Die ersten beiden Jahre seines Bestehens kam der Europapokal der Landesmeister ohne Losentscheid aus. Drei Mal konnte der Sieger in einem Entscheidungsspiel ermittelt werden. Aber in der Saison 1957/58 war es dann soweit. Die Premiere erfolgte sogar mit Beteiligung einer deutschen Mannschaft, dem SC Wismut Karl-Marx-Stadt-Aue, dem Vorgänger des heutigen FC Erzgebirge Aue. Es war zugleich die erste Teilnahme einer Mannschaft aus der DDR an diesem 1955 ins Leben gerufenen Wettbewerb. Der Verein mit dem sperrigen Namen war führend im DDR-Fußball der späten 1950er Jahre; Meister 1956, 1957 und 1959. Der Vereinsname „Wismut“ stand für die Betriebsmannschaften des Uranbergbaus. Im Zuge der Gründung von Leistungszentren 1954 in den größeren Städten wurden die Oberligafußballer der BSG Wismut Aue in den SC Wismut Karl-Marx-Stadt (das heutige Chemnitz) eingegliedert, der über keine Fußballabteilung verfügte. Nach Protesten von Funktionären und Bevölkerung aus Aue wurde ihnen aber zugestanden weiter in ihrem Heimatort anzutreten. Ihre Spielstärke war durchaus beachtlich; im Oktober 1956 unterlagen sie dem mit fünf Weltmeistern von 1954 angetretenen 1. FC Kaiserslautern vor über 100.000 Zuschauern im Leipziger Zentralstadion nur mit 3:5. Da die Meisterschaft der DDR von 1956 bis 1960 nach sowjetischem Vor