: Corinna Weber
: Muddi Teil 4 Zusammen schaffen wir alles
: Books on Demand
: 9783755745280
: 1
: CHF 6.60
:
: Romanhafte Biographien
: German
: 168
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Wieder ist ein Jahr vorbei. Und wieder dachte ich:"DIESES Jahr wirds ruhiger,"normaler" und vor allem einfacher. Und es wird bestimt nicht mehr viel passieren." Und dann sitzt da offenbar irgendwo das Schicksal zusammen mit der Fügung bei einer Tasse Kaffee und sie sagen sich:"guck mal, die lacht ja noch, lass uns das schleunigst ändern!" Also musste ich mal wieder all meinen schwarzen Humor, meine Liebe, meine Kraft und Emotionen in einen Topf werfen, kräftig umrühren und darauf hoffen, dass nichts anbrennt. Dieses Jahr hatte mal wieder alles für mich zu bieten, was sonst offensichtlich keiner wollte. Aber mit Hilfe der tollsten Menschen der Welt und dem unerschütterlichen Glauben an das Gute stehe ich wieder auf meinen eigenen Beinen, lache dem Schicksal ins Gesicht und biete allen vorhandenen Vollpfosten die Stirn. Und wieder heißt es"Anker lichten" und ab geht die wilde Fahrt durch den Weber´schen Alltag. Lasst Euch zum lachen und weinen mitreissen, erlebt viel Ironie und Wortwitz und vor allem ganz viel Liebe.

Corinna Weber wurde 1976 in Darmstadt geboren. Sie lebt mit ihrer Familie in dem beschaulichen Örtchen Wald-Michelbach im Odenwald. Mit einer 21jährigen und einer 9jährigen Tochter an der Hand, ihrer kleinen Krawalli fest im Herzen und seit 24 Jahren einem Mann an ihrer Seite, der fest zu ihr steht, hat sie bis jetzt alle Stürme des Lebens (fast) erfolgreich gemeistert. Ihr erstes Buch erzählte von diesen Stürmen, den leichten Winden, aber auch der strahlenden Sonne. Von fünf Menschen, die das Leben und das Schicksal fest miteinander verankert. Und es gibt immer wieder genügend Stoff für Fortsetzungen

Oktober und November 2020 „in dubio pro reo“, ein seltsamer Abschied“ und „eine fantastische Idee“


Wie gesagt, ich hätte eigentlich nahtlos weiterschreiben können. Die ersten paar Seiten dieses Buches könnten Euch leicht verwirren und Ihr werdet bemerken, dass ich einfach mit meiner Geschichte noch nicht wirklich „im Fluss“ bin. Aber genau dieses Gefühl hatte ich zu Anfang des Jahres, Ihr werdet hoffentlich verstehen warum, und trotzdem einigermaßen Durchblick durch mein Gedanken-Wirrwarr bekommen.

Kaum zwei Wochen nach der Vollendung von „Muddi“ Teil 3 bekamen wir Post von unserem Anwalt. Darin stand, dass das Verfahren bezüglich des Unfalltodes unserer kleinen Krawalli aus „Mangel an Beweisen“ eingestellt wurde. Zunächst musste ich tief atmen. Was bedeutete das also jetzt für mich, beziehungsweise uns? Sollte ich jetzt wütend werden, schreien, traurig sein, weinen? Ich horchte in mich hinein und empfand seltsamer Weise… Erleichterung. Vielleicht konnte ich dann endlich auf eine gewisse Art und Weise damit abschließen. Immerhin hieß das ja auch, dass ich in Zukunft keine anstrengenden und nerven-aufreibenden Anwaltstermine mehr würde bewältigen müssen. Das war ja etwas, was mich die letzten eineinhalb Jahre immer wieder ziemlich gebeutelt hatte. Nach jedem Termin war ich am Boden zerstört und tagelang mit den Nerven am Ende. Sämtliche Gutachten, die über die Laufe der Zeit bei uns eingetrudelt waren, blieben von mir ungelesen. Die Einzelheiten darin hätten mich sehr wahrscheinlich in den kompletten Wahnsinn getrieben. Und entgegen aller landläufigen Meinungen diverser Mitmenschen hatten wir damals das Verfahren ja auch gar nicht angeleiert. Zur Erinnerung: einige Zeit nach dem Unfall wurden wir darauf hingewiesen, dass wir uns doch vielleicht besser mal um einen Anwalt kümmern sollten