: Konrad Gladius
: Tae Kwon Do Men Entgegen dem Himmel
: TWENTYSIX
: 9783740798017
: 1
: CHF 3.50
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 340
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Der Südkoreaner Kim ist gerade 20 geworden und beginnt in Berlin zu studieren. Seinen Eltern gelang einst die Flucht aus Nordkorea in den demokratischen Süden. Yun ist ebenfalls 20. Sein Vater ist nordkoreanischer Diplomat in Deutschland. Am Rande einer Diskussionsrunde in der Studentenschaft geraten Kim und Yun aneinander. Während der eine für eine freie und offene Gesellschaft eintritt, ist der andere ein glühender Verehrer seines großen Führers. Die Affäre spitzt sich zu, als sich beide in dieselbe Frau verlieben. Die Ehre verlangt von den Tae Kwon Do-Kämpfern, ihren Konflikt im sportlichen Wettkampf auszutragen. Da ihre Stile der Kampfkunst im Vollkontakt nicht vergleichbar sind, einigen sie sich auf ein Reglement, dessen Härte sie zuvor nie gespürt haben. Ihre Interpretationen des Tae Kwon Do wollen sie im brutalen K1-System auf die ultimative Probe stellen. Während die Spannungen zwischen ihren Heimatländern einen neuen Krieg befürchten lassen, gehen sie an ihre Grenzen und bereiten sich auf einen Kampf vor, der entgegen dem Himmel zu verlaufen verspricht ...

Konrad Gladius ist Kampfkünstler, Selbstverteidigungslehrer und Schriftsteller. Sein Leben hat er der Kampfkunst zur Selbstverteidigung verschrieben. Als Autor bietet er faszinierende Einblicke in die Welt der Martial Arts. Rund drei Jahrzehnte Erfahrung im unbewaffneten und bewaffneten Nahkampf bilden seine Grundlage, um sich an ein Themengebiet zu wagen, das fast kein deutschsprachiger Romanschreiber im Blick hat."Tae Kwon Do Men" ist der vierte veröffentlichte Roman aus seiner Feder.

Im fremden Bienenstock


Im weitläufigen Foyer des Auditorium maximum, des großen Vorlesungsgebäudes der Joseph von Fraunhofer-Universität zu Berlin, ging es zu wie in einem Bienenstock. Die unterschiedlichen Fachbereiche hatten hier ihre Infostände aufgebaut und Hunderte von Studenten liefen, scheinbar planlos und lautstark miteinander diskutierend, durcheinander. Große Menschenansammlungen und dichtes Gedränge waren für den Asiaten nichts Ungewöhnliches. Geschickt schlängelte er sich durch die verschiedenen Studentengruppen und ließ den Blick der dunkelbraunen Augen über die Flut von Schildern und Plakaten gleiten. Seine für einen Asiaten überdurchschnittliche Größe von fast 1,80 half ihm dabei, nicht gänzlich im Gewühl verloren zu gehen. Doch was er suchte, fand er dennoch nicht.

Kim Dang, so hieß der 20 Jahre alte Austauschstudent aus der südkoreanischen Hauptstadt Seoul, hatte noch bis vor einer viertel Stunde dem Einführungsvortrag der Vizepräsidentin der Universität gelauscht. Den Ausführungen zu folgen war ihm leicht gefallen. In den letzten zehn Jahren hatte er in seiner Heima