Nun folge ich Sabines Rat. Zwei Briefe an Gott spielten einst in meinem Leben eine wichtige Rolle. Hier möchte ich aber erst erklären, wer Gott für mich ist. Als Kind sprach ich über gewisse Dinge nur mit ihm, der mir ein fast lebensnotwendiger Gesprächspartner wurde. In der Zeit der Ehe ging dies verloren. Als ich begann mich für spirituelle Dinge zu interessieren, las ich für mich fremde Begriffe wie „All das, was ist“, „Das Universum“ etc., doch damit konnte ich mich nicht anfreunden. Als erwachsene Frau, welche Kommunikation brauchte wie eine Blume Wasser, erinnerte ich mich, dass ich immer wunderschöne Gespräche mit „Gott“ geführt hatte, und ernannte ihn erneut zu meinem Kommunikationspartner. Ja, und nachdem die Wochenendbeziehung mit Heiko in die Hose ging, schrieb ich den ersten Wunschbrief an Gott. In diesem bestellte ich mir sozusagen einen Mann, mit dem ich lernen kann, wieder Vertrauen in „fremden Mann“ zu fassen. Hier geschah dann Seltsames.
Da gab es einen Kunden, der schon lange regelmäßig zu Wellnessmassagen kam. Ist mein Job. Vergaß es mitzuteilen. Er war ein sehr höflicher und introvertierter Mensch und es dauerte lange, bis wir anfingen ab und an mal miteinander zu sprechen. Es war immer sehr angenehm und wir lachten dabei viel. Kurz nachdem ich diesen Brief an Gott geschrieben hatte, geschah dann etwas Kurioses. Ich bekam von diesem Kunden namens Björn Mutsch eine E-Mail:
Sehr geehrte Frau Sander,
gerne würde ich Ihnen ein paar meiner Gedanken mitteilen. Die Zeit, welche ich mit Ihnen verbringe, tut mir unglaublich gut und deswegen sind Sie gut. Sie haben das sicherlich bereits gespürt. Ich möchte Ihnen ein gewagtes „seriöses“ Angebot machen. Gerne würde ich Sie fühlen lassen, wie es ist eine Massage zu erhalten. Gerne würde ich die Rollen vertauschen, wobei ich mir nicht anmaße, Ihren Part so toll erfüllen zu können. In meinem „Bilderbuch im Kopf“ hat es Ihnen sehr gutgetan, dies auszuprobieren. Kurzum, ich genieße Ihre Nähe und würde Ihnen gern einen Teil dessen, was Sie mir schenken, zurückgeben. Ich würde mich über