: Sabine Grassy
: KRABUMMS Die etwas andere Autobiografie eines Shih Tzu
: Books on Demand
: 9783754319710
: 3
: CHF 3.10
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 260
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Ich bin ein Shih Tzu mit wahnsinnigem Geltungsdrang und einem nicht lösbaren Problem. Ich stelle Dir Fragen! Nervtötend und pausenlos. Noch hast Du die Wahl, das Buch zur Seite zu legen. Einst aus Tibet stammend, fiel ich der Welpen-Mafia in die Hände und strandete in Deutschland. Unaufhaltsam von meinen Pfötchen getragen, suchte ich nach Liebe und Freundschaft, eine erschütternde Erkenntnis im Herzen tragend. Die Rolle, die ich in meiner Heimat innehatte, war langweilig, verlogen und inadäquat für einen Hund meiner Rasse. Schier überfordert von den Schattenseiten des Lebens manifestierten sich Ängste in mir. Mein Motto? Nicht aufgeben, erwachen wie mein Buddha und weiterkämpfen. Mein Lebenswerk festhalten, das wurde zum größten Wunsch. Und nichts ist mir peinlich beim Schildern aller Erlebnisse. Meine Hundetherapie ist zeitlos, zum Lachen und Weinen, authentisch, ohne die Dosis von dritter Seite regulieren zu lassen. Ob ich fand, was ich suchte und brauchte, um mich angekommen zu fühlen?

Sabine Grassy wäre Co-Autorin, wenn Gizmo nicht die Angst ergriffen hätte, als Hauptautor verantwortlich zu sein. Ihre Arbeit in einer Psychiatrie über Jahrzehnte, Freude am Schreiben von Kindesbeinen an und die Liebe zu Hunden waren ausschlaggebend für den Shih Tzu, seine Herzenssache, eine Hunde-Autobiografie, in ihre Hände zu legen. Reine Schreibarbeit und dass sie anerkannt wird als Autorin ist der Lohn für sie, das Verantwortlich-Sein blieb in seinen Pfoten. Das Buch entstand, als er Langeweile nicht mehr ertrug und ihm ein Wuff-Wuff nicht mehr reichte. Die Ideen zu den Geschichten entstanden auf Grundlage einer emotional tiefgehenden Liebe zu Hunden mit dem daraus resultierenden Glauben, dass sie im Denken, Fühlen und Handeln den Zweibeinern viel voraushaben.

Langeweile in Tibet


Alles begann in Tibet. Aus den Augenwinkeln konnte ich Löwen sehen, die anders waren als ich. Sie saßen unbeweglich und starr am Klosterrand. Es geschah nichts, was mich noch mehr anspornte dem Versuch nachzugehen, diese in irgendeiner Weise zu necken. Egal, wie ich mich bemühte, sie blieben wie versteinert sitzen.

Stein?

Waren sie aus Stein?

Bevor ich mir über diese Frage gewissenhaft Gedanken machen konnte, hörte ich urplötzlich viel Gemurmel von Pilgern.

Solche Kreaturen kamen täglich. Im Verhältnis zu mir übergroß, beängstigend für einen im Vergleich kleineren Hund wie mich.

Schnell lief ich zu ›meinem‹ Kloster.

Du hörst richtig. ›MEIN‹ Kloster!

Ich befand mich erst wenig Wochen auf dieser Welt. Trotz allem kannte ich meine Aufgabe in diesem Leben und Land exakt. Das dachte ich zumindest zu diesem Zeitpunkt.

Ich war nicht irgendein Shih Tzu, sondern fühlte mich wie DER kleine ›Löwenhund‹, der es einzig in den Pfötchen hatte, die Tempel vor Ort zu bewachen.

Schnell ablenkbar, das bezeichnet mich am ehesten, was mit meiner übergroßen Neugier zusammenhing. Erklären lässt es sich damit, dass ich diese Welt erst vor Kurzem für mich entdeckt hatte.

Viele Eindrücke, und ich zielte darauf ab, sie zu verstehen und zu verwenden, um