Unverhältnismäßige Prävention
Alleine schon die bekundete Sorge, es könnte etwas Schlimmes passieren, reicht heute aus, um drakonische, in sich untaugliche Vorsichtsmaßnahmen zu verhängen, die ihrerseits eine ganz eigene Qualität des Krisenhaften generieren. Wir leben in einer Blase der Krisensimulation, die einen Rattenschwanz an realen Krisenherden produziert.
Unverhältnismäßige Prävention tötet Leben. Damit niemand krank wird, werden alle eingesperrt – und werden dadurch krank. Seltsam nur, dass diese Präventiv-Philosophie vor Corona nicht in die Tat umgesetzt wurde. Schließlich ist das Leben schon immer lebensgefährlich gewesen. Nicht umsonst also wird unter den Kritikern die Gefahr vor der Etablierung einer Gesundheitsdiktatur beschworen.
Eine Terminologie aus der Gefangenenhaltung wird nunmehr gesellschaftsfähig: der Lockdown als Festsetzung von Gefängnisinsassen in ihren Zellen.
Das Recht auf Krankheit
Das Recht auf Krankheit wird uns Menschen abgesprochen. Auch der körpereigenen Fähigkeit der Immunabwehr wird nicht mehr das zugestanden, was viele Millionen Jahre Evolution durch symbiotische Prozesse bis