Pflegereport 2021 Junge Menschen und Pflege. Einstellungen und Erfahrungen nachkommender Generationen
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Thomas Klie
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Pflegereport 2021 Junge Menschen und Pflege. Einstellungen und Erfahrungen nachkommender Generationen
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medhochzwei Verlag
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9783862168903
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1
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CHF 26.70
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Pflege
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German
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205
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Wasserzeichen/DRM
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PC/MAC/eReader/Tablet
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PDF
Von den mehr als vier Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland werden über die Hälfte zu Hause von ihren Angehörigen versorgt. Dabei wird kaum gesehen, dass auch viele junge Menschen bei der Pflege von Geschwistern, Eltern oder Großeltern zu Hause unterstützen. Der Pflegereport 2021 der DAK-Gesundheit rückt diese Generation der jungen Pflegenden in den Mittelpunkt und will an der Stelle auch politische Impulse setzen. Denn pflegende Angehörige wurden von der Bundesregierung auch bei der jüngsten Pflegereform zu wenig berücksichtigt. Dabei hat gerade die Corona-Pandemie diesen jungen Menschen bei der Pflege ihrer Angehörigen sehr viel abverlangt. Der DAK-Pflegereport 2021 skizziert in qualifizierten Einzelinterviews die vielfältigen Pflegeaufgaben der nachkommenden Generationen, deren Einstellungen und Erfahrungen. Ergänzend dazu ist erneut eine Bevölkerungsbefragung Teil dieses Pflegereports. Die Ergebnisse zeigen eine große Bereitschaft in der jungen Bevölkerung, Aufgaben der Pflege von Angehörigen zu übernehmen und zwar unabhängig von Alter und Einkommen. 83 Prozent der Befragten geben an, positive Erfahrungen im Zusammenhang mit der Übernahme von Sorge- und Pflegeaufgaben gemacht zu haben - Frauen noch häufiger als Männer. Zugleich wird deutlich, dass wir dringend einen positiven Diskurs in der Gesellschaft zur Pflege brauchen, um mehr Menschen für die Pflege zu gewinnen. Die Aufgabe ist nicht nur Herausforderung und Belastung, sondern auch Freude und Bereicherung für den Pflegenden. Die Online-Befragungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DAK-Pflegestützpunkte verdichten sich zu einem Appell an die Politik: Den Themen Pflege und junge Pflegende sollte ein höherer Stellenwert eingeräumt werden! 'Pflegende Angehörige wurden bei der jüngsten Pflegereform der Bundesregierung zu wenig berücksichtigt und das, obwohl ihr Einsatz gerade in der Pandemie unverzichtbar war. Die Politik sollte sich nach der Bundestagswahl stärker den Bedürfnissen der jungen Pflegenden und der großen Zahl der pflegenden Angehörigen widmen', sagt Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit. 'Junge Pflege ist auch Ausdruck von Generationensolidarität. Sie ist aber nicht umsonst zu haben. Gefragt sind öffentliche Aufmerksamkeit, Würdigung, Unterstützung und verlässliche überall verfügbare Infrastruktur. An ihnen mangelt es - vielfach und vielerorts', so Prof. Dr. Thomas Klie, Professor an der Evangelischen Hochschule Freiburg, Institutsleiter AGP Sozialforschung, Privatdozent Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.
Prof. Dr. habil. Thomas Klie, unterrichtet öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaft an der Evangelischen Hochschule Freiburg und Gerontologie an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Er ist Mitglied der 6. und 7. Altenberichtskommission und Vorsitzender der 2. Engagementberichtskommission der Bundesregierung.
Titelseite
1
Vorwort
6
Inhaltsverzeichnis
8
1.Geleitwort: Generationenbeziehungenund Pflege
10
2.Junge Pflege – eine vernachlässigte Wirklichkeit mit großer Relevanz für die Zukunft. Die Essenzen des DAK-Pflegereports 2021
14
Thomas Klie
14
Literaturverzeichnis
35
3.Die junge Pflege – Allensbach-Befragung der 16- bis 39-jährigen Bevölkerung mit besonderer Berücksichtigung junger Pflegender
40
Wilhelm Haumann
40
3.1Breite Bereitschaft zur Angehörigenpflege – Bei Interessenkonflikten haben Familie und Beruf meist Vorrang
42
3.2Wie Jüngere pflegen
47
3.3Erfahrungen der Jüngeren bei der Pflege
59
3.4Pflegewissen und Pflegeberatung
61
3.5Die Kosten der Pflege
64
3.6Ausblick auf die zukünftige Pflege und Betreuung
70
3.7Gesellschaftliche Rahmenbedingungen für die Pflege
74
3.8Anhang
77
Literaturverzeichnis
78
4.Lernen und Kümmern: Der Alltag junger Pflegender – eine Interviewstudie
80
Isabel Schön, Christine Moeller-Bruker, Thomas Klie
80
4.1Einblicke in die Lebenswelten junger Pflegender
82
4.2Engagiert und abgesichert. Wenn junge Menschen freiwillig pflegen – Querschnittliche Auswertung der qualitativen Interviews
100
4.3Fazit: Engagiert und abgesichert. Wenn junge Menschen freiwillig pflegen
115
Literaturverzeichnis
118
5.Pflege- und Sorgeverantwortung in jungen Jahren: ein Literaturbericht
122
Stefanie Oyoyo, Christine Moeller-Bruker
122
5.1Annäherung an die Thematik
122
5.2Zu den Auswirkungen
133
5.3Möglichkeiten der Unterstützung
136
5.4Zusammenfassung und Ausblick
143
5.5Literaturverzeichnis
145
6.Die Beratung junger Pflegender in den Pflegestützpunkten und durch die Berater*innen der DAK-Gesundheit: eine Online-Befragung
152
Thomas Klie, Lukas Stürner, Isabel Schön
152
6.1Methodisches Vorgehen und Studienkontext
153
6.2Ergebnisse der Online-Befragung
154
6.3Zusammenfassung
165
6.4Literaturverzeichnis
166
7.Beratungs- und Unterstützungsangebote für junge Pflegende: gute Praxis undEmpfehlungen
168
Isabel Schön, Christine Moeller-Bruker, Thomas Klie
168
7.1Good Practice: Projekte und Akteure
168
7.2Erfahrungswissen aus der Unterstützungs- undBeratungspraxis
178
Literaturverzeichnis
194
8.Ausblick: Agenda „Jugend und Pflege“
196
Thomas Klie
196
Literaturverzeichnis
201
Autor*innenverzeichnis
204