: Karlheinz Lipp
: Chronologie der Friedensinitiativen in den beiden deutschen Staaten von 1945 bis 1955
: Books on Demand
: 9783753437095
: 1
: CHF 7.00
:
: 20. Jahrhundert (bis 1945)
: German
: 110
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Diese Chronik erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, bietet aber einen aussagekräftigen Querschnitt der vielfältigen Friedensinitiativen in der frühen Phase des Kalten Krieges. Im Mittelpunkt steht die Kritik am Kurs der Remilitarisierung, die von der Regierung Adenauer betrieben wurde. Daneben finden noch andere friedenspolitische Aktivitäten ihre Berücksichtigung, sodass deutlich wird, dass in dem Jahrzehnt nach 1945 nicht geringe Teile der westdeutschen Bevölkerung dem Regierungskurs der Wiederbewaffnung, dem Kalten Krieg und den Atomwaffen sehr skeptisch gegenüber standen. Überdies zeigen die verschiedenen Ereignisse ein höchst lebendiges Bild der Gesellschaft jener Jahre. Berücksichtigt werden auch Friedensinitiativen in der SBZ/DDR, wenngleich das Hauptgewicht auf der BRD liegt. Dr. Karlheinz Lipp ist Historiker mit dem Schwerpunkt Historische Friedensforschung.

Dr. Karlheinz Lipp ist Historiker mit dem Schwerpunkt Historische Friedensforschung.

1950

Januar

Die Stadtvertretung von Königswinter verabschiedet eineFriedens-Charta von Königswinter, in der sich die Gemeinde symbolisch zu einem Weltterritorium erklärt. Ebenso mundialisieren sich Oberwinter-Rolandseck und Bad Wimpfen/Neckar.

Der Landesvorsitzende der CDU in Sachsen, Professor Hickmann, muss aus seinen Ämtern ausscheiden, nachdem er sich zur deutschen Neutralität bekannt hatte.

2. Januar

Der hessische Jugendvorstand der IG Chemie, Papier, Keramik lehnt in einer Erklärung jede Form der Wiederbewaffnung ab.

4. Januar

Die Frauen-Illustrierte Constanze publiziert einen ArtikelWenn es wieder einen Krieg gäbe – hülfe uns dann ein Generalstreik der Frauen? über frauenspezifischen Widerstand gegen die Wiederbewaffnung.

7.-9. Januar

Die GEMEINSCHAFT DER WELTBÜRGER veranstaltet in Baden-Baden ein bundesweites Treffen.

8. Januar

Anna Siemsen, die Ehrenvorsitzende der DEUTSCHEN FRIEDENSGESELLSCHAFT, spricht in Köln vor 250 Menschen überNie wieder deutsche Wehrmacht! Die Versammlung lehnt in einer Resolution jegliche Wiederaufrüstung ab und fordert die Bildung eines Friedensministeriums.

21. Januar

Studierende der Universität Heidelberg führen eine antimilitaristische Kundgebung durch.

31. Januar

Erklärung der Kirchlich-Theologischen Arbeitsgemeinschaft der Bekennenden Kirche in Deutschland gegen die Wiederbewaffnung.

5. Fe