: akzept e.V. (Hrsg.)
: 8. Alternativer Drogen- und Suchtbericht 2021
: Pabst Science Publishers
: 9783958537187
: 1
: CHF 8.90
:
: Angewandte Psychologie
: German
: 193
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Zum 8. Mal eröffnet der Alternative Drogen und Suchtbericht eine kritische und gleichzeitig konstruktive Sicht auf die aktuellen Entwicklungen im Drogen- und Suchtbereich in Deutschland. Schwerpunktthema dieses Berichtes ist die Alkoholkontrollpolitik. Deutlich wird dabei, dass Deutschland sowohl in Bezug auf die Alkohol- als auch auf die Tabakkontrollpolitik eine sehr industriefreundliche und wenig gesundheitspolitische Ausrichtung hat. In mehreren Beiträgen wird der hohe Preis deutlich, den wir dafür zahlen müssen! Neben den vielen inzwischen errungenen Erfolgen der Harm Reduction in der Drogenhilfe zeigen sich immer wieder Defizite in der Versorgung Drogen konsumierender Menschen in Freiheit und besonders in Haft. Einige Stichworte sind die drohende Versorgungskrise in der Substitutionsbehandlung, das Ansteigen drogenbedingter Todesfälle oder die Versorgung von Patienten mit Cannabis als Medizin. Der 8. Alternative Drogen- und Suchtbericht stellt insgesamt viele Beispiele und Ideen für eine nachhaltige, ganzheitliche Drogenpolitik vor, die endlich umgesetzt werden müssen, um weiteres Leid, weitere gesundheitliche und soziale Schäden und schließlich eine weitere Verschwendung von Ressourcen zu verhindern.
Inhaltsverzeichnis5
Für eine ganzheitliche und nachhaltige Drogenpolitik8
Quellen10
1 Drogenpolitik11
Alle Jahre wieder…..12
2 Alkohol und Tabak19
Alkohol - wie abhängig sind Hilfe und Stigmatisierung voneinander?20
Einleitung20
Wie Stigmatisierung das Hilfesuchverhalten beeinflusst21
Beispiel: Alkoholkonsum in der Schwangerschaft21
Beispiel: Intersektionelles Stigma bei begleitender ADHS bzw. PTBS22
Beispiel: Körperliche Folgeerkrankungen am Beispiel der Leberzirrhose23
Beispiel: Gefangene mit Substanzkonsumstörungen25
Schlussfolgerungen26
Alkoholprobleme, Alkoholpolitik und wissenschaftliche Fundierung28
Unterschiedliche Positionen zu Alkoholkonsum und Alkoholpolitik28
Public-Health-Ansatz vs. Gesundheitsförderungsansatz29
Kampf um die europäische Alkoholpolitik30
Alkoholepidemiologische Forschung zur Unterstützung einer restriktiven Alkoholpolitik30
Die „Three Best Buys“ als Dogma evidenzbasierter Alkoholpolitik31
Wie fundiert ist die behauptete Evidenz?32
Die J-Kurve und die Tücken ihrer Interpretation33
Verhältnismäßigkeit und unerwünschte Nebenwirkungen34
Erfahrungen in Österreich über die letzten Jahrzehnte34
Literatur35
Besteuerung von Alkohol in Deutschland38
Besteuerung von alkoholischen Getränken in Deutschland38
Historischer Verlauf der Alkoholsteuern in Deutschland40
Empirische Erkenntnisse zur Preispolitik aus anderen europäischen Ländern42
Auswirkungen einer höheren Versteuerung in Deutschland42
Schlussfolgerungen43
Literaturverweise43
Sprit in Dosen – wie gut gemeinte Steuern paradoxe Auswirkungen haben können46
Literatur48
Folgen des leichten bis moderaten Alkoholkonsums in Deutschland50
Alkoholkonsum und alkoholbedingte Krankheitslast in Deutschland50
Der Zusammenhang zwischen Trinkmenge und alkoholbedingten Erkrankungen51
Alkoholbedingte Krebserkrankungen52
Alkoholbedingte kardiovaskuläre Erkrankungen53
Schlussfolgerungen54
Alkohol und COVID-19: ein Update aus 202156
Einleitung56
Absatz alkoholischer Getränke in Deutschland56
Umfragedaten zur Veränderung des Alkoholkonsums58
Krankenhausdaten zur Veränderung der Inanspruchnahme59
Bewertung der vorliegenden Daten63
Ist das Jahr 2020 ein Meilenstein in der deutschen Alkoholpolitik?64
Literatur64
Alkoholkonsum im „Krisencafé“68
Ausgangslage69
Zielgruppe69
Ziele und Maßnahmen70
Ergebnisse71
Ergebnisse der Pilotphase71
Fazit der Pilotphase72
Status Quo72
Ausblick73
Literatur74
Tabaksteuer auf E-Zigaretten: Ein Widerspruch gefährdet Ihre Gesundheit75
Einleitung75
Chronik75
Der Plan76
Die Begründung77
Die Folgen77
Unterstützer und Gegner*innen des Vorschlags80
Fazit/ Forderungen81
Wir appellieren an die Politik:83
Literatur83
3 Harm Reduction – Politik und Praxis87
Substitutionsbehandlung – der drohenden Versorgungskrise mit strukturellen Änderungen begegnen88
Die aktuelle Situation88
Wie können alternative Modelle der Substitutionsbehandlung aussehen?89
Niedrigschwellige Zugänge schaffen89
Substitution außerhalb der klassischen Arztpraxis90
Wohnortnahe Behandlung durch stärkeren Einbezug von Apotheken und Pflegediensten90
Individuelle Take-Home-Vergabe91
Alternative Kontaktaufnahme durch Telefon, Skype, Zoom etc.91
Depotmedikamente können unterstützend wirken91
Zusammenfassung92
Literatur92
100000 Substituierte bis 2022 – Eine Zwischenbilanz nach einem Jahr93
Substitutionsbehandlung in Deutschland93
Warum wurde diese Initiative ins Leben gerufen?94
Die zentralen Inhalte der Kampagne95
Literatur98
Maßnahmenplan für eine nachhaltige Reduktion drogenbedingter Todesfälle in Deutschland99
Einleitung99
Flächendeckende Verteilung von Naloxon99
Sofortige Maßnahmen im Hinblick auf nichttödliche Überdosierung100
Strukturreform für die opioidgestützte Substitutionsbehandlung100
Fokussierung auf den Konsum von Amphetamin und Metamphetamin101
Einrichtung von Drogenkonsumräumen in allen Bundesländern101
Monitoring der öffentlichen Gesundheit101
Unterstützung von Menschen im Justizsystem und im Maßregelvollzug102
Opioidsubstitutionsbehandlung auch in Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation Abhängigkeitserkrankter102
Opioidsubstitutionsbehandlung im Justiz- und Maßregelvollzug: Wirksamkeit, Hindernisse und Lösungsmöglichkeiten103
Einleitung103
1. Probleme mit der Substitutionsbehandlung während der Haft104
2. Probleme bei der Fortführung der Substitutionsbehandlung nach Haftentlassung108
3. Rechtliche Probleme109
4. Grundlagen Guter Praxis der Substitutionsbehandlung im Justizvollzug109
5. Substitution im Maßregelvollzug – kaum vorhanden110
Schlussfolgerungen111
„Entziehungsanstalten“ zur Disposition gestellt: Vom Scheitern des Maßregelvollzuges in der Suchttherapie112
Einleitung112
Unterbringung in einer „Entziehungsanstalt“?112
Maßregelvollzug zwischen Übermaß und Erledigung113
Fehleinweisungen?114
Eine Reform scheint also überfällig: aber welche?115
Literatur116
„Letztlich empfahl der Anstaltsarzt meinem Bruder, sich im Hof Drogen zu besorgen“118
Harm Reduction als Kooperationsmodell: Die Entwicklung einer landesweiten Empfehlung für schadensmindernde Ansätze in NRW122
In NRW ist der gesetzliche Rahmen vielfach zugunsten von Harm Reduction und Gesundheitsförderung ausgestaltet worden123
Bei drogenbedingten Infektionskrankheiten und Todesfällen ist kein Rückgang zu verzeichnen123
Handlungsbedarf wurde auf ministerieller Ebene identifiziert124
Die Arbeitsgruppe Harm Reduction setzte bereits durch ihr Format neue Maßstäbe der Kooperation124
Die Empfehlung hält Standards der Zusammenarbeit, aber auch konkrete Maßnahmen fest125
Fazit126
Literatur126
Noch 9 Jahre – eine Zwischenbila