Ein passendes Motorrad zu finden, ist bei dem riesigen Angebot auf dem hart umkämpften Markt eine Herausforderung. Hilfe bietet uns wieder das Konzept der Achtsamkeit und Vernunft. Wenn ein Zen-Buddhist den Weg des Bogens wählt, macht er die Wahl des geeigneten Bogens neben der Fertigungsqualität des Geräts von zwei wichtigen Faktoren abhängig. Zum einen von der Strecke, die der Pfeil zurücklegen soll, zum anderen von der eigenen Anatomie. Und genauso könnten wir bei der Wahl des Motorrads verfahren und zwei wichtige Fragen stellen. Welche Strecke soll zurückgelegt werden und welches Zweirad passt zu meiner Anatomie? Mit dem richtigen Motorrad ausgestattet, kommt es zu einer Verschmelzung von Fahrer*in und Fahrzeug. Eins mit dem Bogen werden, gilt es beim Bogenschießen. Und das ist auch mit einem Motorrad möglich. Als Reisemotorräder kommen bevorzugt Reiseenduros in Frage, aber tourentaugliche Roadster oder Sporttourer sind genauso gut geeignet. Die Wahl hängt vor allem von der Dauer der Reise und der Beschaffenheit der Strecke ab.
Wer nicht beabsichtigt, in Länder zu fahren, deren Straßennetz schlecht oder gar nicht ausgebildet ist, kann getrost auf eine Reiseenduro verzichten. Von Deutschland aus ist es ohne eine einzige Geländefahrt gut möglich bis Griechenland, Südmarokko oder bis zum Nordkap zu fahren. Sollte dennoch eine Piste als Umfahrung einer Baustelle oder Umleitung zu befahren sein, ist es mit einer Straßenmaschine ebenso möglich wie mit einer Enduro. Einziger Unterschied ist die Fahrgeschwindigkeit. Nachteile des Roadsters mit Straßenreifen im Gelände gegenüber der Reiseenduro mit Geländebereifung sind geringere Haftung und Bodenfreiheit sowie ein