: Klaus Günter Roth
: Markennummer 4298 Eine Erzählung nach authentischen Ereignissen
: Frieling-Verlag Berlin
: 9783828036406
: 1
: CHF 7.00
:
: Romanhafte Biographien
: German
: 112
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
1962 sitzt Klaus Roth in einem Zug von Dortmund nach Ost-Berlin. Er will dort seine Schwester besuchen. Was dann geschieht, stellt sein Leben auf den Kopf. Beim ersten Halt in der DDR müssen er und andere Reisende den Zug verlassen. Die DDR-Grenzsoldaten nehmen Ausweise und Geld ab und verfrachten die Bundesbürger in ein Aufnahmelager. Wochenlange Verhöre beginnen. Klaus Roth wirft seinen Peinigern Freiheitsberaubung vor. Er glaubt, in einem Alptraum zu stecken, will zurück in die Bundesrepublik, zu seiner kranken Mutter, die sich Sorgen über den spurlos verschwundenen Sohn macht. Monate vergehen in der Eintönigkeit des Lagers. In dieser Zeit erinnert er sich an den Krieg und wie er später im Ruhrgebiet im Bergbau arbeitete. 1962 gibt es kein Zurück mehr dorthin. Er muss in der DDR bleiben. Packend erzählt der Autor von seiner Kindheit, vom Bergbau und einem aufgezwungenen Leben in der DDR.

Heimatlos


Ach ja, die Flucht! Die begann eigentlich schon mit der Evakuierung, nachdem mein Elternhaus in Castrop-Rauxel im November1944 von einer Phosphorbombe völlig zerstört wurde, während wir im Tiefbunker waren, um uns vor den häufigen Bombenangriffen zu schützen.

So erlebte ich es zum Beispiel aus meiner kindlichen Erinnerung mit sechs Jahren.

Das waren meine ersten grausamen Bilder, die ich in diesem Krieg sehen musste. An der Stelle unseres Hauses war nur noch ein rauchender Trümmerberg zu sehen. Wir hatten plötzlich kein Zuhause mehr!

Von unserem Haus standen nur noch zwei Wände. Als wir nach der Entwarnung den Luftschutzbunker wieder verließen, stand der Rest unseres Hauses noch in Flammen und Rauch.

Am nächsten Tag, wir Kinder schliefen bei Freunden, versammelten sich alle Bewohner des Hauses vor der Ruine, aus der es immer noch qualmte. Eine von den zwei Wänden, die noch standen, war eine Küchenwand. Und daran hing noch mein Hampelmann. Ich glaube, der t