: Barbara Herrmann
: Gerda rockt die Bühne Oma dreht durch
: Books on Demand
: 9783753401164
: 1
: CHF 3.10
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 316
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Oma Gerda hat die Nase voll. Sie hat ihren starrköpfigen, dominanten Ehemann überlebt und hofft auf eine bessere Zeit. Doch anstatt endlich das Leben neu zu beginnen, wird sie von ihrer Tochter und deren Kindern eingespannt und ausgenutzt. Als sie eines Tages das Zimmer ihrer Enkelin aufräumt, stolpert sie über deren E-Gitarre. Wie unter Zwang legt sie los und lässt die Rock´n Roll-Zeit ihrer Jugend wiederauferstehen. Der kurze Ausflug in die Vergangenheit legt in Gerda einen Schalter um. Sie erinnert sich an das alte Motorrad ihres Mannes, das immer noch im Schuppen steht, packt einen Koffer und ihre winzige Rente und verlässt das Haus. Eine abenteuerliche Reise beginnt, in deren Verlauf Gerda sogar eine Musikerkarriere startet. Ein turbulenter und kecker Roman über das Leben der alten Junggebliebenen, erzählt mit einem Augenzwinkern und einer großen Portion Humor.

Barbara Herrmann ist in Karlsruhe geboren und in Kraichtal-Oberöwisheim aufgewachsen. Ihre Liebe zu Büchern und zum Schreiben begleitete sie während ihres ganzen Berufslebens als Kauffrau. Nach ihrem Eintritt in den Ruhestand sind mehrere Bücher (Romane, Reiseberichte, humorvolles Mundart-Wörterbuch) von ihr er-schienen. Heute lebt die Mutter zweier Söhne mit ihrer Familie in Berlin.

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»Oma! Wo bist du? Ich brauche meine Sportklamotten«, rief Josefine die Treppe herunter.

Es war gerade halb sieben am Morgen, und die Hektik strömte spürbar durch das ganze Haus.

Türen wurden auf- und zugeschlagen, die Toilettenspülungen schienen im Dauereinsatz, das Duschwasser rauschte, und der Geruch diverser Seifen und Parfums vermischte sich zu einem bunten Strauß von Blütendüften.

Das alles ging Gerda zugegebenermaßen tierisch auf den Keks, denn sie würde nie im Leben verstehen, warum drei weibliche Geschöpfe bereits am frühen Morgen so ein Chaos verbreiten konnten.

Deshalb zog sie sich, nachdem sie für ihre Familie das Frühstück zubereitet hatte, auf ihr Zimmer zurück und setzte sich auf das Bett.

Sie brauchte morgens nach dem ersten Ansturm einfach ein paar Minuten für sich, und anscheinend war ihr dieser