: Gigi E. Winter
: Fernweh Marie sucht das Weite
: Books on Demand
: 9783753436838
: 1
: CHF 1.50
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 258
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Innenkabine, Seegang und jede Menge Chaos. An ihrem 30. Geburtstag wird es Marie deutlicher als je zuvor: Sie muss weg. Weg von ihrem öden Heimatdorf, in dem sich nichts verändert, weg von ihrer gescheiterten Beziehung, weg von all dem, was sie in letzter Zeit immer mehr erdrückt. Sie folgt ihrem Drang, die Welt zu entdecken, und nimmt einen Job auf einem Kreuzfahrtschiff an. Alles könnte so perfekt sein, aber ihre aufgedrehte, niemals schweigende Zimmergenossin und ihre launische und unfaire Chefin erschweren ihr den Alltag. Schöne Aussichten bietet lediglich der anziehende und attraktive Barpianist Dean. Doch während die beiden sich näherkommen, verwickelt sich Marie in immer merkwürdigere Ereignisse auf dem Schiff. Ist sie in Gefahr?

Gigi E. Winter ist eine Autorin aus Schleswig-Holstein. Ihre große Liebe zur englischen Sprache, der britischen Kultur und den herzlichen Menschen ließ sie zahlreiche Städte in Großbritannien besuchen. Diese Reiseerfahrungen lässt sie gerne in ihre Geschichten einfließen. Am liebsten sitzt sie mit einem Notizbuch bewaffnet in einem Café - egal ob London, Edinburgh oder Tetenbüll - stets auf der Suche nach neuen Bücherideen.

Kapitel 1


In Westerby veränderte sich nur selten etwas. Eigentlich nie. So fuhr wie ich gewöhnlich mit meinem alten, klapprigen Fahrrad die Hauptstraße des Dorfes entlang. Ich erwiderte die Begrüßungen von Bekannten, die mir entgegenkamen. Sie brachten ihre Kinder zur Schule, waren auf dem Weg zur Arbeit oder drehten die erste Runde mit dem Hund.

»Alles Gute zum Geburtstag, Marie!«, riefen sie mir winkend entgegen, und ich wünschte mir, dass ich mich tatsächlich über die Beglückwünschungen hätte freuen können. Später kamen die meisten von ihnen noch für einen kleinen Umtrunk vorbei, das war bei Geburtstagen oder an Feiertagen gang und gäbe in Westerby. Dieser Ort war ein beschauliches und eher verschlafenes Nest, in dem nichts Weltbewegendes geschah. Gedankenverloren schloss ich mein Fahrrad an und betrat die örtliche Bäckerei, um frisch gebackene Brötchen zum Frühstück zu kaufen.

»Na, Marie, was darf es an deinem Ehrentag denn