Die wichtigsten Inhaltsstoffe und ihre Bedeutung
Die Zistrose ist nicht nur eine herbe Schönheit, sondern zeichnet sich auch durch Gerbstoffe, Harze und vor allem besondere Pflanzenbegleitstoffe aus, die Polyphenole. Es handelt sich um eine Pflanze der Superlative mit einem beispiellosen antioxidativen Potenzial. Auch wenn ich Ihnen jetzt einige der Inhaltsstoffe im Detail vorstellen werde, bitte ich zu beachten: Das Ganze ist mehr als die Summe der Teile. Die Inhaltsstoffe der Pflanze wirken synergetisch miteinander – unterstützen ihre gegenseitige Wirkung. Davon profitieren wir gesundheitlich.
Die Biochemie der Pflanze
1999 wurde der Zistrose eine besondere Ehre zuteil: Sie wurde von deutschen Wissenschaftlern in Griechenland zur »Heilpflanze Europas« ernannt. Die Expertengruppe gehörte der wissenschaftlichen InstitutionHerba Historica an, die sich aus Biologen, Naturmedizinern, Medizinhistorikern und Vertretern der Grundlagenforschung an der Universität Würzburg zusammensetzte. Dr. Thomas Richter, Vorstandsmitglied der Wissenschaftsgesellschaft und Medizinhistoriker: »Wir sind von dem großen Potenzial des Wildkrautes überzeugt und wollen mit der Auszeichnung zur Pflanze Europas ein deutliches Signal setzen. Heilkundige der Vergangenheit wussten sehr genau, welche Kräuter und Pflanzen bei welchen Krankheiten am besten wirken« (Harnisch 2010, S. 12). Gut, dass das Wissen um diese außergewöhnliche Pflanze bewahrt blieb und die Forschung sich ihrer angenommen hat.
In Afrika, wo schriftliche Überlieferungen Seltenheitswert haben und Forschungen an heimischen Pflanzen in den Kinderschuhen stecken, sagt man: »Stirbt ein Medizinmann, geht eine Bibliothek in Flammen auf.« Die Zistrose ist bekannt für ihre Fülle an sogenannten sekundären Pflanzenstoffen, vor allem Polyphenolen. Diese Stoffe, das wird ein eigenes Kapitel aufzeigen (Seite 31 ff.), dienen den Pflanzen als Phytohormone zur Kommunikation untereinander oder mit Bestäubern sowie als Schutz gegenüber Fressfeinden oder zur Abwehr gegen krank machende Bakterien, Viren und Pilze. Sekundäre Pflanzenstoffe sind zwar für die Pflanze nicht unmittelbar lebensnotwendig, für ein gesundes und langes Leben sind sie aber bedeutsam, und diese Fähigkeit geben sie an Mensch und Tier weiter. Die Zistrose ist besonders reich an diesen bioaktiven Substanzen. Normalerweise fressen Ziegen beispielsweise keine Zistrosen; das ändert sich jedoch, wenn sie krank sind. Vermutlich haben Menschen über Tierbeobachtungen die Heilkraft von Pflanzen wie der Zistrose auch für sich selbst entdeckt.
Die antioxidative Wirkung der Zistrose geht hauptsächlich auf diese Inhaltsstoffe zurück. Schon ein Schnapsglas voller Cystus® BIO Tee oder Cystus 052® Flüssigs