Kapitel 1
Die Chakren-Lehren und -Systeme
der indischen Yogis
1.1Das Chakren-System der indischen Yogis
1.2Mehr zu den klassischen 7 Haupt-Chakren
1.3Die Chakren und die Kundalini-Energie
1.4Weitere Informationen zu den einzelnen Haupt-Chakren
1.5Neben-Chakren bei den Yogis
1.6Genauere Informationen zu 14 ausgewählten Neben-Chakren der Yogis
1.7Die Chakren und die Körper der Yogis
1.7aExkurs: Die verschiedenen Selbste bei den Yogis
1.8Die Granthis
1.9Die Lingams / Lingas
1.10Die höheren Kräfte (Siddhis) der Chakren
1.11Höhere und niedere Chakren bei den Yogis
1.12Praxis-Teil zu Kapitel 1
1.13Fazit zur Chakren-Lehre der Yogis
1.1 Das Chakren-System der indischen Yogis
Was ist ein Chakra?
Chakra (Sanskrit: „Rad“), Mehrzahl:Chakras oderChakren
Das WortChakra bedeutet „Rad“. In der Pluralform spricht man entweder von mehrerenChakren oderChakras. Ich selbst verwende die typisch deutsche Plural-BezeichnungChakren. Im Englischen ist dagegen vonChakras die Rede. Die Yogis bezeichnen die Chakren aber auch als Lotus- Blüten bzw. Lotusse (=Padmas oder auchKamalas). Für jedes Chakra bzw. jeden Lotus (Padma) wird dabei i.d.R. von den Yogis eine bestimmte Anzahl von „Blüten-Blättern“ angegeben
Chakren sind ein bedeutender Teil unseres Energiesystems. Jedes Chakra ist ein rotierender Energie-Wirbel, mit der Form eines breiten „Mini-Tornados“, über den feinstoffliche Lebens-Energie (bei den Yogis alsPrana bezeichnet) aufgenommen und dann über verschiedene Energiekanäle (Nadis) weiterverteilt wird. Nach der Lehre der Yogis befinden sich die Chakren und auch die Nadis im sogenanntenSukshma Sharira (Feinstoffkör per), der für das normale menschliche Auge nicht sichtbar ist, ebenso wie das, was sich darin befindet, also die Chakren, Nadis etc. Der Sukshma Sharira wird bei den Yogis alternativ auch alsLinga Sharira (Körper der Merkmale) bezeichnet. Genauere Informationen zum Körpersystem der Yogis sind in Kapite 1.7 zu finden.
Die Chakren und die Nadis stehen vor allem mit dem Nervensystem und dem endokrinen Drüsensystem (unsere primären Hormondrüsen) in Verbindung, aber auch mit Organen und anderen Bestandteilen des physischen Körpers. Daher wirkt sich der Zustand der Chakren nicht nur auf den (oder besser die) feinstofflichen Körper aus, sondern auch auf unseren physischen Körper. Die Yogis gehen davon aus, dass sich die (meisten) der sogenannten Haupt-Chakren (oder ihre Zentren) im Inneren der Wirbelsäule, genauer gesagt im Bereich des Rückenmarkskanals auf der feinstofflichen Ebene befinden und dort mit demSushumna Nadi in Verbindung stehen (Infos zu diesem Nadi siehe in Kapitel 1.3). Die Chakren öffnen sich dann zur Körpervorderseite hin und ähneln farbigen Blüten, insbesondere Lotus-Blüten. Teilweise werden die Chakren von den Yogis aber auch als aufrecht stehende Lotusse verstanden, die sich auf dem Sushumna-Nadi befinden.
Im System der Yogis spielen vor allem 7 Chakren, die als Haupt-Chakren gelten, eine wichtige Rolle. Diese werden noch genauer vorgestellt. Wenn man es genau nimmt, stehen allerdings von den 7 Haupt-Chakren nur 4 (bis 5) Chakren direkt mit der Wirbelsäule in Verbindung. Die Haupt-Chakren sind aber letztlich alle mit dem Sushumna Nadi verbunden, der durch den Rückenmarkskanal verläuft, jedoch auch darüber hinausgeht.
Die Chakren-Lehre der indischen Yogis
Das spirituelle System der Yogis und der Veden gilt als Ursprung der Chakren-Lehre. Insbesondere in den Tantrischen Lehren geht es viel um die Chak