: Robert Simon
: Zeitarbeit: Gefahren erkennen und vermeiden. Der richtige Umgang mit der Subsidiärhaftung
: Books on Demand
: 9783753400204
: 1
: CHF 5.30
:
: Management
: German
: 124
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Zeitarbeit bedeutet für viele Unternehmen Flexibilität. Gerade in der aktuellen VUCA-Welt. So können Unternehmen sicherstellen, immer schnell auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren. Welche Vor- und Nachteile es bei der Zeitarbeit gibt, zeigen wir in diesem Buch. Eine der größten Risiken ist die Subsidiärhaftung. Subsidiärhaftung bedeutet kurz gesagt, dass Unternehmen für Sozialabgaben haften, sollte ihr Personaldienstleister diese nicht bezahlen können. Allerdings gibt es Wege, dieses Risiko zu minimieren und betroffene Dienstleister frühzeitig zu identifizieren. Die Mittel dazu, finden Sie in diesem Buch. Das Buch ist für alle CEOs, CFOs und Personalleiter, die Zeitarbeit aktiv als HR-Tool nutzen oder in Zukunft nutzen wollen.

Nach seinem Studium und Abschluss zum Dipl. Betriebswirt (FH) lernte Robert Simon die harte Personalschule als Bezirksleiter bei Aldi kennen. Im Anschluss daran hatte er als kaufmännischer Leiter Personalverantwortung in einem mittelständischen Handelsunternehmen. Robert Simon ist seit gut 30 Jahren im Bereich Rekrutierung, Personalentwicklung / Weiterbildung, Personalvermittlung und Zeitarbeit beruflich unterwegs. Weiterbildungen zum Mediator und der Wirtschaftsethik runden das Profil ab. Seit 2012 ist er als Senior Partner bei Expense Reduction Analysts in den Bereichen Rekrutierung, Zeitarbeit, Outsourcing, Prozessoptimierung, Mitarbeiterbindungskonzepte, Employer Branding erfolgreich tätig. Robert Simon ist im Bundesverband Deutscher Unternehmensberater e. V. (BDU) und dort im Fachbereich Personalmanagement aktiv. Darüber hinaus ist er noch Fördermitglied im Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen IGZ.

Einleitung


Als Anfang 2020 die ersten Corona Infektionen in Deutschland festgestellt wurden, dachten noch viele, dass dies kein Grund zur Beunruhigung sei – war es doch nicht die erste Infektionskrankheit aus Asien. Unbeschwerte Karnevalsfeiern, Après-Ski-Partys etc. waren der Nährboden für eine schlagartige Verbreitung des Virus in Europa.

Fehleinschätzungen der Politik, wie anfänglich weiterhin offene Grenzen und Flugbewegungen führten dazu, dass die Infektionszahlen rapide anstiegen. Andere Länder traf es noch härter als Deutschland, z. B. Italien oder Spanien. Die Weltgesundheitsorganisation rief am 11. März 2020 die Pandemie aus. Die Folge: Ein Lockdown in vielen Ländern mit einer nie dagewesenen Beschränkung der Freiheitsrechte. Die Produktion wurde in vielen Teilen der Wirtschaft heruntergefahren, internationale Lieferketten sind zusammengebrochen, Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen wurden geschlossen, es gab Panikkäufe in den Supermärkten. Diese Bilder prägten den ersten Lockdown.

Um die Folgen des Lockdowns für die breite Bevölkerung wirtschaftlich abzumildern, war es wichtig, Entlassungen soweit möglich zu verhindern. Kurzarbeit hatte sich schon bei der Finanzkrise 2008/09 als sehr wirksames Instrument erwiesen. Schnelle Entlassungen zu Beginn der Pandemie waren eher eine Randerscheinung, wie die nachfolgende Grafik zeigt [Abbildung 1]. Hier hat das Institut für Arbeits- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) im Arbeitsmarktbericht Mai 2020 die Veränderungen wesentlicher Branchen vom März 2019 zu März 2020 gegenübergestellt.

Deutlich erkennbar ist, dass die Metall-Elektro-Industrie einschl. der Autoindustrie im letzten Jahr ihre Herausforderungen hatte und der Motor schon vor der Pandemie gestottert hat.

Für die Arbeitnehmerüberlassung – die in Deutschland stark mit dieser Leitindustrie verbunden ist – war 2019 schon ein schlechtes Jahr.

Ansonsten war der Arbeitsmarkt von der Pandemie in den ersten Monaten nur moderat betroffen.

Abbildung 1: Gegenüberstellung Veränderung März 2020 zu März 2019

Deutlicher werden die Zahlen aus dem Arbeitsmarktber