: Manuela Elser
: A Silken Spell. Das Geheimnis der Fairy Paths Fae-Romantasy im magischen Schottland
: Impress
: 9783646608090
: 1
: CHF 4.50
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: German
: 469
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
**Faegeheimn sse in Schottland**  Als verhasste Halbfae ist Niamh daran gewöhnt, in den Schatten Schottlands zu leben. Denn wenn die Fae sie finden, wird sie entführt - genau wie ihre Mutter. Mithilfe ihres magischen seidenen Netzes, das sie unsichtbar werden lässt, gelingt es ihr schon seit Jahren, vor den Augen ihrer Feinde verborgen zu bleiben. Bis Niamh auf den mysteriösen Keith trifft, der sie seltsamerweise sehen kann. Keith könnte sie an die Fae-Clans ausliefern, aber er verfolgt andere Pläne: Niamhs außergewöhnliche Fähigkeit könnte ihm endlich den Weg zu den sagenumwobenen Fairy Paths ebnen ... Lüfte das Geheimnis der Fairy Paths und entdecke eine Welt voller Magie und tief verwobener Gefühle! //»A Silken Spell. Das Geheimnis der Fairy Paths« ist ein in sich abgeschlossener Einzelband.//

Manuela Elser liebt es, in Büchern& Videospielen fantastische Abenteuer zu erleben. Da ihr das aber nie gereicht hat, macht sie Kampfsport, reitet und zog für ihr Studium nach Japan, einem ihrer liebsten Länder neben Schottland. Derzeit lebt sie mit zwei Katzen, acht Schildkröten und sieben Bücherregalen in Österreich und schreibt an ihren Geschichten. Auf Instagram (@manus.skripte) postet sie neben Kampfsportvideos& Büchern über ihre Projekte.

1. Kapitel


Niamhs Fuß rutschte an der Hauswand ab. Schmerzen durchzuckten ihre Arme, während sie sich verzweifelt an die Unterkante des Fensters klammerte. Einen Sturz aus zweieinhalb Stockwerken würde sie vielleicht überleben, aber wenn sie das Bewusstsein verlor, würde man sie finden.

Dann wäre alles vorbei.

Ihre Arme begannen unter der Belastung zu zittern und ihre Finger gruben sich noch tiefer in die Ritze zwischen den rauen Steinziegeln des Herrenhauses. Angespannt tastete sie mit ihren Füßen nach Halt.

»Du könntest deine Kräfte einsetzen«, sagte eine schneidende Stimme und Niamhs Hände wären vor Schreck beinahe auch noch abgerutscht. Móra musste vorausgeklettert sein. Die Katzendämonin saß bereits auf dem Sims über ihr.

So einfach würde Niamh es ihr jedoch nicht machen. Ihre Seele war mehr wert als das und die Katzendämonin würde sie heute sicher nicht bekommen. Sie würde es aus eigener Kraft schaffen.

Nur hätte sie vielleicht doch nicht auf Schuhe verzichten sollen. Nachdem beim letzten Mal jemand ihre Schritte gehört hatte, wollte sie dieses Mal sichergehen, dass nichts sie verriet. Ihre Socken waren allerdings rutschiger, als sie angenommen hatte.

Endlich fanden ihre Zehen den Spalt, an dem sie zuvor abgerutscht war und sie grub sie, so fest sie konnte, in den Stein. Dann schloss sie für einen Moment ihre Augen, atmete tief durch und zählte innerlich bis zehn. Auf Gälisch, wie ihre Mutter es ihr beigebracht hatte.

Das war knapp.

Erneut streckte Niamh ihre Hand nach dem Fenstersims aus, den sie zuvor erreichen wollte und stieß sich diesmal mit beiden Füßen ab. Kleine Steine lösten sich