: Paul Brieler, Ewald Brandt, Nicole Bernstein, Klaus Püschel
: 'Alkohol, Drogen, Verkehrseignung - Schienenverkehr'
: Pabst Science Publishers
: 9783958537002
: 1
: CHF 8.90
:
: Angewandte Psychologie
: German
: 152
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Während der Arbeitszeit besteht für EisenbahnerInnen absolutes Alkohol- und Drogenverbot. Substanzmissbrauch ist - im Vergleich zur Gesamtbevölkerung - selten. Dennoch konsultieren jährlich mehr als 1.000 Beschäftigte der Deutsche Bahn AG die betriebliche Suchthilfe. Und immer wieder müssen technische Sicherheitstools die Fahrfehler angetrunkener Lokführer - etwa durch eine Vollbremsung - korrigieren. Mediales Aufsehen erregen wiederholt Züge, die durch Bahnhöfe rauschen, an denen sie fahrplanmäßig hätten halten müssen. Alkohol- und Drogenmissbrauch kann im Schienenverkehr schnell zu brandgefährlichen Situationen führen - im vorliegenden Reader tragen Insider Hintergrundinformationen zum Thema zusammen und unterbreiten Reformvorschläge. Substanzmissbrauch auf Bahnhöfen oder in Zügen ist allerdings in erster Linie ein Problem von Reisenden: Fanclubs bilden die spektakulärsten Gruppen und bieten der Polizei gern Paroli. Alkoholverbote werden häufig mit demonstrativer Missachtung quittiert. Jede Art von Eigentums- oder Gewaltdelikten - bis zum sexuellen Missbrauch - können folgen. Autoren empfehlen, besonders auffällige TäterInnen sollten deren heimatlichen Straßenverkehrsbehörden gemeldet werden - mit der Maßgabe, die Fahreignung per MPU kritisch zu evaluieren. Ein großer Teil der jährlich etwa 1000 Suizide bzw. tödlichen Unfälle auf der Schiene steht mit Alkohol oder Drogen in Zusammenhang. Das Buch richtet sich an Bahn-Interessierte, an die Fachwelt im Sucht-Bereich und in der Strafverfolgung.
Inhalt5
Vorwort: Alkohol, Drogen, Verkehrseignung – Schienenverkehr7
Grußwort: Wissenschaftliches Symposium „Alkohol, Drogen, Verkehrseignung – Schienenverkehr“9
Beiträge15
Rechtliche Aspekte der Alkohol- und Drogendelinquenz im Schienenverkehr17
1 Einleitung17
2 Bedeutung und Einordnung desThemas19
3 Tatbestände des Strafrechts und des Ordnungswidrig-keitenrechts23
4 Reaktionsmöglichkeiten der Aufsichtsbehörden und Unternehmer31
5 Vernetzung der Informationen – Unterrichtungspflichten34
Alkoholisierte Triebfahrzeugführer in der polizeilichen Praxis41
Fall aus der Praxis42
Null-Promillegrenze fürTriebfahrzeugführer43
Vergleich des Systems Schiene mit dem Straßenverkehr und dem Luftverkehr44
Möglichkeiten der Einflussnahme45
Sicherheitsfahrschalter45
Streckenblöcke46
Punktförmige Zugbeeinflussung46
Linienförmige Zugbeeinflussung47
Kenntniserlangung durch Strafverfolgungsbehörden47
Zusammenfassung48
Wenn die Fahrt auf der Schiene zu einem Verbot auf der Straße führt …50
1 Einleitung50
2 Vergleich Straßenverkehrs-/Schienenverkehrsrecht50
3 Mögliche Fallstricke jenseits des Schienenverkehrsrechts53
Die polizeiliche Mitteilungspflicht – Regelung des § 2 Abs.12 StVG in der fahrerlaubnisbehördlichen Praxis62
Was machen die Fahrerlaubnisbehörden mit den übermittel-ten65
Informationen zu festgestellten Krankheitsbildern und Leiden?65
Abschließend ein paar Fallbeispiele:70
Alkoholkonsum und dessen Auswirkungen im Aufgabenbereich der Bundespolizeiinspektion Hamburg73
Auswirkungen des Alkoholkonsums auf die Aufgaben der Bundespolizei74
Unfälle, Unglücke,Todesfälle75
Tod im Bahngleis – Alkohol und sonstige Substanzen als relevante Faktoren80
Einleitung80
Methodik81
Ergebnisse81
Diskussion82
Literatur84
Alkohol und Betäubungsmittel in Zusammenhang mit dem Bahnverkehr85
Einleitung85
Methoden und Ergebnisse85
Diskussion88
Endnoten88
Eignungsuntersuchung von Triebfahrzeugführern – ein Plädoyer für ein höheres Maß an Wissenschaftlichkeit90
Quellen96
Alkohol- und Drogenmissbrauch in sicherheitsrelevanten Bereichen der Eisenbahnen –97
Verordnungen und betriebliche Vereinbarungen99
Alkohol- und Drogenkontrollen101
Blick über die Grenzen102
Umgang mit und Betreuung von suchtkranken Mitarbeitern103
Ärztliche Schweigepflicht – oder doch nicht?105
1. Einleitung105
2. Die ärztliche Schweigepflicht im Zivilrecht106
3. Die ärztliche Schweigepflicht im Strafrecht107
4. Durchbrechung der ärztlichen Schweigepflicht108
5. Diskussion109
Alkohol- und Drogenkonsum bei Lokomotivführern, Fahrdienstleitern, U-Bahn- und Straßenbahnfahrern111
A Lokomotivführer und Fahrdienstleiter111
A1 Deutschland111
A 2 Ausland116
B U-Bahnfahrer122
C Straßenbahnfahrer124
Empfehlungen125
Zusammenfassung der Empfehlungen und Änderungsvorschläge des Symposiums126
Verbesserung der Datenerfassung126
Vorrang von Präventionsstrategien127
Rechtlicher Änderungsbedarf128
Anhänge135
„Absolute Fahruntüchtigkeit auf Schiene und Straße gleich behandeln“137
Bericht über das Symposium „Alkohol, Drogen, Verkehrseignung – Schienenverkehr“1139
Autorenverzeichnis147