: S. M. Dyster
: Berlin Blackness Dunkle Spiele
: Books on Demand
: 9783754381007
: 1
: CHF 4.40
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 322
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Ein berauschender Trip durch die Hauptstadt, erotisch, fesselnd und voll dunkler Leidenschaft. Die Studentin Sara zieht nach Berlin und meldet sich auf einer Datingplattform an, um neue Bekanntschaften zu machen. Nach einer Reihe kurioser Erfahrungen mit den Männern der Hauptstadt begegnet sie schließlich IHM. Corvo ist ebenso gutaussehend, kultiviert und scharfsinnig wie geheimnisvoll und unberechenbar. Schon bei ihrem ersten Date spürt Sara, dass ihn eine Aura aus Dominanz und Gefahr umgibt. Dennoch kann sie ihm nicht widerstehen und verfällt seinem düsteren Charme mit ganzer Seele. Doch Corvo will mehr von ihr als eine normale Beziehung, er will die absolute Kontrolle über sie und verführt Sara zu immer ausgefalleneren erotischen Spielen, die weit über ihre persönlichen Grenzen hinausgehen. Gemeinsam begeben sie sich auf eine sinnliche Reise durch Berlins Nachtleben und Sara verstrickt sich immer tiefer in Corvos sexuellen Fantasien, bis sie eines Tages durch Zufall seinem finsteren Geheimnis auf die Spur kommt. Wer ist Corvo wirklich und was hat er mit ihr vor?

Die Autorin S. M. Dyster lebt in der Nähe von Hannover und ist promovierte Biologin. Sie schreibt bereits seit ihrer Kindheit Romane und Kurzgeschichten und kann dabei am besten entspannen.

1.


Playlist: Peter Fox, »Schwarz zu blau«

Ich war erst im Dezember nach Berlin gezogen, um hier eine Stelle für eine Doktorarbeit in einem neuen Institut an der Medizinischen Fakultät anzutreten, dem Institut für Forensische Entomologie und Molekularbiologie, kurz IFEM. Ich war mit Sack und Pack, zwei Kolleginnen und einem Haufen Kisten voller Käferlarven und Würmer in meinem uralten Nissan Micra auf spiegelglatten Straßen hierhergeschlittert. Nun, Wochen später, überzog noch immer eine undurchdringliche Schicht aus einem Meter Schnee, Matsch und Eis alle Wege und Straßen. Obwohl ich seit zwei Monaten in der Stadt lebte, hatte ich Berlins Oberfläche noch nie gesehen. Alles war kalt, grau und wie aus einem russischen Märchen, düster, surreal und unheimlich.

Ich war mitten hineingeraten in einen Jahrhundertwinter und einen schwierigen beruflichen Neuanfang, denn die ursprüngliche Belegschaft des Institutes war wenig überzeugt von dem neuen leitenden Professor und den Doktorandinnen, die er mitgebracht hatte. Ich und meine zwei Kolleginnen Lucy und Maren hatten einen schweren Stand bei den technischen Assistentinnen und mussten außerdem aus einem mehr oder minder heruntergekommenen alten Gebäude eine moderne Anlage der Sicherheitsstufen 1 und 2 machen. Seit