Vorläufer
Der Weg zur Europameisterschaft
Die Vorläufer
Britische Meisterschaft (Home International Championship)
Zu Beginn der Geschichte des Fußballs spielten nur Vereinsmannschaften gegeneinander. Der erste Vergleich der Auswahlen zweier Fußballverbände fand 1872 zwischen England und Schottland statt. Obwohl es 0:0 endete fanden alle Beteiligten großen Gefallen daran und es folgten bald viele weitere Länderspiele; erst nur zwischen England und Schottland bis sich 1876 auch Wales und ab 1882 (Gesamt-)Irland daran beteiligten. Sie trugen fortan regelmäßig Freundschaftsspiele gegeneinander aus. Da jeder Verband eigene Fußballregeln hatte galt immer das Recht des Gastgebers. 1882 einigte man sich auf einheitliche Regeln. Damit waren die Voraussetzungen geschaffen, den Spielen den Rahmen eines Turniers zu geben. Die erste Austragung des „International Championship“ genannten und fortan jährlich ausgetragenen Wettbewerbs fand in der Saison 1883/84 statt und sah Schottland als Sieger. Jede Mannschaft spielte einmal in der Saison gegen die drei anderen. Das Heimrecht jeder Paarung wechselte von Jahr zu Jahr. Jede Auswahlmannschaft hatte also ein Heim- und zwei Auswärtsspiele oder umgekehrt. Zur selben Zeit erschienen in englischen Fachblättern erste weitergehende Gedanken an eine „Meisterschaft der Länder“ Als 1902 mit Österreich gegen Ungarn das erste außerbritische Auswahlspiel stattfand erkannten England und Co., daß sie nicht mehr länger die einzigen Nationalmannschaften waren und änderten den Namen ihres Wettbewerbes in „Home International Championship“.