: Vanessa Golnik
: Tales of Fear and Darkness Roman | Futuristische Romantasy mit einem Haufen verrückter Monster
: Piper Verlag
: 9783492988629
: Tales
: 1
: CHF 4.50
:
: Fantasy
: German
: 380
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Jeden Tag wird die Dunkelheit stärker. Bald ist sie nicht mehr zu stoppen. Eine futuristische Romantasy für alle LeserInnen von Ava Reed und V.E. Schwab »Das Chaos liebt uns alle. Es schickt uns so viele Bestien, wie in seiner Macht steht, damit ihr Gift uns erlösen kann, doch die Begabten wollen alles für sich allein, wie sie auch schon in dieser Welt alles für sich beanspruchen.« Die Riesenwarane sind besiegt. Doch die dunkle Magie bereitet sich darauf vor, mit aller Macht zurückzuschlagen. Jetzt ist es an Liana und Kieran, anderen Begabten beizubringen, sich in den gemeinsamen Rausch zu versetzen, damit sie eine Chance haben gegen die Dunkelheit zu bestehen. Doch diesmal müssen sie nicht nur gegen Bestien kämpfen. Immer mehr Menschen stellen sich auf die Seite der dunklen Magie. Band 2 der düsteren Fantasy-Reihe »Tales«.  Romantische Fantasy in einem futuristischen Setting mit einem Haufen verrückter Monster »Am liebsten hätte ich ewig weitergelesen. In diesem Sinne wünsche ich euch ebenso emotionale sowie aufregende Lesestunden wie ich sie hatte und kann euch nur empfehlen, jede Seite davon zu genießen.«  ((Leserstimme auf Netgalley)) »Die Geschichte ist voller Magie, Angriffen, Kämpfen und großer Gefühle. Spannend, actionreich und sehr zu empfehlen.«  ((Leserstimme auf Netgalley)) »Wenn mich jemand fragen würde, hätte ich es fast wie einen Film beschreiben können. Alles in allem ein absolut tolles Buch und eine sehr empfehlenswerte Reihe.«  ((Leserstimme auf Netgalley)) »Gut gemachtes Buch über Magie, Bestien, Liebe, Mut und Freundschaft, das mir gut gefallen hat.«  ((Leserstimme auf Netgalley)) 

Vanessa Golnik wurde 1993 in Esslingen geboren und hat es schon immer geliebt in fremde Welten einzutauchen. Wenn sie nicht gerade die anderer Autoren erkundet, erschafft sie ihre eigenen. Inzwischen lebt sie in Heidelberg und arbeitet bei einem Wissenschaftsverlag.

Kapitel 1


»…eine dunkle Magie, die es auf uns abgesehen hat. Sie erschafft die Bestien und versucht mit aller Macht, uns zu zerstören. Das ist es, was uns eine Quelle innerhalb der Kingston Academy für magisch Begabte anvertraut hat. Doch kann es wirklich wahr sein? Mehr dazu gleich.«

Erschrocken riss ich den Kopf von Kierans Brust.

Der schnalzte mit der Zunge. »Das erklärt, warum Charlotte unbedingt wollte, dass wir Nachrichten schauen.« Auf seinem Core blinkte immer noch ihre letzte Nachricht.

Hört auf zu fummeln und schaltet den scheiß Fernseher ein!

Subtil war kein Wort, mit dem ich sie beschreiben würde.

»A-aber das sollte geheim bleiben«, stammelte ich, während eine Nachrichtensprecherin auftauchte, die neben einem selbsternannten Experten für Magie saß. »Und Experte für Magie? Niemand ist Experte für Magie!«

»Arlington wird ausflippen.« Kieran, der hinter mir auf der Couch ausgestreckt lag, tippte auf seinen Core und der Fernseher erlosch.

Ich setzte mich auf und suchte nach meinem Core, den ich vorhin abgenommen hatte. Auf dem Glastisch war nichts zu sehen. Meine Füße versanken in dem dichten cremefarbenen Teppich, als ich mich vorbeugte. »Hey! Mach das wieder an! Wir müssen wissen, wie das weiter geht.«

»Das werden wir noch früh genug erfahren.«

Erschrocken schrie ich auf, als er mich zu sich hinab zog. »Arlington wird uns sicher bald einbestellen. Ich für meinen Teil würde die Zeit bis dahin gern nutzen.« Er strich mir mit der Hand durchs Haar und versuchte, mich zu küssen, doch ich wand mich aus seinem Griff.

»Du bist unmöglich.« Ich stand auf und ging in Richtung Esstisch, wo ich meinen Core entdeckt hatte. Bevor ich ihn erreichen konnte, schlang Kieran seine Arme von hinten um mich. »Ist es zu viel verlangt, dass ich Zeit mit meiner Freundin verbringen möchte, ohne dass uns irgendjemand auf den Sack geht?«

»Das ist wichtig, Kieran.« In dem Moment fing mein Core an zu vibrieren.

Kieran gab ein frustriertes Knurren von sich. »Und schon werden wir einbestellt. Was habe ich gesagt?«

Ich schnappte mir meinen Core und öffnete die Nachricht. Kieran hatte recht. Es war eine Anordnung von Arlington, in der uns befohlen wurde, sofort in die Akademie zu kommen.

»Der erste Nachmittag, den wir für uns haben und Arlington macht ihn kaputt«, brummte Kieran.

»Das hat er sicher nicht geplant.« Ich sah über die Schulter zu ihm auf und er nutzte die Gelegenheit, um mich zu küssen. Automatisch schloss ich die Augen, als er mit der Zunge sanft über meine Unterlippe fuhr. Ich streckte die Hand aus und vergrub sie in seinem dunklen Haar. Er drückte mich fester an sich und ließ seine Hand von meiner Wange über meinen Hals in Richtung meiner Brüste wandern.

Erneut vibrierte der Core in meiner Hand.

Widerwillig lösten wir uns voneinander. Kierans blaue Augen leuchteten, als er mich ansah. Er war wütend, dass Arlington uns die wenigen Stunden nahm, die wir für uns hatten.

Es war der erste Nachmittag seit unserer Rückkehr aus New Mexico, an dem wir keine Verpflichtungen hatten. Fast zwei Wochen nach dem Sieg über die Warankönigin hatten wir durch Besprechungen, Untersuchungen und Interviews zwar viel Zeit miteinander verbracht, aber allein waren wir kaum gewesen.

Eine der ersten Besprechungen war mit Arlington, dem obersten Medium, gewesen, der uns eingeschärft hatte, niemandem von der dunklen Magie zu erzählen. Das würde Panik auslösen. Es würden nur Begabte davon erfahren, für deren Arbeit dies notwendig war. Es hatte mir zwar nicht gefallen, aber es war wohl besser so. Denn über die dunkle Magie wussten wir noch weniger als über die gute. Weder wie geschwächt sie war noch, wann sie wieder zuschlagen würde. Nur eins war sicher: dass sie wieder zuschlagen würde.

Wieder und wieder hatten wir unsere Erfahrungen haargenau schildern müssen, waren gemeinsam mit einigen ranghohen Kriegern, Alchemisten und Medien ein Schreckensszenario nach dem anderen durchgegangen.

»Als ob das irgendetwas bringt«, hatte Kieran mir dabei oft zugeflüstert. »Wenn etwas passiert, werden wir uns auf die Magie verlassen müssen. So wie immer.«

Unsere einzige Option war es, abzuwarten und so zu tun, als wäre alles in Ordnung.

Doch jetzt wusste ganz Kingston und bald ganz Nordamerika über die dunkle Magie Bescheid.

Und Arlington würde Kieran und mich beschuldigen, uns verplappert zu haben.

»Komm, gehen wir uns unseren Anschiss abholen.«