: Barbara Dell
: Das Glück liegt auf der Straße
: Books on Demand
: 9783753475813
: 1
: CHF 5.30
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 460
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Nelli möchte etwas in ihrem Leben ändern, so viel ist ihr klar. Allerdings wäre alles so viel einfacher, wenn sie wüsste, was sich ändern sollte. Doch dann stolpert sie zufällig über einen Aushang einer Rundreise durch Irland. Ganz entgegen Nellis Hang zur Unentschlossenheit schlägt sie alle Zweifel in den Wind und fliegt auf die grüne Insel, um sich auf die Suche nach ihrem Glück zu machen. Was sie dort allerdings zunächst findet, ist eine bunt gemischte Reisegruppe, die ungleicher nicht sein könnte. Während Nelli quer durch Irland reist, sich zahllose Schlösser, Städte und Ruinen ansieht und malerische Küsten, karge Torfmoore sowie die Weite und Einsamkeit Connemaras hinter sich lässt, wird ihr eines immer klarer: Sie ist auf dieser Reise nicht die Einzige, die sich auf die Suche gemacht hat.

Barbara Dell lebt mit ihrer Familie und einer kleinen Tierschar in einem roten Schwedenhaus südlich von Hamburg. Wenn sie nicht gerade im Familientrubel untergeht, arbeitet sie in einer kleinen Kinderarztpraxis. In ihrer Freizeit liebt sie es mit einem Kaffee auf der Veranda oder unter dem Apfelbaum neben ihren Hühnern zu sitzen und zu lesen. Vor ein paar Jahren kam ein neues Hobby dazu: das Schreiben. So entstand neben Arbeit, Familie und Haushalt ihr erster Roman"Das Glück liegt auf der Straße". Er erzählt von ihrer Lieblingsstadt Lüneburg und ihrem Lieblingsland Irland, dass sie mit ihrem Mann vor vielen Jahren durchquerte, und dessen Zauber sie nie mehr losgelassen hat.

Irgendetwas in meinem Leben muss sich ändern!« Ich saß vor meinem Lieblingscafé in einer kleinen Seitenstraße und blickte auf den runden, gepflasterten Platz vor mir, in dessen Mitte eine große Kastanie stand. Menschen eilten an den Tischen vorbei. Manche von ihnen wirkten gehetzt, andere lachten, unterhielten sich oder schauten in die Schaufenster der umliegenden Geschäfte. Auf dem Tisch vor mir standen ein Latte macchiato und ein Schoko-Muffin, beides noch unberührt.

Ein paar neugierige Blicke von den Nachbartischen fielen zu mir herüber. Oh nein, hatte ich etwa gerade laut gesprochen? Ich seufzte und spürte, wie mir schlagartig heiß wurde und mein Gesicht unangenehm zu kribbeln anfing. Ein sicheres Zeichen dafür, dass meine natürliche Gesichtsfarbe einem zunehmend intensiver werdenden Rot wich. Ich stand nicht gerne im Mittelpunkt. Zu spät. Schnell wandte ich meine Aufmerksamkeit wieder der Kastanie zu.

Ein paar Tauben pickten auf dem Boden nach liegen gebliebenen Krümelresten. Ich schaute in die riesige Krone mit den unzähligen hellgrünen Blättern. Die Sonnenstrahlen fielen an einigen Stellen durch winzige Lücken und hinterließen durch die sanfte Bewegung der Blätter ein wunderschönes Muster auf den Pflastersteinen. Manche schafften sogar den Weg bis zu meinem Platz. Ich genoss die Wärme und träumte mit offenen Augen. Was also konnte ich in meinem Leben ändern? Wäre ich noch ju