Der Kater am Morgen danach schlich sich auf Samtpfoten an.
Mühsam öffnete Lizzy ein Auge. Sie sah Parkettboden, ein Tischbein und zwei Orangen, die auf dem Boden lagen.
In ihrem Kopf hämmerte es, und ihr Nacken war schmerzhaft verspannt. Wieso war sie nicht in ihrem Bett, sondern lag auf dem Boden im Wohnzimmer?
Dann fiel es ihr wieder ein: Cocktails beim Mexikaner mit ihrer Freundin Gina.
Und Sex mit Max.
Und Sex mit Tobi. Sofern eine erotische Massage schon Sex war.
Und Sex mit Seb. Vor allem mit Seb!
Stöhnend zog sie sich am Sofa hoch und wankte Richtung Badezimmer. Ein paar Sekunden lang überlegte sie, ob ihr schlecht genug war, um sich übergeben zu müssen. Glücklicherweise hörte das Bad auf, sich um sie zu drehen, nachdem sie sich eine Weile am Waschbecken festgehalten hatte.
Sich mit der einen Hand weiter abstützend, tastete sie mit der zweiten im Badezimmerschränkchen nach Kopfschmerztabletten. Sie schluckte eine davon herunter und spülte mit Leitungswasser nach, bevor sie ins Wohnzimmer zurück schlurfte und sich aufs Sofa sinken ließ, auf dem sie gestern Abend Sex mit Seb gehabt hatte. Bis sie bei eben dieser Aktivität gemeinsam vom Sofa gerollt waren, nur, um es auf dem Fußboden weiter zu treiben. Wo sie dann wohl eingeschlafen war. Sie konnte sich vage daran erinnern, dass Seb gegangen war. Zumindest war er jetzt nicht mehr da.
Wenn doch die Kopfschmerztablette endlich wirken würden, dann könnte sie vielleicht ein paar klare Gedanken fassen.
In diesem Moment klingelte ihr Handy: Max. Er würde heute Mittag vorbeikommen wollen. Bis dahin musste sie wieder fit sein.
Lizzy räusperte sich, bevor sie das Gespräch annahm. Doch ihre Stimme schien sie trotzdem verraten zu haben.
»Bist du unpässlich?«, erkundigte Max sich vorsichtig. Seine dezente Umschreibung dafür, ob sie ihre P