: Penelope Ward
: Anti-Boyfriend
: Lyx
: 9783736316102
: 1
: CHF 6.20
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 363
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Raue Schale, weicher Kern - ein Bad Boy wird von einem Baby gezähmt!

Carys erzieht ihre sechs Monate alte Tochter Sunny allein. Da kann sie es gar nicht gebrauchen, dass ihr ihr gut aussehender Nachbar Deacon durch seine nächtlichen Aktivitäten den wohl verdienten Schlaf raubt. Doch als Sunny eines Nachts gar nicht mehr aufhören will zu weinen und Deacon vor der Tür steht, um sich zu beschweren, ändert sich alles. Denn kaum hört Sunny Deacons Stimme, beruhigt sie sich auf der Stelle. Der Playboy mit den Tattoos scheint ein Babyflüsterer zu sein! Nach dieser Nacht treffen sich Carys und Deacon öfter und werden Freunde, bis sie eines Abends die Grenzen der Freundschaft überschreiten und alles kompliziert wird. Carys weiß, dass eine Beziehung mit Deacon zum Scheitern verurteilt ist, aber was, wenn sie die eine Frau ist, die ihn ändern könnte?

'Dieses Buch ist ein absolutes Muss! Einer der besten Romane in diesem Jahr.'BOOK ADDICT REVIEWS

Der neue Roman von Bestseller-Autorin Penelope Ward

1


Carys

BRÜLLAFFE

Das Geräusch des quietschenden Betts klang in meinen Ohren wie das von Fingernägeln auf einer Schiefertafel. Mein Nachbar Deacon hatte nicht dauernd Frauen zu Besuch, aber wenn eine da war, ging es wirklich zur Sache.

Die heutige Nacht war die lauteste bislang, und der Lärm schien immer dann seinen Höhepunkt zu erreichen, wenn ich gerade eingeschlafen war. Wenn ich aus dem Schlaf gerissen wurde, brauchte ich immer ewig, um wieder einzuschlafen. Man pflegt Müttern zu sagen:Schlaf, sobald dein Baby schläft. Aber das ist kaum möglich, wenn die Wohnung nebenan das Paradies desBachelors ist.

Das Zimmer meiner Tochter Sunny war auf der anderen Seite unserer Wohnung, sodass sie von dem Lärm aus 5B glücklicherweise nicht wach wurde. Aber mein Zimmer lag Wand an Wand mit Deacons Schlafzimmer. Ich hörte das Ächzen des Betts und jeden Ausdruck von Lust laut und deutlich – jeden Seufzer, jedes Stöhnen und jeden Schrei. Als Bonus spürte ich auch noch sämtliche Vibrationen direkt am Kopfteil meines Betts. Leider war ich selbst Sex seit über einem Jahr nicht näher gekommen als in diesem Moment.

Man sollte meinen, ich müsste den Mut haben, an die Wand zu hämmern, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, ich hätte nicht das Recht, sie zu unterbrechen. Schließlich war er ein Single in den besten Jahren mit einer eigenen Wohnung – er durfte Sex haben. Er war nicht schuld an den dünnen Wänden.

Wäre es schnell gegangen, hätte es mir nicht so viel ausgemacht. Aber er hatte Ausdauer! Wie ein Duracell-Hase auf Drogen.

Habe ich schon erwähnt, dass Deacon wahnsinnig heiß ist? Ich hatte ihn nur ein paarmal im Vorbeigehen gesehen, aber es war nicht leicht, den Blick von seinem perfekten Gesicht mit dem Dreitagebart auf dem markanten Kinn abzuwenden. Zu wissen, wie er aussah, machte die Sache nicht besser. Denn ja, ich war genervt, aber ich konnte mir nur allzu leicht ausmalen, was auf der anderen Seite der Wand vor sich ging. Allein die Vorstellung reichte, um mich wach zu halten.

Dies war also meine bemitleidenswerte Situation.

Schließlich hörte es auf. Die Sexgeräusche gingen in gedämpftes Lachen und Reden über. Während ich versuchte, wieder einzuschlafen, schwor ich mir, Deacon das nächste Mal, wenn ich ihm im Hausflur über den Weg lief, dezent auf die Situation hinzuweisen. Er wusste schließlich nicht, dass unsere Betten Kopfteil an Kopfteil standen, da er nie in meiner Wohnung gewesen war. Es würde ein unangenehmes Gespräch werden, aber es ließ sich nicht vermeiden. Ich brauchte meinen Schlaf. Ich arbeitete zurzeit nicht, weil es ein Vollzeitjob war, mich um meine sechs Monate alte Tochter