: Gabriele Kuhnke
: Die Acht vom großen Fluss, Bd. 1 Der abenteuerliche Fund
: Leibniz-Blätter-Verlag
: 9783982057378
: 1
: CHF 3.50
:
: Erstlesealter, Vorschulalter
: German
: 128
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Langsam begreife ich, dass das hier kein Spaß mehr ist, dass es auf einmal bitterer Ernst wird. Was hatte Papa noch gesagt: Es geht diesen Rauschgifthändlern nur ums Geld. Sie schrecken vor nichts zurück Meine Schuld ist es, dass die Holzaugen in diese gefährliche Sache hineingeraten sind. Hätte ich den verrückten Einfall mit dem Mehl nicht gehabt, wären sie nicht gefangen worden und würden jetzt sicher und behütet zu Hause am Abendbrottisch sitzen.

Gabriele Cecilia Kuhnke (geb. Ammermann;* 19. Juni 1946 in Olsberg) ist eine deutsche Schriftstellerin; sie hat sich vor allem durch ihre Kinder- und Jugendbücher einen Namen gemacht. Geboren im Sauerland, besuchte sie in Arnsberg das Mädchen-Gymnasium. Seit ihrer Kindheit fühlte sie sich zu Wasser und Schiffen hingezogen, arbeitete nach ihrer Schulzeit auf einem Rhein-Schleppkahn. Die zwölfbändige Reihe Die Acht vom großen Fluss erschien erstmals zwischen 1985 und 1991im Schneider-Buch-Verlag. Sie lebt in Sommerland zwischen Elmshorn und Glückstadt.

Die Kinder und ein Kater

Wisst ihr, wo Diekhusen liegt? Nein? Dann holt euch rasch eine Karte von Deutschland und fahrt mit dem Zeigefinger nach oben in den Norden. Dort stoßt ihr auf einen breiten Fluss, der in die Nordsee mündet: die Elbe.An der EIbe liegt Glückstadt, und in der Nähe von Glückstadt liegt Diekhusen. Dort wohne ich.

Ich heiße Sabine Rehder. Im August werde ich zwölf Jahre alt. Aber bis dahin fließt noch viel Wasser die Elbe hinunter.

Ich bin so ziemlich die einzige von allen Kindern und Erwachsenen in Diekhusen, die dunkelbraune Haare hat. Fast alle anderen sind blond.

Als ich Mama missmutig mal fragte, warum nur ich eine dunkle Haarfarbe habe, meinte sie achselzuckend: „Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Wahrscheinlich hast du sie von deiner Urgroßmutter geerbt, der du ähnlich siehst.“

„Hast du ein Foto von ihr als sie so alt war wie ich?“, machte ich neugierig weiter.

„Nein. Leider sind die wenigen Kinderbilder von ihr verloren gegangen. Aber du brauchst dich nur selbst anzuschauen, dann weißt du, wie die Urgroßmutter ausgesehen hat.“

Eilig zog ich mich in mein Zimmer zurück und lehnte einen kleinen, runden Spiegel