: Sabrina Dahlheimer
: Familie unter Verdacht Mechanismen und Folgen medialer Skandalisierungen von Kinderschutzfällen
: Transcript Verlag
: 9783839454657
: Gesellschaft der Unterschiede
: 1
: CHF 42.80
:
: Soziologie
: German
: 490
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF

Seit einigen Jahren rücken die Themen familiale Erziehung und Kinderschutz immer stärker in den Fokus des öffentlichen Interesses. Nicht unwesentlich dabei sind Empörungswellen über Fälle wie »Kevin« aus Bremen, welche die normativen Bilder von Familie und Elternschaft nachhaltig zu prägen scheinen. Sabrina Dahlheimer zeigt: Die darin zum Ausdruck kommende diskursdurchdringende Logik des Verdachts legitimiert nicht nur eine (Re-)Moralisierung sozialer Ungleichheiten, sondern ist auch mit zahlreichen Spannungsverhältnissen und Vertrauensbrüchen verbunden, die nicht zuletzt das gefährden, was die Diskursakteure vorgeben zu schützen: das Kindeswohl.



Sabrina Dahlheimer, geb. 1981, forscht und lehrt am Institut für Kindheit, Jugend und Familie der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der empirischen Familien- und Kindheitsforschung, im Bereich der Wissens- und Kultursoziologie sowie der Qualitäts- und Evaluationsforschung.

Inhalt5
Zum Geleit9
Worte des Dankes11
I Familiale ›Erziehungs(in)kompetenz‹ als soziales Problem und Forschungsgegenstand13
1. Begriffliche Annäherungen und historische Entwicklungen13
2. Perspektiven auf das Phänomen19
3. Erkenntnisinteresse, Aufbau und Genese der vorliegenden Arbeit24
II Anlage und Durchführung des Forschungsprogramms29
1. Theoretisch-methodologischer Bezugsrahmen29
2. Empirisch-heuristische Vorarbeiten zur Konkretisierung und Eingrenzung des Forschungsfeldes48
3. Umsetzung der Diskursanalyse als dreischrittiges, relationales Mehrebenenverfahren79
III Narrationslinien familialer ›Erziehungs(in)kompetenzen‹ – Zur Anerkennung und Institutionalisierung eines sozialen Problems107
1. Die Ausgangsnarration: Der Fall ›Kevin‹ als Teil einer sich ausweitende Katastrophe familialer ›Erziehungsinkompetenzen‹107
2. Die Gegennarration: Der Fall ›Kevin‹ als Wegbereiter einer gefährlichen Entmachtung familialer ›Erziehungskompetenzen‹148
3. Die Alternativnarration: Der Fall ›Kevin‹ als Symbol eines unterentwickelten (Risiko-)Managements familialer ›Erziehungs(in)kompetenzen‹177
4. Der Dualismus von Tradition und Innovation – Ein modernisierungs- und ritualtheoretischer Blick auf die Diskurskarriere der Erzählstrukturen212
IV Narrationsübergreifende (Macht-)Positionen und Praktiken des (Zu-)Ordnens231
1. Das Kind(eswohl) als diskursiver Operator231
2. Diskursive Akte des Ausgrenzens und Unterdrückens von Familien239
3. Das Diskursensemble der medienöffentlichen Sprecherpositionen275
4. Subjektivität und Subjektivierung im Dispositiv der Kindeswohlsicherung316
V Synthese und Ausblick357
1. Die Phänomenstruktur familialer ›Erziehungs(in)kompetenz‹357
2. Mögliche Handlungsimplikationen für die Stakeholder des Diskurses372
3. Grenzen und Chancen des Forschungsprogramms383
VI Verzeichnisse391
1. Tabellenverzeichnis391
2. Abbildungsverzeichnis391
3. Literaturverzeichnis392
4. Verzeichnis der zitierten Printmedien470
Anlagen485
A1 Schlagwörter der analytischen Suchbewegungen485
A2 Grundlegendes Kodierschema zur Strukturierung und Verdichtung des Materials487