Irgendetwas in meinem Leben muss sich ändern!« Ich saß vor meinem Lieblingscafé in einer kleinen Seitenstraße und blickte auf den runden, gepflasterten Platz vor mir, in dessen Mitte eine große Kastanie stand. Menschen eilten an den Tischen vorbei. Manche von ihnen wirkten gehetzt, andere lachten, unterhielten sich oder schauten in die Schaufenster der umliegenden Geschäfte. Auf dem Tisch vor mir standen ein Latte macchiato und ein Schoko-Muffin, beides noch unberührt.
Ein paar neugierige Blicke von den Nachbartischen fielen zu mir herüber. Oh nein, hatte ich etwa gerade laut gesprochen? Ich seufzte und spürte, wie mir schlagartig heiß wurde und mein Gesicht unangenehm zu kribbeln anfing. Ein sicheres Zeichen dafür, dass meine natürliche Gesichtsfarbe einem zunehmend intensiver werdenden Rot wich. Ich stand nicht gerne im Mittelpunkt. Zu spät. Schnell wandte ich meine Aufmerksamkeit wieder der Kastanie zu.
Ein paar Tauben pickten auf dem Boden nach liegen gebliebenen Krümelresten. Ich schaute in die riesige Krone mit den unzähligen hellgrünen Blättern. Die Sonnenstrahlen fielen an einigen Stellen durch winzige Lücken und hinterließen durch die sanfte Bewegung der Blätter ein wunderschönes Muster auf den Pflastersteinen. Manche schafften sogar den Weg bis zu meinem Platz. Ich genoss die Wärme und träumte mit offenen Augen. Was also konnte ich in meinem Leben ändern? Wäre ich noch ju