Inhaltsstoffe der Wunderpflanze
Die Artemisia-Blätter sind reich an Eiweiß, gesunden Fettsäuren und Kohlenhydraten. Der Eiweißgehalt ist mit 27,1 Prozent beachtlich. Blattpulver besteht zu 8,34 Prozent aus Fettsäuren und zu 10,5 Prozent aus Asche mit wertvollen Mineralstoffen und Spurenelementen.
Mineralstoffe und Spurenelemente
Die Blätter enthalten Eisen, Mangan und Zink sowie auch Kalium, Kalzium, Phosphor, Schwefel und Bor in hoch konzentrierter Form. Eisen ist wichtig für die Blutbildung, fürs Immunsystem, zum Aufbau von Enzymen, Neurotransmittern und Hormonen. Zink fördert ebenfalls die Enzymbildung, daneben auch die Wundheilung, die Zellerneuerung und die Koordination von Nerven, Gehirn und Muskeln. Mangan hilft beim Aufbau von Knorpelgewebe und Bandscheiben und wirkt Osteoporose entgegen. Kalium entspannt den Herzmuskel und ist als Gegenspieler zu Natrium wichtig für das Säure-Basen-Gleichgewicht; außerdem ist es an der Herstellung körpereigener Eiweiße und an der Verstoffwechselung von Kohlenhydraten beteiligt. Kalzium stärkt Knochen und Zähne und wird in pflanzlicher Form besser verstoffwechselt als Kalzium tierischer Herkunft, weil keine Säuren wie Purine entstehen. Phosphor ist wichtig für den Energiestoffwechsel der Zelle und sorgt wie Kalzium für gesunde Knochen und Zähne. Schwefelverbindungen bekämpfen freie Radikale, stärken das Immunsystem, gleichen den Blutzuckerspiegel aus und entgiften den Körper. Bor ist ein wichtiges Spurenelement, das Prostatakrebs vorbeugt, die Kalzium-Einlagerung in die Knochen und die Regeneration der Zellen fördert sowie die Funktion der Schilddrüse und das Immunsystem stärkt. Besonders bei Osteoporose und Gelenkproblemen ist eine ausreichende Versorgung mit Bor wichtig. In borreichen Gegenden wie Carnavon in Australien ist das Arthrose-Risiko im Vergleich zu borarmen Gegenden wie Jamaika um bis zu 70 Prozent verringert.
Eiweiß
Die Pflanze enthält nicht nur eine hohe Konzentration von Eiweiß, sondern auch eine sehr gesunde Zusammensetzung der Aminosäuren. Im Blattpulver von Artemisia annua finden sich alle essenziellen und nichtessenziellen Aminosäuren in ausgewogener Zusammensetzung. Die Konzentration essenzieller Aminosäuren in den Blättern der Artemisia-Pflanze ist höher, als die WHO sie als Bedarf für Vorschulkinder definiert. Artemisia annua stellt daher eine hervorragende Eiweißquelle dar und ist besonders zu empfehlen für Menschen, die einen erhöhten Eiweißbedarf haben, wie sportlich Aktive, Kranke, Geistesarbeiter, Schwangere, Veganer, Kinder, Jugendliche und Menschen mit erhöhter Stressbelastung. Artemisia-Eiweiß ist wie Moringa-Eiweiß leicht verdaulich, belastet den Körper – anders als tierische Eiweißquellen – nicht mit gesättigten Fettsäuren, Säuren und Cholesterin und weist im Gegensatz zu Soja und Süßlupinen ein äußerst geringes Allergiepotenzial auf. Artemisia enthält folgende Aminosäuren:
Tryptophan ist der Grundbaustoff für Botenstoffe wie Serotonin und wirkt damit stimmungsaufhellend und -stabilisierend. Isoleucin gleicht den Blutzuckerspiegel aus. Leucin sorgt für den Aufbau gesunder Knochen und fördert Heilungsprozesse. Lysin lagert Kalzium in Knochen ein und bekämpft Viren. Methionin und Cystin entgiften den Organismus und zerstören freie Radikale, aggressive Sauerstoffverbindungen. Phenylalanin und Tyrosin stärken unser Nervensystem und sind wichtig zum Aufbau von Neurotransmittern. Threonin stellt den Grundstoff von Kollagen und Elastin dar und hält unsere Haut gesund, schön und elastisch. Alanin reguliert den Blutzuckerspiegel und beugt Diabetes vor. Aspartamsäure wirkt gegen Erschöpfung und beugt Burn-out vor.
Vitamine
Der Vitamin-E-Gehalt ist mit 22,63 Milligramm pro Kilogramm erfreulich hoch. Vitamin E ist eines der wichtigsten Antioxidantien, das der Entstehung von Krebs, Herzerkrankungen und verfrühten Alterungserscheinungen vorbeugt. Außerdem schützt dieses fettlösliche Vitamin vor Umweltgiften, beschleunigt die Wundheilung, fördert die Fruchtbarkeit, schützt die Fettsäuren besonders im Gehirn vor Oxidation, beugt Blutarmut vor und hilft bei Nervenleiden, Herzerkrankungen und Immunschwäche. Begleitend wird Vitamin E auch in der Krebstherapie eingesetzt.
Ballaststoffe
Der Anteil an Faserstoffen ist mit 64,7 Gramm pro 100 Gramm sehr hoch. Ballaststoffe sind wichtig zur Förderung eines gesunden Mikrobioms – früher sprach man von »Darmflora« – und damit für eine gesunde Verdauung, aber auch für ein gesundes Immunsystem. 80 Prozent der Abwehrarbeit finden im Darm statt. Die Bundesdeutschen nehmen laut Ernährungsbericht der Bundesregierung durchschnittlich nur noch zwölf Gramm Ballaststoffe zu sich, Ärzte empfehlen mindestens 30 Gramm täglich, und unsere Vorfahren in der Steinzeit haben täglich rund 100 Gramm Ballaststoffe zu sich genommen. Ballaststoffe ernähren nicht