: Antoinette Brem, Barbara Lehner
: Shibashi - Ruhe und Achtsamkeit erfahren Lebensimpulse aus dem Qi Gong
: Books on Demand
: 9783754383247
: 1
: CHF 8.80
:
: Spiritualität
: German
: 176
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Shibashi, auch bekannt als die 18 Gesundheitsübungen des Qi Gong, ist Meditation in Bewegung. Es verbindet östliche und westliche Spiritualität, Körper und Seele, Himmel und Erde. Verspannte Muskeln werden locker, der Energiefluss im Körper harmonisiert sich, der Geist wird ruhiger und wacher. Die Shibashi-Lehrerinnen Antoinette Brem und Barbara Lehner stellen eine Kurzform des Shibashi ausführlich vor, leiten in Text und Bild zum Üben an und zeigen, wie es heilsam in den Alltag integriert werden kann. Ein hilfreiches Buch für Shibashi-Übende und Menschen, die auf der Suche sind nach einer Spiritualität, die Körper und Seele verbindet.

Antoinette Brem lernte Shibashi Qi Gong bei Mary John Mananzan, Manila/Philippinen und bei Marimil Lobregat, Chi Chinese Healing College, Sydney/Australien. Sie ist akkreditierte Care-for-Carers Trainerin des Chi Chinese Healing College von Master Zhang Hao. Grundausbildungen in Seelsorge (Clinical Pastoral Training), Gruppendynamik, Konfliktmediation, wegbegleitendem Gespräch, kontemplativem Tanz und Bewegung/Körperarbeit, Prozessbegleitung im Spiegel der Natur, Lebens- und Trauerbegleitung bei Jorgos Canacakis. 2004 gründete sie zusammen mit Barbara Lehner die Lebensgrund GmbH und ist seither tätig als Ausbildnerin in Trauerbegleitung und Shibashi Qi Gong, sowie in der Begleitung von Menschen in Lebensübergängen.

Mich einfinden –
Lebendig werden in Gegensätzen
Taoistischer Gruß


Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.

DSCHALÂL-ED-DÎN RUMÎ (13. JAHRHUNDERT)

Hinführung


Alles Gegensätzliche als Teil des Ganzen sehen

»Körper und Geist, Himmel und Erde, alles, was uns gegensätzlich erscheint, ist in Wahrheit eins. Der Kosmos ist ein Ganzes und ich bin Teil dieses Geheimnisses.« Mit diesen Worten und einer dazugehörigen Eröffnungsgeste finden wir uns jeweils ein, bevor wir uns durch die Bilder des Shibashi bewegen. Wir verbinden Erde und Himmel, Nacht und Tag, Frau und Mann, Winter und Sommer, Körper und Geist, Leib und Seele, Herz und Verstand, Mensch und Gott. Symbolisch führen wir so alles zusammen, was uns in unserem westlich geprägten Denken als sich widerstreitende Gegensätze erscheint. Wir drücken damit aus: Es braucht beide Pole, sie bedingen einander und erst zusammen bilden sie ein Ganzes. Warum ist dies für uns so wichtig?

Typisch westlich: das Entweder-Oder-Prinzip

Unsere westliche Kultur ist stark geprägt von einer dualistischen Sicht auf die Dinge und aufs Leben. Diese verführt uns bisweilen dazu, die Welt in zwei sich gegenseitig ausschließende Prinzipien aufzuspalten. Dies prägt unser Handeln, belastet unsere Beziehungen zueinander und verhindert, dass wir in einen inneren Frieden mit uns selbst finden. Es drückt sich häufig in zwei schlichten Worten aus: entweder – oder.

Ein solches Denken geht weit zurück, bis in vorchristliche Zeit. Es hat nicht nur die Sicht auf irdische Dinge geprägt, sondern zeigt sich auch in religiösen Vorstellungen: Das dualistische Weltbild b