: Charlotte Paul
: Jake kämpft um sein Glück
: basic erfolgsmanagement
: 9783944987187
: 1
: CHF 4.50
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: Historische Romane und Erzählungen
: German
: 224
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Nachdem Jake überraschenderweise Erbe eines großen Vermögens geworden ist, fängt für ihn ein ganz neues Leben an. Er ist plötzlich für viele Menschen verantwortlich. Eine große Last, die er jedoch gerne auf sich nimmt. Eines Tages lernt er seine Nachbarin Lady Beatrice kennen und bald auch lieben. Doch steht diese Liebe unter keinem guten Stern. Beatrice ist verheiratet, ihr Mann behandelt sie auf brutalste Weise. Im England des 19. Jahrhundert gibt es keine Chance für sie, diesem schrecklichen Leben zu entrinnen. Doch nicht nur Beatrice hat zu kämpfen. Jake bekommt Drohbriefe. Anfangs nimmt er sie nicht ernst, bis schreckliche Dinge passieren. Eine Brücke stürzt ein und ein Mann wird dabei getötet. Bei Jake wird eingebrochen. Wer steckt dahinter? Jake bittet den Detektiv Sletcher und seine Freunde um Hilfe, die auch sofort dazu bereit sind. Und die wichtigste Frage: Gibt es eine Zukunft für Jake und Beatrice? Es wird spannend, überraschend und die Liebe kommt natürlich auch nicht zu kurz.

Charlotte Paul wurde 1956 in Kassel geboren, Die Autorin lebt seit ihrem 18. Lebensjahr in Bayern. Ihre berufliche Laufbahn hat sie in München als medizinische Fachangestellte begonnen und parallel in einer zweiten Karriere als erfolgreiches Model in Werbefilmen für große Marken gearbeitet. Seit 1991 wohnt sie in Bayern. Das Wichtigste in ihrem Leben ist ihre Familie - ihr Mann und ihre zwei erwachsenen Kinder geben ihr die Kraft für immer neue Wege. Charlotte Paul ist eine aktive Frau und brennt für die Kunst, die Kultur, aber auch den Sport. Mut und Selbstbestimmung hält sie für entscheidende Attribute, um den eigenen Lebensweg und somit das eigene Glück zu finden. Instagram: Charlotte_Paul_

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Beatrice versuchte sich etwas bequemer hinzusetzen. Ihr Rücken schmerzte noch von der letzten Nacht. Die Beine angewinkelt unter ihrem Kleid versteckend, machte sie es sich auf dem alten Sofa so gemütlich wie möglich. Es war ihr Lieblingsplatz. Von hier aus konnte sie durch die hohen Fenster hinaus in den Park sehen.

Der Herbst war endgültig angekommen. Den größten Teil der bunten Blätter hatte der Sturm in der letzten Nacht von den Ästen geweht. Vom Wind hin- und hergetragen, tanzten sie einen übermütigen Reigen auf dem Rasen.

Früher hatte sie den Herbst sehr gemocht, sich sogar gefreut über die Veränderung in der Natur. Die Farbenpracht in den Wäldern. Das Sammeln der Vögel am Himmel, um in die Ferne zu ziehen. Alles hatte sich damals so lebendig angefühlt. Doch nun machte es sie nur noch traurig. Es bedeutete, wieder einen kalten Winter vor sich zu haben. Dunkelheit in den Räumen, welche die spärlich aufgestellten Kerzen nicht vertreiben konnten. An Lesen oder Handarbeit war bei diesem wenigen Licht nicht zu denken. Gern hätte sie Klavier gespielt, doch ihr Mann mochte keine Musik. Damals, als sie das erste Mal in dieses Haus kam und das Musikzimmer erblickte, war sie noch voller Hoffnung gewesen. Solange sie die Musik hatte, konnte sie viel ertragen. Doch es kam anders. Ihr Mann verbot ihr auf das Entschiedenste, jemals das Musikzimmer zu betreten und schaute ihr dabei drohend in die Augen. Was war nur los mit diesem Mann, sann sie nach. Hatte es etwas mit seiner ersten Frau zu tun? Es musste einfach etwas mit ihr zu tun haben.

Eines Abends bei Tisch – ihr Mann schien ausnahmsweise bei guter Laune zu sein – versuchte sie ihn auf ihre Vorgängerin anzusprechen. Doch er erwiderte nur voller Hass, dass sie dies nichts anginge. Es war klar, von ihrem Mann würde sie nichts erfahren. Also versuchte sie, dem Personal etwas zu entlocken. Es stellte sich heraus, dass die gesamten Hausangestellten nach dem Tod der ersten Lady Michael ausgewechselt worden waren. Ein unangenehmes Gefühl beschlich Beatrice. Leider konnte sie sich auch nicht an Nachbarn oder Freunde wenden, da ihr Mann zu niemanden in der Nähe Kontakt pflegte.

Eines Tages, Beatrice glaubte sich allein im Haus, schlich sie sich ins Musikzimmer. Die Sehnsucht nach Musik, sie zu hören und zu spielen, war einfach zu groß gewesen. Doch ihr Mann überraschte sie dabei und bestrafte sie. Danach ging sie nie wieder in dieses Zimmer. Und so verging ein Tag nach dem anderen. Die einzige Abwechslung in ihrem Leben war das langweilige Kontrollieren der Arbeiten der Hausangestellten. Oder das