:
Aaron Schmidt
:
Einstieg in das Universum: Das kleine Buch der Astronomie Urknall, Entstehung, Alter, Größe und Geheimnisse des Weltalls verstehen - Sterne und Planeten unseres Sonnensystems kennen lernen
:
Expertengruppe Verlag
:
9783985591565
:
1
:
CHF 4.40
:
:
233
:
DRM
:
PC/MAC/eReader/Tablet
:
ePUB/PDF
Einstieg in das Universum: Das kleine Buch der Astronomie Urknall, Entstehung, Alter, Größe und Geheimnisse des Weltalls verstehen - Sterne und Planeten unseres Sonnensystems kennen lernen Für unsere Begriffe - betrachtet von unserer kleinen Erde aus - wirkt das Universum unendlich. Millionen von Planeten, Sternen und Galaxien warten nur darauf, von uns erforscht zu werden. Dank der heutigen Technik ist es zumindest möglich, einen ersten Blick in diese Weiten zu werfen. Doch die Maßstäbe sind dabei derart gigantisch, dass sich schon ein Besuch einer Nachbargalaxie nur schwer realisieren lässt. Nicht nur die Weiten des Alls sind spannend und vielfältig. Auch in unserer Nachbarschaft - den Planeten unseres Sonnensystems - warten Rätsel darauf, gelöst zu werden. Und noch mehr: Selbst unser eigener Planet ist uns noch in vielerlei Hinsicht unbekannt. Starten wir also eine Reise von unserer Haustür bis zum Rand des Universums. Eines noch vorab: Die Komplexität des uns weitestgehend unbekannten Universums auf den Punkt zu bringen, ist eine Lebensaufgabe und vieles basiert auf Theorien. Spannend sind diese dennoch und einen Blick allemal wert. Über den Autor des Buches, Aaron Schmidt: Schon von Kindertagen an, war Aaron Schmidt von den Geheimnissen und den unglaublichen Dimensionen des Universums fasziniert. Das Zusammenspiel von Raum und Zeit und die schier unendlichen Möglichkeiten in der Weite des Raums haben ihn sein Leben lang begleitet. Direkt nach dem Schulabschluss 1967 begann er daher das Studium der Astrophysik und widmet sich seitdem nicht nur in der Freizeit, sondern auch beruflich voll und ganz der Erforschung des Weltalls. So möchte er vor allem Neugierde für Welt um uns herum wecken und den Leser motivieren, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen und die Wunder der Natur über unseren Planeten hinaus zu entdecken. So versucht er, seine eigene Leidenschaft an viele andere Menschen weiterzugeben, um die großen Fragen der Menschheit weiterzudenken und herauszufinden, wie viel mehr es im Universum wohl noch geben mag, außer uns kleinen Menschen. Sei gespannt auf viele Hintergründe und Erkenntnisse, die sich rund um unser Universum und die großen Geheimnisse der Menschheit drehen. Sichere Dir noch heute dieses Buch und erfahre... ... Wie das Universum aufgebaut ist und funktioniert. ... Welche Geheimnisse das Universum noch birgt. Schon von Kindertagen an, war Aaron Schmidt von den Geheimnissen und den unglaublichen Dimensionen des Universums fasziniert. Das Zusammenspiel von Raum und Zeit und die schier unendlichen Möglichkeiten in der Weite des Raums haben ihn sein Leben lang begleitet. Direkt nach dem Schulabschluss 1967 begann er daher das Studium der Astrophysik und widmet sich seitdem nicht nur in der Freizeit, sondern auch beruflich voll und ganz der Erforschung des Weltalls. So möchte er vor allem Neugierde für Welt um uns herum wecken und den Leser motivieren, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen und die Wunder der Natur über unseren Planeten hinaus zu entdecken. So versucht er, seine eigene Leidenschaft an viele andere Menschen weiterzugeben, um die großen Fragen der Menschheit weiterzudenken und herauszufinden, wie viel mehr es im Universum wohl noch geben mag, außer uns kleinen Menschen.
- Kapitel 3 -
Die Expansion des Universums ereits in den vorherigen Kapiteln haben wir festgestellt, dass das Universum nicht starr ist. Es dehnt sich aus und diese Feststellung steht im Einklang mit der Theorie des Urknalls. Dass das Universum jedoch in Bewegung ist, war nicht immer der aktuelle Stand der Wissenschaft. Albert Einstein selbst beschrieb im Rahmen der Allgemeinen Relativitätstheorie ein statisches Universum, dass folglich auch nicht expandiert. Ebenso sah es noch Einsteins Kollege Willem de Sitter. Der US-Amerikaner und Astronom Vesto Slipher hegte Ende der 1920er Jahre erste Zweifel an der Vorstellung eines starren Universums. Slipher bemerkte die Rotverschiebung einiger entfernter Galaxien und stellte somit fest, dass es Objekte außerhalb der Milchstraße geben muss. 1927 war es der Belgier Georges Lemaître, der schließlich auf der Basis der Relativitätstheorie ein dynamisches Universum beschrieb. Wichtig bei dieser Erkenntnis war, dass diese Expansion nicht in einem festen Raum stattfindet. Der Raum selbst dehnt sich aus. Dieses Phänomen haben wir in den vorherigen Kapiteln bereits anhand des Kuchens und den Nüssen darin festgestellt. Der Astronom Lemaître bezeichnete seine Entdeckung als Galaxienflucht. Edwin Hubble – Namensgeber der Hubble-Konstante – beschrieb einige Jahre vor Lemaître bereits weit entfernte Galaxien. Aus dieser Erkenntnis heraus, die er mit der festgestellten Rotverschiebung von Slipher verband, erstellte Lemaître die Hubble-Konstante. Diese neuen Theorien brachten auch das Urgestein der Physik, Albert Einstein, zum Umdenken. Einstein verwarf angesichts der Erkenntnisse Lemaîtres, Sliphers und Hubbles den Gedanken, dass das Universum ein starrer Raum sei.
Heute ist die Expansion des Universums eine von der Wissenschaft allgemein anerkannte Theorie. Dies bedeutet nicht, dass alle Aspekte vollständig geklärt sind. Das gilt insbesondere dann, wenn es um die Geschwindigkeit des expandierenden Raumes geht. Denn die Geschwindigkeit variierte im Laufe der Jahre. Zunächst dehnte sich das Universum während der sogenannten Inflation mit ungeheurer Geschwindigkeit aus. Anschließend verlangsamte sich die Geschwindigkeit der Ausdehnung. Dies klingt recht einleuchtend. Doch die Astronomie machte nun die Entdeckung, dass die Ausdehnung des Raumes wieder an Fahrt aufnimmt. Da wir hier von immensen Entfernungen sprechen, kümmern wir uns zunächst um die Frage: Wie kommt die Wissenschaft eigentlich auf die Idee, dass sich das Universum ausdehnt? Der Grund ist die bereits erwähnte Rotverschiebung. Dieser Begriff bedeutet eine Verschiebung der Spektrallinien zum roten Bereich (und somit zum Ende) des sichtbaren Spektrums hin. Das hat eine besondere Bedeutung bei der Bestimmung astronomischer Längenmaße. Kurz gesagt: Je rotverschobener – also je „röter“ – uns ein Punkt bei der visuellen Beobachtung erscheint, desto weiter ist er entfernt. Anhand des Ausmaßes dieser Verschiebung können Astronomen Entfernungen messen. Doch nicht nur das: Mittels der Rotverschiebung lässt sich auch eine Bewegung des beobachteten Objektes ermitteln. Die emittierte Welle wird praktisch auseinandergezogen, sie wird länger und erscheint uns röter. Auch das Gegenteil lässt sich beobachten. Bewegt sich ein Objekt auf uns zu, wird die Welle „blauer“, was auch Blauverschiebung genannt wird. Die Blauverschiebung rührt daher, dass Spektrallinien im blauen Bereich niedrigwelliger sind.
Richten Astronomen den Blick zu den Sternen, wurde die beschriebene Rotverschiebung immer wieder registriert. Das einfallende Licht erscheint – einfach ausgedrückt – „röter“ als das Licht, das vor mitunter Jahrmillionen von dem emittierenden Objekt ausgestrahlt wurde. Auch hier wurden die Wellen praktisch auseinandergezogen. Und dies lässt ein wichtiges Fazit zu: Seitdem das Objekt das Licht abgegeben hat, hat es sich von unserem Beobachtungspunkt – der Erde – entfernt. Mittels der Rotverschiebung wurde daher festgestellt, dass das Universum nicht starr ist, sondern sich ausdehnt. Würde es in sich schrumpfen, würden die Wellen nicht ausgedehnt, sondern gestaucht werden. Demzufolge würde uns das Licht in diesem Szenario blauer als erwartet erreichen. Das ist jedoch nicht der Fall. Ein sich entfernendes Objekt, wie beispielsweise ein Stern wie es unsere Sonne ist, wird immer röter und verschwindet irgendwann komplett.
Dass unser Universum expandiert, war der Wissenschaft nicht immer vollständig bewusst. So war es zunächst unklar, ob das Universum ins Unendliche expandiert, immer langsamer wird oder gar zum Stillstand kommt und sich schließlich wieder zusammenzieht. Bei der Beobachtung von einer Gruppe von Supernovae im Jahr 1998 konnten die drei Wissenschaftler Brian Schmidt, Saul Perlmutter und Adam Riess feststellen, dass sich das Universum nicht nur ausdehnt, sondern dass es sogar immer schneller wird. Dafür gab es 2011 den Physiknobelpreis – denn die Entdeckung der Beschleunigung war bahnbrechend und kam unerwartet. Tatsächlich war es bis dahin der gängige Stand der Forschung, dass die Ausdehnung des Universums immer langsamer wird. Nun stellt sich die Frage: Warum wird die Ausdehnung des Raumes eigentlich immer schneller. Die Wissenschaft bleibt (noch) eine Antwort schuldig, präsentiert mit der Theorie der Dunklen Energie aber eine Hypothese. Diese bisher unbekannte und rätselhafte Energieform soll der Gravitation der Materie im Universum entgegenwirken. Und eine Randerscheinung soll die Dunkle Energie ebenfalls nicht sein: Es wird vermutet, dass die Dunkle Energie etwa 68 Prozent der gesamten Dichte des Universums ausmacht. In Anbetracht der Tatsache, dass wir von einer hypothetischen Energieform sprechen, kommt der Dunklen Energie also eine große Bedeutung zu. Wie es bei einer Hypothese so üblich ist, wird diese geheimnisvolle Energie nicht beschrieben wie sie ist, sondern wie sie sein muss, um die Beobachtungen zu stützen. Um die festgestellte Ausdehnung des Universums zu verursachen, muss ihr Druck negativ sein. Negativer Druck beschreibt in diesem Fall eine Art umgekehrte Gravitation die zu einer Abstoßung statt einer Anziehung führt. Ver