: Karin B. Jankowski
: Das letzte Geheimnis Liebe und Mord in der Provence
: Books on Demand
: 9783753494043
: 1
: CHF 5.30
:
: Spannung
: German
: 322
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Eine fast wahre Geschichte, in der es um Liebe und den Umgang damit geht."Vertrau mir doch", sagte der Vater zu Alice und später auch ihr Mann... Aber da war es schon zu spät. Die Liebe war missbraucht... und erst Steven schafft es, Alice wieder an die wahre Liebe glauben zu lassen. Aber - kann sie ihm wirklich vertrauen? Ein spannender Roman mit tiefen Einblicken in die menschliche Seele und eine Welt, vor der viele Menschen Angst haben - die in Wirklichkeit aber keine andere ist als die, in der wir leben. Erst wenn wir das erkennen, können wir sie ändern."Ich lese viel. Aber das ist ein ganz anderes Buch. Man spürt, dass hier nichts erfunden wurde. Was für ein Leseerlebnis." -eine begeisterte Leserin-

Karin Bohr-Jankowski wurde Ende der 50er Jahre in Mettlach/Saar geboren. Nach ihrem Studium war sie bei der EU tätig, dann selbstständige Beraterin in Brüssel und Lehrbeauftragte in einem European Masters an der Universität Aix-Marseille. Mehr als 20 Jahre lebte sie zusammen mit ihrem Mann und ihren drei Retrievern in ihrer neuen Wahlheimat, Forcalquier in den Alpes-de-Haute-Provence. Seit 2019 teilen sie sich ihr Leben zwischen Kaltennordheim in der thüringischen Rhön und einem kleinen Ort in der Champagne-Ardenne.

Kapitel 1.1


Mutprobe

„Warum aufstehen?“

Es gab Tage, an denen Alice das nicht konnte. Geschweige denn, bis zum Fenster gehen, die Läden aufmachen und das gleißende Sonnenlicht der Provence zu sich hereinlassen. An solchen Tagen gingen ihr immer dieselben Fragen durch den Kopf, und wenn ihr keine Antwort einfiel, konnte die Lawine sie ganz schnell überrollen: „Warum sich bewegen? Warum atmen?“

Heute aber war alles gut; sie hatte ihren Grund aufzustehen. Nicht so wie die meisten Menschen um sie rum, die jeden Morgen aus den Federn kriechen, um ihr täglich Brot zu verdienen und vielleicht sogar noch mehr.

„Nicht jedem geht es so gut wie dir, und er kann von den Reserven leben“, bekam sie oft zu hören.

Wenn damit Geld gemeint war, musste sie den Leuten recht geben. Dank der großzügigen Unterstützung ihres Freundes Claude Fuentes hätte sie die Möglichkeit, ein gutes Leben zu führen. Aber sonst – nein, sonst hatte sie keine Reserven. Nicht mehr!

„Soll ich zuerst aufstehen und den Laden aufmachen – die erste Mutprobe des Tages – oder mir überlegen, was ich anziehen soll? Anziehen, auch so eine Herausforderung; obwohl – im Sommer ist alles einfacher. Dann aber das Duschen, Zähneputzen, Frühstücken – nein, besser umgekehrt: Zuerst frühstücken, dann die Zähne putzen, oder? Verdammt – es ist wirklich nicht e