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»Oma! Wo bist du? Ich brauche meine Sportklamotten«, rief Josefine die Treppe herunter.
Es war gerade halb sieben am Morgen, und die Hektik strömte spürbar durch das ganze Haus.
Türen wurden auf- und zugeschlagen, die Toilettenspülungen schienen im Dauereinsatz, das Duschwasser rauschte, und der Geruch diverser Seifen und Parfums vermischte sich zu einem bunten Strauß von Blütendüften.
Das alles ging Gerda zugegebenermaßen tierisch auf den Keks, denn sie würde nie im Leben verstehen, warum drei weibliche Geschöpfe bereits am frühen Morgen so ein Chaos verbreiten konnten.
Deshalb zog sie sich, nachdem sie für ihre Familie das Frühstück zubereitet hatte, auf ihr Zimmer zurück und setzte sich auf das Bett.
Sie brauchte morgens nach dem ersten Ansturm einfach ein paar Minuten für sich, und anscheinend war ihr dieser