der Schulen vermittelt, bei allen berechtigten Anliegen Grund-Werte wie Autorität und Tradition dermaßen vernachlässigt, dass sich in den meisten Menschen das Gefühl einstellt, das für sie Lebenswichtige selber finden zu müssen, es inhaltlich verstehen und damit umgehen zu können.

Dieses Gefühl wird verstärkt durch den seit der Aufklärung aufkom