Denkt man heute (Ende Juni) an die ersten beiden Monate der Corona-Panik zurück, kann man beinahe schon nostalgisch werden: Wir waren zwar in Quarantäne, rechneten aber damit, dass dieser Zustand einen oder zwei Monate dauern würde und wir dann mehr oder weniger zur Normalität zurückkehren würden – selbst der Leiter des US-amerikanischen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten, Dr. Fauci, stellte seinen Landsleuten in Aussicht, dass sie ihre Sommerferien wieder genießen könnten. Die Quarantäne erschien uns wie eine zeitlich beschränkte Ausnahme, eine fast schon willkommene Auszeit von unserem stressigen Alltag, die uns Gelegenheit bot, sich mehr um unsere Familie zu kümmern, Bücher zu lesen und Musik zu hören und unsere Lust am Kochen wiederzuentdecken, alles in der Gewissheit, dass dieser Zustand bald wieder vorbei sein würde. Inzwischen befinden wir uns in einem Stadium, das manche mit einem Hau-drauf-Reaktionsspiel vergleichen, in dem ständig neue Cluster auftauchen, ganz zu schweige