Die Übernahme Von Der Rock Machine Zu Den Bandidos: Der Bikerkrieg In Kanada
:
Edward Winterhalder, Wil De Clercq
:
Die Übernahme Von Der Rock Machine Zu Den Bandidos: Der Bikerkrieg In Kanada
:
BookBaby
:
9780989999779
:
Die Übernahme
:
1
:
CHF 8.40
:
:
Biographien, Autobiographien
:
German
:
289
:
DRM
:
PC/MAC/eReader/Tablet
:
ePUB
In den frühen 1990er Jahren unterwarfen Maurice 'Mom' Boucher und seine Kollegen von Montreal Hells Angels, angeblich die rücksichtslosesten und bösartigsten Biker der Welt, alle Ankömmlinge außer den knallharten Mitgliedern der Rock Machine. Gegründet von Salvatore Cazzetta, einem Ex-Freund von Boucher, hatte die Rock Machine die Absicht, sich gegen die Hells Angels zu behaupten. Sieben Jahre blutiger Konflikt mit über 160 Toten und unzähligen Verletzten waren die Folge. Die Rock Machine war zahlenmäßig stark unterlegen und appellierte an den weltweiten Bandidos Motorcycle Club, der es in puncto Mitgliederzahl und Stärke mit den Hells Angels aufnehmen konnte. Im Januar 2000 hörte die Rock Machine auf zu existieren und wurde ein Bandidos Chapter auf Probe - das erste, das auf kanadischem Boden gegründet wurde. Biker Edward Winterhalder wurde von den Bandidos beauftragt, den Übergang zu koordinieren. Zwar waren die Weichen gestellt für ein Ende des Bikerkrieges und einen positiven Ausgang für alle, aber alles andere als. Beginnend mit der Festnahme und erfolglosen Abschiebung Winterhalders durch die kanadischen Behörden, weiteren Intrigen, Attentaten und Doppelkreuzen befand sich Winterhalder in einer selbst für ihn unkontrollierbaren Situation. In The Assimilation erinnert sich Winterhalder in Zusammenarbeit mit dem Autor Wil De Clercq - an sein Leben und seine Zeit als Outlaw-Biker; seine persönliche Beteiligung an der Gründung der Quebec Bandidos; seine Freundschaft mit den Schlüsselspielern, die es möglich gemacht haben; und seine letztendliche Desillusionierung und sein Austritt aus der Bandidos Nation.
Wil De Clercq lebt in St. Catharines, Ontario, und hat als freiberuflicher autor und redakteur, bildender künstler und in so unterschiedlichen bereichen wie abbruch, handelsmarine, kunstlackierung, werbetexten sowie film und fernsehproduktion gearbeitet. Er ist seit mehr als 35 Jahren eine dynamische kraft in der welt des motorradjournalismus. Zu den Büchern von Wil De Clercq gehören Biker Chicz: The Attraction Of Women To Motorcycles And Outlaw Bikers mit co-author Edward Winterhalder (2014); Biker Chicz of North America mit co-author Edward Winterhalder (2010); Biker Chicks: The Magnetic Attraction of Women to Bad Boys and Motorbikes mit co-authors Edward Winterhalder and Arthur Veno (2009); The Assimilation: Rock Machine Become Bandidos - Bikers United Against The Hells Angels mit co-author Edward Winterhalder (2008); To Dakar And Back: 21 Days Across North Africa By Motorcycle mit co-author Lawrence Hacking (2008); and Blond China Doll: A Shanghai Interlude 1939 - 1953 mit co-author Hannelore Heinemann Headley (2004).
Ich war elf, als Donald Eugene Chambers in San Leon, Texas, den Motorradclub Bandidos gründete. Es war das Jahr 1966. Chambers, 1930 in Houston, Texas, geboren, war seit frühester Jugend von Motorrädern fasziniert. Zwar fuhr er selbst keine Rennen, aber er war ein leidenschaftlicher Anhänger von allen Wettbewerben auf zwei Rädern und Mitglied eines Motorradclubs namens Eagles, der dem amerikanischen Motorradfahrer-Verband AMA angeschlossen war. Die Vereinsmitglieder pilgerten förmlich zu jedem Rennen, das der AMA im südlichen Texas veranstaltete. Irgendwann wechselte Chambers von den Eagles zu den Reapers, wie der Name nahelegt, ein Einprozenter Club. Schon bald wurde er zum Schriftführer der Reapers ernannt, wodurch er im Schnellkurs lernte, wie ein Motorradclub erfolgreich zu führen ist. Es war nur eine Frage der Zeit, bis Chambers, der ohnehin ungern nach anderer Leute Pfeife tanzte, den Zeitpunkt für gekommen hielt, einen eigenen Club zu gründen – einen Club mit dem Namen Bandidos.
Von Journalisten und Buchautoren ist der Gründer der Bandidos oft als vergrämter und desillusionierter ehemaliger Angehöriger der US- Marine beschrieben worden, der zum Biker wird, weil er, wie so viele Vietnam-Veteranen, mit der amerikanischen Gesellschaft ein Hühnchen zu rupfen hat – einer Gesellschaft, die die Überlebenden dieses entsetzlichen Krieges wie Versager und Kindermörder behandelte, vor ihnen ausspuckte und ihnen keine Arbeit gab. So weit der Mythos, doch wahr ist das genaue Gegenteil: Don Chambers war zwar irgendwann einmal bei den Marines, aber nicht im Entferntesten ein enttäuschter Vietnam-Veteran. Das Land kannte er allenfalls aus den Abendnachrichten im Fernsehen, und die Frage, ob er enttäuscht war oder nicht, ist müßig zu erörtern. Es schreibt sich leicht, klingt gut und passt zu den gängigen Klischees über die Bikerszene, die sich für die öffentliche Meinung aus Leuten zusammensetzt, die entweder enttäuscht, gestört oder asozial sind oder gegen irgendetwas rebellieren wollen – wahrscheinlich sogar alles gleichzeitig.
Natürlich war Bandido Don von der amerikanischen Gesellschaft der 1960er Jahre enttäuscht – da ging es ihm nicht anders als Millionen von Hippies, Studenten und Angehörigen der politischen Linken in diesem turbulenten Jahrzehnt. Ein weiterer Irrtum, der von vielen Journalisten verbreitet wurde, besagt, dass Chambers die Farben Rot und Gold für das Abzeichen der Bandidos als Verbeugung vor den Marines gewählt hat. Wahr ist, dass es sich ursprünglich um die Farben Rot und Gelb handelte und Don sich von der Harlekin-Korallennatter inspi