: Jörg Becker
: Potenzial mit Wissen Reskilling-Erzählung
: Books on Demand
: 9783755778936
: 1
: CHF 5.30
:
: Literatur: Allgemeines, Nachschlagewerke
: German
: 139
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Wissen verzaubert die Welt in dem Maße, dass hierdurch gewonnene Erkenntnisse von der Wirklichkeit ein Bild zeichnen, das immer komplexer wird und bei allem Zuwachs an Wissen nicht den Anschein erweckt, dass es sich jemals ganz vollenden ließe. Ein Bild ohne einfache Kausalzusammenhänge. Zumindest lassen sich diese oft nur immer schwerer finden. Was zwangsläufig ein Bedürfnis nach Einfachheit, nach konkreter und anschaulicher Verknüpfung von Ursachen und Wirkungen weckt. Was aber wiederum selbst zur Komplexitätssteigerung der Welterkenntnis beiträgt.

Jörg Becker ist Inhaber eines Denkstudios für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen.

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Steht die Sonne neben einem Stern, krümmt sie den Weg des Lichts zur Erde, so dass er einem Beobachter dort etwas von der Sonne weggerückt erscheint. Bei Entscheidungen, die von der Menschheit in den nächsten Jahrzehnten getroffen werden, beispielsweise zu Zuwanderung, Atomkrieg, Terrorismus, Big Data, Zivilisation, Nationalismus u.a., könnte es um die Zukunft des Lebens also solchem gehen. Und diese Entscheidungen können immer auch nur auf der Basis des gegenwärtigen Weltbildes getroffen werden. In mancher philosophischen Denkweise müssten wir uns beim Rätsel Mensch von dem traditionellen Bild jenes Wesens verabschieden, das so stolz auf seine Freiheit und seinen Willen ist. Denn je mehr Macht und Einfluss der Datensysteme wachsen desto mehr muss der Mensch die Illusion, Souverän der eigenen Entscheidungen zu sein, aufgeben.

"Weil sein Bewusstsein mit den Computern nicht mehr mithalten kann?"

"Ja, und er sich mehr und mehr in ein Geschöpf der Algorithmen verwandelt."

Das heißt, wer noch die Kontrolle über sein persönliches Dasein und die Zukunft seines Lebens behalten will, muss sich selbst erkennen?"

"Und schneller sein als die Algorithmen."

"Illusionen sind dabei zu viel Gepäck."

"Und sollten deswegen besser zurückgelassen werden."

"Dafür braucht es aber eine Menge an geistiger Flexibilität."

"Und große Reserven an emotionaler Ausgeglichenheit."

"Ein überraschender Fluchtpunkt könnte dabei der geheimnisvolle, unentdeckte Geist eines jeden Menschen sein."

"Also nicht sein von Algorithmen gekapertes, klapperndes Bewusstsein?"

"Nee, man muss sich eben anstrengen, um erkennen zu können, wer man wirklich ist."

"?"

"Um auf diese Weise in einer viel zu komplizierten übermächtigen Welt der perfekten technologischen Täuschungen und Manipulationen eine letzte persönliche Gewissheit zu retten."

 

Die Stadtentwicklung und Raumplanung steht vor einem Umbruch: an vielen Standorten haben Wanderungsbewegungen, Alterung der Gesellschaft u.a. unübersehbare Probleme geschaffen. Während sich die Planungsüberlegungen der meisten Standorte in der Vergangenheit überwiegend wachstumsbezogen orientiert haben, geht es heute um eine mehr differenzierte Betrachtungsweise. Für die erforderliche Neuorientierung für den Umgang mit der sich weiter ausdifferenzierenden räumlichen Entwicklung müssen Städte und Gemeinden daher eigenständige Leitbilder entwickeln. Da die Menschen aufgrund der Konzentration der nicht lokalgebundenen Arbeitsplätze in den Metropolregionen häufiger umziehen, erhöhen sich in vielen Wohngebieten auch die Fluktuationsraten.

"Eigenständige Leitbilder der Standorte müssen daher auch eine Antwort darauf geben, wie Hektik und Enge der Arbeitswelt mit zukunftsfesten Wohn- und Lebensbedingungen in Einklang gebracht werden sollen."

"Richtig, beim Standortmarketing bewegt sich eine Kommune aber in