Um die Schönheit des Körpers zu perfektionieren, gehörte nicht nur die harte Arbeit mehr Muskelmasse aufzubauen. Wer damals mit den Schönen dieser Zeit konkurrieren wollte, musste auch einen Urlaubs gebräunten Teint vorweisen. Da wir aber alle arbeiten mussten und nicht nur in den wohlverdienten Urlaub fahren konnten wie es uns vielleicht gefallen hätte, noch die Sonne in Deutschland das ganze Jahr auf uns wärmend herab scheint, musste eine andere Lösung für den optimalen Teint her.
Auch hier hatte die Familie Kehren eine Lösung im Kopf und bot es den sonnenhungrigen Bürgern in Marl und in den anderen Städten im und um das Vestische an. City of Sun nannte sich die Sonnenbankkette, die es plötzlich überall gab. Nach dem Training also noch einmal kurz unter der künstlichen Sonne und der Teint der Haut war für das Wochenende gerettet. So trafen wir uns dann immer. Alle sonnengebräunt und die Muskeln aufgepumpt, um Spaß zu haben und die Wochenenden abzufeiern.
Die Neunziger gingen langsam zu Ende und ich hatte wieder einen neuen Trainingspartner.
Jürgen war etwas schwerer und stärker als ich. Der ideale Kamerad, um mich noch einmal zu pushen. Den Traum selbst einen Wettkampf zu bestreiten hatte ich aufgrund hoffnungsloser Siegchancen aufgegeben. Ich war einfach nicht gut genug. Ich musste ja nicht gewinnen, aber zumindest wollte ich eine Chance haben mich im Wettkampf auf einer Höhe zu messen und das ließ mein Körper nicht zu. Jürgen und ich trainierten gut, aber nicht mehr so hart wie noch einige Jahre