Die Großmütter beginnen dieses, ihr viertes Buch, mit einem kurzen Rückblick auf ihre Botschaft: Warum das Leben auf der Erde aus dem Gleichgewicht geraten ist, warum sie in dieser Zeit gekommen sind und was jetzt getan werden muss. Als ich diese Einleitung zusammenstellte, fiel mir auf, dass ihre Sprache schärfer und direkter war als sonst. In dieser Einführung schwingt eine Dringlichkeit mit. Sie rufen uns auf, uns der anstehenden Arbeit anzunehmen undsie jetzt zu tun.
Die Großmütter sagen:
»Seit mehr als zwanzig Jahren teilen wir, der Große Rat der Großmütter, unsere Botschaften mit euch. Wir lehren und unterweisen euch und ermuntern euch zu handeln, und im Laufe der Zeit haben viele von euch reagiert. Eure Kraft und Präsenz haben zugenommen.
Überall auf der Welt treffen sich jetzt viele Menschen, um unsere Botschaften zu teilen, unsere Lehren zu praktizieren und einander zu helfen, wach zu werden. So soll es sein«, sagten die Großmütter und nickten einstimmig mit ihren Köpfen, »und jetzt werden wir jenen noch mehr bieten, die annehmen wollen, was zu geben wir gekommen sind. Es gibt noch eine weitere Ebene des Lernens«, sagten sie, »und wenn ihr auf das hört, was wir zu vermitteln haben, werden wir euch durch die Dunkelheit der Zeiten führen, in denen ihr euch befindet.
Viele Jahre lang«, sagten sie, »hat die Frau abgeschnitten von ihrer ursprünglichen Position der Macht auf der Erde gelebt. Vor langer Zeit, als sie von ihrem angestammten Platz verdrängt wurde, wurde sie von ihrer Essenz getrennt. Ihrer innewohnenden Macht beraubt, war die Frau, der einstige Mittelpunkt des Lebensrades, gezwungen, von ihrem Zentrum versetzt zu leben; gezwungen, ohne Macht zu leben. Die Frau wurde sozusagen an den Rand gedrängt«, sagten sie, »und obwohl die Herabwürdigung des weiblichen Prinzips vor Tausenden von Jahren begann, sind dessen Auswirkungen bis heute zu spüren. Seit dieser längst vergangenen Zeit ist die Frau bis zum heutigen Tag nicht in der Lage, im menschlichen Leben eine Position der Macht einzunehmen.
Es sind die weiblichen Mitglieder einer jeden Spezies, die das Leben auf der Erde verankern; sie gebären, kümmern sich um den Nachwuchs, pflegen die Kranken und betreuen die Sterbenden. Bei den Menschen trägt die Frau das Leben in all seinen Phasen: von der Geburt bis zum Tod. Sie ist der natürliche Mittelpunkt des Lebensrades der menschlichen Familie. Aber als das Patriarchat sie verdrängte und diese Position für sich beansprucht hat, gab es keine Nabe, keinen Mittelpunkt mehr.
Damals geriet das Rad außer Kontrolle. Das Muster der Lebensenergie auf der Erde ging in die Brüche. Wo einst ein Anker der Stabilität, Sicherheit und Freigiebigkeit war – die Yin-Energie als Radnabe –, war jetzt nur noch eine Ansammlung von aggressivem Yang. Die Entfernung der Frau von ihrer Position im Rad des Lebens schuf