: Susi Müller
: Familien Treffen mit Neuigkeiten Ist gegenseitiges Vertrauen sinnvoll?
: Books on Demand
: 9783755764502
: 1
: CHF 3.90
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 276
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die Familie der Kürbisanbauer kämpft um Geld und Anerkennung. Liebe, Zwietracht, Neid aber auch Freude stehen ins Haus. Wem soll man vertrauen? Wie soll man sich verhalten? Zwei Brüder kämpfen um die Gunst der Mutter oder vielleicht auch um ihr Geld? Um die Liebe wird gekämpft, man kann es dem Anderen nicht gönnen. Viel Spaß - schaut mal rein.

Susi Müller schreibt mit großer Freude Kinder- und Jugendgeschichten sowie Romane für Erwachsene.

Laut ertönt Maries Stimme durch das Haus: „Los, Los, seid ihr fertig? Kommt, es wird Zeit. Ihr wisst genau, Mutter wird ärgerlich, wenn sie auf uns warten muss. Raus aus dem Haus!“

Mit einem großen Blumenstrauß in der linken Hand ging sie langsam, wartend Richtung Haustüre: “David, bitte nimm das Geschenk mit.“

Ein hübscher, junger Mann kam um die Ecke: „Ja, Mutterl mach ich schon.“

„Pass auf!“ Meinte Marie nochmal schnell zu ihm: “Petra? Brauchst Du eine extra, Einladung?“

David hob das Geschenk auf: “Ich weiß doch, dass es eine Vase ist. Wer hat Dich denn beim Einkauf begleitet? Ha? Das war wohl dein gutes Kind. Oder?“

„Wie konnte ich das denn vergessen. Natürlich.“ Sie schaut ihn an.

„Dein Vater braucht auch ewig.“

Während sie die Treppen hinaufschaut, ruft sie laut: “Johann? Petra? Bitte meine Schönheiten. Geburtstag ist heute. Los kommt.“

Von oben ertönt ein Lachendes: “ Mit der Ruhe, wir kommen ja schon beide.“

„Schon? Und dann auch noch gleich Beide. Welch eine Ehre für uns. Los kommt jetzt. Deine Ruhe ist wieder mal schrecklich.“

„Oh la, la. Wie hübsch mein Frauchen aussieht. Mein Herr Sohn auch in neu. Na dann, ab in den Kampf.“ Liebevoll küsste er Marie: “Schön.“

Sie schaut ihn an, leicht lächelnd: „Wir wollen uns doch nicht, vor der anderen Familie Schlagl verstecken müssen. Inge gibt bestimmt wieder her, was möglich ist. Raus jetzt.“ Damit meinte sie ihre Schwägerin, die sehr gerne angab. Nur das Beste vom Besten war für sie und ihre Familie gut genug.

Zusammen gingen sie aus dem Haus. Während des Weges meinte David: “Papa, darf ich fahren?“

Sein Vater verzieht fragend sein Gesicht, schaut ihn schief an: “Du gerne, aber nicht jetzt. Es ist zu knapp, deine Mutter schimpft schon genug.“

„Ja gut. Aber ich hätte auch schnell fahren können.“

Worauf sein Vater meint: “Pass auf, ich trinke ein Glas Wein. Dann brauche ich einen Chauffeur nach Hause? Was meinst Du?“

Freudig lächelt sein Junior: “Bin ich sofort einverstanden.“

Familientypisch eingespielt, ohne Worte öffnet jeder eine Autotür um sich hineinzusetzen.

Der Weg war nicht weit zum Fahren. Die Strecke auf der öffentlichen Straße kurz.

Berta eine gute Freundin der Mutter stand vor der geöffneten Haustüre. Strahlend winkend, grüßte sie: “Kommt nur rein meine Lieben, alle warten auf euch.“

Johann: “Berta was heißt denn alle? Wie viele Leute hat Mutter eingeladen?“

„So schlimm ist es nicht. Bitte geht gleich durch ins Wohnzimmer.“

Nach Bertas Anweisung gingen sie gleich durch. Sein Bruder mit seiner Frau Inge, sein Sohn Patrick, und Tochter Romana standen mit einem Glas in der Hand um einen extra dafür aufgestellten Stehtisch. Daneben noch ein Stehtisch mit Mutters Freundinnen Ida und Julia. Alle waren sehr schön angezogen. Die Damen mit extra zurechtgemachter Frisur, unterstützt mit edlem Schmuck hergerichtet.

Seine Mutter kam herein: “Hallo meine Lieben, es geht gleich los. Ich habe gerade in der Küche Bescheid gegeben.“ Bei jedem großen Festen im Haus ließ sie Essen von einem Restaurant bringen. Damit verbunden, trugen geübte Servierkräfte das Essen auf und bedienten die Gäste.

Johann ging auf seine Mutter zu, während er sie umarmt: „Mutti, alles Gute zum Geburtstag.“ Dabei bekommt sie einen dicken Kuss auf die Wange.

„Langes Leben hast Du vergessen.“ Wirft seine Schwägerin Inge lächelnd von hinten ein.

„Aber nein, das ist für Johann eine Selbstverständlichkeit, über die man nicht zu sprechen braucht. Alles Gute auch von mir Mutti. Viel Freude und die beste Gesundheit.“ Auch von der Schwiegertochter gab es ein Küsschen.

Dann Petra: „Omi alles Gute. Bussi.“ Liebevoll umarmte sie die Großmutter mit mehreren Busserl.

David: “Omi nur das Beste, für so eine schöne Frau.“ Er kam nicht mehr zum Küssen. Seine Oma musste lachen, winkte mit der Hand, ab während sie sich wegdrehte: “Also David, Du bist mir einer. Bitte kommt.“ Schnell drückt David ihr den Kuss auf die Wange: “Hab ich dich doch noch erwischt.“ Sie lacht.

Ein Tablett mit vollen Sektgläsern und Orangensaft oder nur Saft wurde von den Bedienungen hereingetragen.

Freundlich gingen sie von Person zu Person, damit sich jeder selbst bedienen konnte.

„Bitte nehmt euch ein Glas, damit wir auf meinen Ehrentag anstoßen können.“ Sie ging zum CD-Player, drückte den Knopf. Laut erklang, heut ist der schönste Tag in meinem Leben, es ist ein Wunder, dass es so was gibt.“ Gesungen von Rudolf Schock. Nebenbei ertönte: „Gudrun lebe hoch.“ Mitgesungen und geprostet. Fröhlich hob jeder sein Glas, Frau Schlagl zum Anstoßen entgegen. Es dauerte ein Weilchen bis jeder dran kam.

Zur gleichen Zeit wurde im Esszimmer angefangen aufzutragen.

„Darf ich zu Tisch bitten?“ Sie ging voraus. Das Geburtstagskind stellte sich an die Stirnseite, wartete bis von den Gästen ein jeder, seinen üblichen Platz eingenommen hatte. Man kannte sich, es war Familie mit den Freundinnen der Mutter. Die beiden Söhne Johann und Sepp, waren mit den Freundinnen schon von klein auf vertraut. Daher ehrten sie diese mit dem Ausdruck Tante.

Das Menü bestand aus einer kleinen Suppe mit ein paar Tomatenstücken als Einlage. Hier waren die paar Esslöffel schnell gemacht. Dafür wurden die Suppenschalen mit weißen Handschuhen abgetragen. Nun präsentierte das Personal mit Vorlegeplatten wunderbar gebratenem Fleisch oder Fisch. Kleine Kartoffelnester, mit verschiedenen Gemüsen. Unterschiedliche kleine Pasteten. Jeder konnte sich bedienen.

„Meine Lieben, bitte nehmt, wie es beliebt. Die Vorlegeplatten werden ohne Unterbrechung gereicht. Es sind so viele verschiedene Köstlichkeiten, ihr solltet Wahlmöglichkeiten nach euren Wünschen haben.“

„Ich vermisse etwas mit Kürbiskörner, liebe Mama?“ Kam von Inge.

Die Mutter: „Mit Absicht meine Liebe. Da wir die ja immer um uns haben, mit Absicht, heute mal etwas ganz ohne.“

Marie griff ein: „Ja das kann ich verstehen, es ist Dein Geburtstag und da soll alles etwas Besonderes sein.“

Jetzt wollte Sepp auch was sagen: „ Mutti, das hast Du gut gemacht. Wir leben doch von den Körnern ganz gut, dann können wir uns doch, auch etwas leisten. Also mir schmeckt es sehr gut.“

„Das ist alles, was ich wollte. Freut mich. Genießt es, damit wir einen gemütlichen Abend zusammen verbringen. Mein Geburtstagswunsch von Euch.“ Meint Frau Schlagl.

Ein paar Minuten vergehen, ohne Worte mit Essen. Na so, schmeckte es wohl jedem ganz gut. Die Bedienungen standen zufrieden wirkend, ruhig am Rand.

Julia, Mutters Freundin fragt: “David hast Du schon einen Führerschein?“

„Nein, Johann ist vorgefahren!“ Schoss es aus Berta.

„Sag mal, bist Du in David verliebt, dass Du so schnell für ihn antwortest?“ Groß schaut Julia auf die jetzt verdutzt wirkende Berta.

"Nein, ich bin doch vorher, als sie kamen gerade in der Haustüre gestanden. Mensch Du bringst David in Verlegenheit.“ Strafend wirft Berta einen Blick auf Julia. Denn Berta sah in Davids Gesicht. Dieser jetzt ganz rot und peinlich berührt. Dies ging in der Menge unter, alles wirkte so lustig, man musste einfach nur lachen. Nach einem kurzen Moment des sich wieder Fangens, lachten auch David und Berta mit. Die Stimmung ging jetzt mit lockeren Worten im Gespräch hin und her.

„Also ich sag euch was, wenn der Nachtisch fertig ist, hätte ich gerne die Geburtstagsgeschenke gesehen. Ich kann nicht mehr warten, sonst platzte ich vor Neugierde.“ Alle schauen sie groß, ruhig, erstaunt an.

„Tante Berta, Du bist heute noch so wie früher.“ Kam von Johann.

„Warum denn nicht? Heute ist doch ein neuer Geburtstag. Der als Du klein warst, ist doch schon lange vorbei. Pah!“ Gelächter. Sie war auf allen seinen Kindergeburtstagen und da auch neugierig.

Lachend steht das Geburtstagskind von ihrer Stirnseite am Tisch auf: „Also bitte kommt. Meine Gäste können nicht mehr erwarten, zu erfahren was ich auf meine alte Tage, zum Geburtstag bekomme.“

Julia kann sich es nicht verkneifen: „Berta, Du bist heute noch so neugierig wie im Kindergarten.“

„Das ist nicht wahr! Wer hat denn die ganze Zeit im Kindergarten den Tanten ein Loch in den Bau gefragt?“ Kam prompt die Rückfrage.

Frau Schlagl während sie zu ihrem Gabentisch ging: „Auf jeden Fall benehmt ihr euch beide immer noch wie im Kindergarten.“ Na was Solls, es endete im Gelächter. „Kommt schon, wenn ihr was sehen wollt. Ich weiß ihr seid alle neugierig.“

Sie hebt den rechten Arm, zeigt auf die Vase mit den Blumen: „Ich mache erst die großen...