: Thomas Hüttinger
: Europameisterschaft 1960 Europacup der Nationen
: Books on Demand
: 9783754380154
: 1
: CHF 5.70
:
: Ballsport
: German
: 134
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Heute ist die Europameisterschaft das zweitwichtigste Fußballturnier nach der Weltmeisterschaft. Ihre erste Austragung erfolgte aber erst 1960 - 30 Jahre nach der ersten WM und sogar 44 Jahre nach der Einführung der Südamerikameisterschaft. Und dieser Wettbewerb wurde auch erst nachträglich zur Europameisterschaft erklärt. Bei seiner Austragung durfte er sich wegen der geringen Beteiligung von 17 Verbänden nur Europacup der Nationen nennen. Dieses Buch schildert den langen Weg über regionale Pokalturniere, die Vision des Franzosen Henri Delaunay, Machtkämpfe auf Kongressen bis zur erstmaligen Austragung einer gesamteuropäischen Meisterschaft. Hauptbestandteil sind aber die umfassende Darstellung aller Spiele der Qualifikation und der Finalrunde in Frankreich sowie Portraits der herausragenden Spieler. Den Abschluß bildet die sportliche Bewertung und Einordnung dieses Turniers, dem der DFB fernblieb, die DDR aber teilnahm.

Thomas Hüttinger (geboren 1964) vermisste als passionierter Sammler von Fußballbüchern schon lange ein Buch über die erste Fußball-Europameisterschaft und nahm sich deshalb der Aufgabe an es selbst zu verfassen.

Vorläufer

Der Weg zur Europameisterschaft

Die Vorläufer

Britische Meisterschaft (Home International Championship)

Zu Beginn der Geschichte des Fußballs spielten nur Vereinsmannschaften gegeneinander. Der erste Vergleich der Auswahlen zweier Fußballverbände fand 1872 zwischen England und Schottland statt. Obwohl es 0:0 endete fanden alle Beteiligten großen Gefallen daran und es folgten bald viele weitere Länderspiele; erst nur zwischen England und Schottland bis sich 1876 auch Wales und ab 1882 (Gesamt-)Irland daran beteiligten. Sie trugen fortan regelmäßig Freundschaftsspiele gegeneinander aus. Da jeder Verband eigene Fußballregeln hatte galt immer das Recht des Gastgebers. 1882 einigte man sich auf einheitliche Regeln. Damit waren die Voraussetzungen geschaffen, den Spielen den Rahmen eines Turniers zu geben. Die erste Austragung des „International Championship“ genannten und fortan jährlich ausgetragenen Wettbewerbs fand in der Saison 1883/84 statt und sah Schottland als Sieger. Jede Mannschaft spielte einmal in der Saison gegen die drei anderen. Das Heimrecht jeder Paarung wechselte von Jahr zu Jahr. Jede Auswahlmannschaft hatte also ein Heim- und zwei Auswärtsspiele oder umgekehrt. Zur selben Zeit erschienen in englischen Fachblättern erste weitergehende Gedanken an eine „Meisterschaft der Länder“ Als 1902 mit Österreich gegen Ungarn das erste außerbritische Auswahlspiel stattfand erkannten England und Co., daß sie nicht mehr länger die einzigen Nationalmannschaften waren und änderten den Namen ihres Wettbewerbes in „Home International Championship“.

England gegen Sch