: Christoph Bernhardt, Thomas Hardtmuth, Christoph Hueck, Hartmut Ramm, Bernd Ruf
: Michaela Glöckler, Andreas Neider
: Corona - Was uns die Pandemie lehren kann Diagnosen, Erfahrungen und Kraftquellen für die Zukunft
: Books on Demand
: 9783755724704
: 1
: CHF 7.90
:
: Soziologie
: German
: 352
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Mit dem Jahr 2022 stehen wir in der Pandemie vor der Frage: Gelingt es uns, die Stimmen von Covid-19-Impfbefürworten und Skeptikern als eine zweistimmige Melodie zu hören, deren beide Stimmen gleichberechtigt nebeneinander zu einem Ganzen erklingen können? Oder bleibt es dabei, dass Impfskeptiker nur in die Ecke von'schwurbelnden Querdenkern' geschoben oder als'Egoisten',&apos Covidioten' u.ä. bezeichnet werden? Brauchen wir nicht vielmehr diese zweite Stimme gegenüber der offiziellen Melodie, um den Lehren aus der Pandemie gerecht zu werden, um von den Konsonanzen und Dissonanzen das Notwendige zu lernen und der gesellschaftlichen Spaltungstendenz etwas Versöhnliches entgegenzusetzen? Die acht Beiträge dieses Buches wollen zu einer Besinnung beitragen, die das Vertrauen auf die gesunden Grundlagen menschlicher Immunität stärkt. Die anthroposophisch orientierten Autor*innen ziehen damit auch ein Resümee aus ihren zweijährigen Erfahrungen mit der Pandemie, die sie gerne mit den LeserInnen teilen möchten.

Christoph Bernhardt, Dr. med., Jahrgang 1970, Studium der Humanmedizin an der Universität Hamburg. Danach Ausbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin. Seit 2002 in eigener, allgemeinmedizinischer Praxis in Hamburg niedergelassen mit dem Schwerpunkt hausärztliche Grundversorgung und anthroposophische Medizin. Daneben publizistische und Vortragstätigkeit zu medizinischen und anthroposophischen Themen.

VORWORT

„Wäre ich Musiker, so könnte ich ohne Schwierigkeit eine zweistimmige Melodie schreiben, eine Melodie, welche aus zwei Linien besteht, aus zwei Ton- und Notenreihen, die einander entsprechen, einander ergänzen, einander bekämpfen, einander bedingen, jedenfalls aber in jedem Augenblick in der innigsten, lebendigsten Wechselwirkung stehen. Und jeder, der Noten zu lesen versteht, könnte meine Doppelmelodie ablesen, sähe und hörte zu jedem Ton stets den Gegenton, den Bruder, den Feind, den Antipoden.“1

Mit Beginn des neuen Jahres 2022 stehen wir vor allem in Deutschland genau vor dieser Frage: Gelingt es uns, die Stimmen von Covid-19-Impfbefürworten und Skeptikern als eine zweistimmige Melodie zu hören, deren beide Stimmen gleichberechtigt nebeneinander zu einem Ganzen erklingen können? Oder bleibt es dabei, dass Impfskeptiker nur in die Ecke von schwurbelnden „Querdenkern“ geschoben werden oder als Egoisten, „Covidioten“ u.ä. bezeichnet werden?

Brauchen wir nicht vielmehr diese zweite Stimme gegenüber der offiziellen Melodie, um den Lehren aus der Pandemie gerecht zu werden, um von den Konsonanzen und Dissonanzen das Notwendige zu lernen und der gesellschaftlichen Spaltungstendenz etwas Versöhnliches entgegenzusetzen?

Die angesprochene Doppelmelodie könnte dann in ihrer zeitgenössischen Interpretation so klingen:

  • Die Covid 19 - Impfung ist für viele Menschen eine vernünftige Lösung, die allgemeine Impfpflicht für alle ist es nicht!
  • Wir können uns aus der Pandemie nicht „Rausimpfen“, denn das Virus verändert sich und wird „endemisch“ – aus der Pandemie wird eine Endemie.
  • Noch fehlen die empirischen Beweise für die dauerhafte Wirksamkeit der I