: Urgyen Sangharakshita
: Die Geschichte meiner Zufluchtnahme Gedanken zum Zwanzigsten Gründungstag des Westlichen Buddhistischen Ordens (heute Triratna)
: Books on Demand
: 9783754363386
: 1
: CHF 4.80
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: Weitere Religionen
: German
: 204
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
"Zuflucht nehmen" ist der Akt, das eigene Leben dem Buddhismus zu widmen. Sangharakshita zeichnet seinen eigenen Weg der Entdeckung nach und zeigt, dass das klösterliche und das spirituelle Leben nicht identisch sind. Dass, was wirklich wichtig ist, ist die Hingabe an spirituelle Ideale.

Urgyen Sangharakshita- bürgerlich Dennis Lingwood- wurde 1925 in London geboren und starb 2018 in Adhistana in Herefordshire, Großbritannien (siehe www.adhistana.org). Als junger Mann lebte er in Indien, wo er über zwanzig Jahre lang den Buddhismus unter Lehrern verschiedener Traditionen (Theravada, Mahayana, Vajrayana) übte und studierte. 1967 kehrte er nach England zurück und gründete die Freunde des Westlichen Buddhistischen Ordens (FWBO). Inzwischen entstand daraus eine internationale Bewegung mit Zentren in der ganzen Welt. 2010 wurde die Gemeinschaft umbenannt und heißt heut Buddhistische Gemeinschaft Triratna. Heute zählt Sangharakshita zu den wichtigsten Lehrern des Buddhismus im Westen und ist als Autor zahlreicher Bücher bekannt. Er versteht sich vor allem als"Übersetzer" zwischen Ost und West, zwischen den Tradition und Moderne, zwischen Prinzipien und Methoden. Seine Bücher wurden bisher in 30 Sprachen übersetzt.
2. EINLEITUNG

Heute feiern wir den zwanzigsten Gründungstag des Westlichen Buddhistischen Ordens, der am Sonntag, dem 7. April 1968, entstand, als neun Männer und drei Frauen sich im Rahmen einer Feier imCentre House, London, zum Pfad des Buddha verpflichteten, indem sie öffentlich in der überlieferten Weise die Drei Zufluchten und Zehn Vorsätze von mir „nahmen“. Die knappen Sätze des Tagebuchs, das ich während der ersten dreieinhalb Monate jenes Jahres führte und erst kürzlich wiederfand, lauten:

Um 10.15 im Centre House angekommen. Fand nichts vorbereitet. Raum gesäubert und aufgeräumt, Schrein usw. aufgebaut. Leute trafen ein, darunter auch Bhikkhus. Beginn um 11.15. Begrüßung durch Jack [Austin]. Lunch mit Bhikkhus und Jack, während Mike Rogers die erste Meditation leitete. Emile [Boin] ziemlich besorgt, weil die Inder, die den Lunch zugesagt hatten, erst sehr spät eintrafen. Um 12 Uhr Ansprache über „Die Idee des Westlichen Buddhistischen Ordens und die Upāsaka-Ordination“. Dann, während die anderen zu Mittag waren, Gespräch mit der Presse. Viele Fotos. Gruppendiskussion geleitet. Meditation. Tee. Weitere Presse leute, mehr Fotos. Um 17.30 Uhr Ansprache über das „Bodhisattva-Gelübde“. Von 19 bis 20.15 Uhr Ordinationszeremonie geleitet. Mike Ricketts, Mike Rogers, Sara [Boin], Emile [Boin], Terry O’Regan, Stephen [Parr], Marghareta [Kahn], Geoffrey [Webster], John Hipkin, Roy Brewer, Penny [Nield-Smith] und David Waddell empfingen ihre [öffentlichen] Ordinationen. Alles ging glatt und war erfolgreich. Alle höchst erfreut.

Vier, von meinem Freund Terry Delamare2 aufgenommene, Farbdias geben ein weiteres (optisches) Zeugnis des Ereignisses. Das erste Dia ist eine Großaufnahme des Schreins mit einer Bronzefigur des sitzenden Amitāyus, Buddh