: Peter H. Kemp
: Science-Fiction Maschinen Leben 2050 mit Kernkraft und Fusion
: Books on Demand
: 9783753474854
: 1
: CHF 4.00
:
: Science Fiction
: German
: 192
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die Polschmelze ist eine Folge unzureichender Klimapolitik. Arnfried und seine Geschwister haben es sich zum Ziel gesetzt, die Welt vor dem Klimakollaps mit Thorium- und Kernfusionsenergie zu retten. Die Öffentlichkeit soll wissen, dass es Stähle in der Kerntechnik gibt, die eine Neutronenbelastung aushalten. Zu Zeiten des Großvaters war die Korrosion noch ein enormes Problem. Arnfried untersuchte nicht nur die Stabilität von Stählen, er schreckt auch vor Fragen der Plasmaphysik nicht zurück. Selbst die Transmutation von hoch radioaktivem Abfall macht er sich zum Anliegen. Während seiner monatelangen Aufenthalte im All bildet er Raumingenieure aus. Sie werden sein Werk fortsetzen in hochqualifizierter Arbeit an einem Elektron-Positron-Beschleunig r und auch bei der Förderung von Mondgestein. Nicht nur Edelmetalle wurden auf dem Mond gefördert, sondern auch Millionen Tonnen von Helium-3, das sich auch als Fusionsbrennstoff für die Energiegewinnung auf der Erde eignete. Für Arnfried galt das solidarische Grundeinkommen, umgesetzt als"Gleichgewicht" des"Achberger Kreises", als Richtungshinweis.

Die in den TV-Serien gezeigten Forensiker sind Fiktion, so wird der Werdegang des Autors aufgezeigt. Nach Berufsjahren in einer Boulevardzeitung wechselte er in die Chemische Industrie, FH-Studium - Chemische Verfahrenstechnik, Reise durch die Sahara bis Ghana und Senegal, Ing.-Job in der Bundesanstalt für Materialprüfung und Forschung Berlin, Hochschulstudium Chemie& Geo-Ethnologie, Projektleitung in Nord-Ost-Afrika, in Asien, Nepal/Tibet. Leiter im WTD des LKA Berlin, LV an der FU-Berlin in"Umweltrecht" und"Katastrophenschutz&q ot;/Deutsche Hochschule der Polizei Münster in"Nuklearer Nachsorge".

Arbeit am Thoriumreaktor


Bei der Begrüßung der kleinen Gruppe stellte Arnfried erfreut fest, dass er einige der Besucher kannte oder schon einmal gesehen hatte. Es freute ihn besonders, dass unter ihnen sein alter Lehrer Herr Dr. Leyendecker aus dem Orbit war und ein kleiner Junge, das war Kläuschen, der einmal Orbiter werden wollte. Die anderen waren eine bunte Mischung, zwei junge Frauen (eine mit blaugrünen Augen, die Arnfried im Gedächtnis blieben, die andere mit Rehaugen und strahlend weißen Zähnen), beide Chemotechnikerinnen von Beruf, die voller Piercings waren. Bei den vollbärtigen Männern im mittleren Alter sah Arnfried Tätowierungen an den bloßen Armen. Malcom, ein Amerikaner und Psychologe, hatte eine Lederwerkstatt. Richard war an der Uni im Fach Physik tätig. Die Gruppe wirkte lustig und gesprächig, manche von ihnen waren etwas verträumt, aber sympathisch.

Bevor es losging, kam einer der Bärtigen auf Arnfried zu und sagte: »Hören Sie, ich verstehe vermutlich von dem, was Sie uns erzählen werden, sehr wenig – bitte machen Sie es so einfach wie möglich.«

Arnfried nickte, er nahm sich vor, es zu tun. Nach der Begrüßung sagte er: »Wir sind hier an einem historischen Ort. Hier wurde in den 60er Jahren schon einmal ein Thoriumreaktor erbaut, der gut funktionierte.« Diese Worte wurden in der Gruppe kommentarlos aufgenommen. Der vollbärtige Marcell wollte wissen, wofür die und jene Rohre, Pumpen, Kabel und Uhren beziehungsweise Messgeräte dienten, was Arnfried erklärte.