EINLEITUNG
Es gibt heute einen auffälligen Mangel an Veröffentlichungen zur Astronomie, die sich ohne Scheu mit dem Himmel beschäftigen, so wie er von dem gewöhnlichen Beobachter mit bloßem Auge erlebt wird, wenn er unter den Sternen steht. Die Astronomie als Wissenschaft ist so kompliziert geworden, dass ein ernsthaftes Studium der Himmelsphänomene, wie sie allen zugänglich sind, für überflüssig gehalten wird, abgesehen von Schulbüchern und rein beschreibenden Sternführern zur Auffindung von Sternbildern, etc. Selbst in diesen Darstellungen verläßt man oft schnell den Bereich, der von der Erde ausgehenden Erfahrung und geht über das unbewaffnete Auge hinaus zu den riesigen Teleskopen, Radiosignalen und anderen bewunderungswürdigen modernen Instrumentierungen.
Nirgends konnte ich in England eine zufriedenstellende Veröffentlichung über beobachtende Astronomie finden, die sie als einen Bestandteil der Kultur und eine fruchtbare Wissenschaft an sich behandelt. Das vorliegende Bändchen möchte diesen Mangel beheben und richtet sich an diejenigen Mitbürger, die empfinden, dass die Sternenwelt ein bedeutungsvoller Teil ihrer weiteren Umgebung ist und die darüber, innerhalb der Grenzen ihrer eigenen Beobachtung, mehr lernen möchten, und es richtet sich an den beobachtenden Astronomen, der sich ein Buch mit einem frischen genauen Blick für die Bewegungen und Erscheinungen, die sich seiner nächtlichen Wache zeigen, wünscht. Darüber hinaus hat diese Darstellung des Themas eine Bedeutung für viele Bereiche der Kultur, einschließlich der Philosophie, Psychologie, Geschichte, Literatur und Mythologie. Das Ziel war, das menschliche Kulturelement in eine grundlegende Wissenschaft wieder einzuführen. Dem entspricht, dass moderne Autoren die Geschichte der Naturwissenschaft und die Evolution des Bewusstseins in ihre Studien z.B. der Geschichte und der Literatur mit aufnehmen. In diesem Zusammenhang bietet das vorliegende Buch einen Beitrag zum Verständnis früherer Kulturen, die sehr stark von beobachtender Him